26.10.2009

Roter Oktober: Bond, Ivan Bond

Es ist eigentlich ganz einfach. Frag einen Mann bei Intel, Danone oder Lockheed, die Aussage wird ähnlich sein - nix geht ohne Forschung. Besser als alles andere schlägt sich der Vorsprung dort im Börsel der Aktionäre nieder.

Das ist natürlich militärisch noch weit mehr so, weil sichs eben nicht nur um die Dividende von ein paar tausend Menschen handelt sondern um weit mehr.

In Russland siehts da natürlich trostlos aus. Mathematiker und Physiker gabs in Russland/der Sowjetunion immer welche von Weltruf, und hätten die Sowjets nicht ihre Leut "eingesperrt" wär sicher auch der eine oder andere Nobelpreis in die Rodina gegangen. Aber das in etwas verwendbares umwandeln, so weit gings dann nicht. Ich möcht jetzt nicht spekulieren warum, aber es ist Fakt dass die Sowjets während des kalten Krieges sich im wesentlichen darauf beschränkt haben komplette Blaupausen-Sätze aus dem Westen rüberzuschaffen und ihre ganze Industrie und Wirschaft darauf aufzubauen.

Die Fälle alle aufzuzählen würde einen eigenen Blog benötigen. Das ganze hat dann so etwas wie ein Ende genommen als die CIA Operation Farewell gestartet hat und den Sowjets bergeweise manipuliertes Material untergejubelt hat.

Aber jetzt, ohne irgendwelche Handelsbanns, braucht man den KGB nicht mehr. Jetzt kann der Marionetvedev ganz einfach seine Petrodollars nehmen und im Westen shoppen gehen und wir verklopfen ihm jede Technologie. Quasi die ultimative Version der TI/Toshiba/Kongsberg-Deals der späten 70er.

Denn mim Selbererfinden schauts nach wie vor nicht so rosig aus. Klar, denn das ist an den Kapitalismus gebunden. Nur wer sich beweisen muss hat Interesse an neuer Technologie. Aber in Russland, wo man eh per Staatsholding den ganzen Rüstungskomplex besitzt und Wettbewerb möglichst nicht aufkommen lässt forscht natürlich kein Mensch. Darum muss man sich auch heute noch darauf beschränken westliches Material in die Finger zu bekommen, reverse engineeren und dann zu bauen.

Damit hat man die Möglichkeit Dinge zu besitzen die nicht ganz so gut wie das Material des Westens sind - weil ja Kopien - und wird nie in irgendeinem Bereich der Führer sein.

Diese Q-Technologien werden auch in absehbarer Zeit den USA vorbehalten bleiben. Und gerade bei dem zu erwartenden Schrumpfungsprozess wärs aber dringend notwendig in diesen Bereichen was zu tun. Denn wenn man schon die Doktrin an den Westen anpasst sollt man das auch mit dem Material tun und nicht immer einen Schritt hinterherhinken. Daniel Craig fährt ja auch nicht mehr mit dem DB5 rum. Heck, selbst Llewelyn wurde ja mittlerweile ausgetauscht.

1 Kommentar:

  1. Na ja, ehrlicherweise musss man schon zugeben, dass die Sowjets in vielen Bereichen innovative Technologien, wenn auch sehr grob, bis zur Serienreife gebracht haben.
    Helis mit koaxialen Doppelrotoren von Kamow wären wohl das berühmteste Beispiel.

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