09.10.2010

Blau-Weiss-Roter Oktober: Biep, biep kleiner Satellit

Und wenn wir schon bei Dingern sind die die Atmosphäre verlassen können wir vielleicht auch kurz einen Stop bei den Herren machen die sich zwischen Los Angeles und Denver eingenistet haben, also jene Herren von US Space Command.

Aber Hoppla, da gibts schon den ersten Stolperstein. Nicht nur im Westen des Landes ist man vertreten. Nein, die Navy unterhält ganz nebenbei ihre ganz eigene Satelliten und Space-Abteilung im Osten des Landes (Dahlgren und Chantilly, unter anderem). Ein unsterblicher Turf War, der ausser einem Haufen Geld zu kosten nix bringt.

Aber irgendwelche Doppelgleisigkeiten sind ja dort berühmt - eigentlich sogar mehr als doppelt. Warum Space Command nach wie vor Marie in 4 Launch Facilities buttert (Patrick/Canaveral, Vandenberg, Wallops, Kodiak) wo doch eine reichen täte lässt sich nur mit der berüchtigten Regionalförderung begründen - damit Alaska ein bissel Geld bekommt.

Wobei ja das alles gar nicht reicht - dieser Drohnenwahnsinn hat ja dazu geführt dass DSCS und Milstar schon seit Jahren nicht mal annähernd den Datenbedarf der Streitkräfte decken können (gut, da kommt auch hinzu dass die Athenas auf den meisten Schiffen der Navy schon mehr dafür genutzt werden YouTube-Videos hochzuladen als für militärisch relevante Kommunikation - früher haben die CODs noch jeden Tag Briefe ausgeflogen) und dieser zunehmend über gemietete Bandbreite auf zivilen Satelliten läuft. Kaum oder gar nicht verschlüsselt, versteht sich.

Das ist logischerweise auch eine Frage des Geldes - die Jungs in Vandenberg schiessen ja mittlerweile fast ausschliesslich Navstars (a.k.a. GPS) und Keyholes in den Orbit. Erstere weil die US Streitkräfte mittlerweile nicht mehr kampftüchtig wären ohne das Zeugs (während die Rosboroneksport für den Preis eines Kampfpanzers Hochleistungsstörer für die Navstar-Signale anbietet...) und zweitere weil man nachwievor glaubt hochauflösende Fotos von jeder Kaserne zwischen Kaliningrad und Yelizovo zu brauchen. Da bleibt für Kommunikation nicht mehr viel über.

Aber die Space Komponente wird von den amtierenden Ministern (no matter the name) nicht mal angegriffen. Klar, denn die Dinger sind irgendwo da oben, weit weg und unsichtbar. Aber die Flugzeuge, die stehen hier unten, bereit am Open Day fotografiert zu werden. Damit lassen sich viel besser Wählerstimmen kassieren - oder zumindest lausig dumme Botschafen verbreiten.

Wobei, fürs verbreiten braucht man auch wieder Satelliten...

2 Kommentare:

  1. also Cap mehr oder weniger geld dafür? standort nur noch einer? oder was genau sind da deine empfehlungen?

    p.s.: empfehlung fürs Bundesheer hast ja auch mal gearbeitet. Kannst mal mehrere post machen wie deine idealen US ARMDEN FORCES aussehen würde?

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  2. Space Command ist viel zu sehr vom Rest der Streitkräfte abhängig als dass man hier eine Pauschalstrategie ausgeben könnt. So wie mans derzeit macht reicht die Marie vorn und hinten nicht (net umsonst hat man den DCSC-Nachfolger, also Generation IV, gestrichen).

    Nebenbei besteht ja auch das Problem das man nachwievor (systemtechnisch, nicht operativ) für die Minutemänner zuständig ist und auch nicht gerade wenig Marie in die Erhaltung der Dinger reinbuttert. Oder das ganze ABM-System - die ganzen alten Minutenmänner die man aus Norton ausmottet und dann nach Johnston ballert fallen auch in den Zuständigkeitsbereich von AFSPAC.

    Abwerten bis streichen der KH-Systeme, der verbliebenen DSS samt der geplanten neuen Variante sowie der DSMS und streichen der Systemerhaltungsmissionen für ICBMs. Schliessen von Wallops und Kodiak und Vandenberg in Caretaker-Status.

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