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31.05.2011

Repetition

Gelegentlich, wenn mir fad ist, und weder das rumbasteln an Datenbanken, das erschiessen von einem Rudel Nordkoreaner, noch das lesen von irgendeinem PDF aus dem Jahre Schnee, ausreicht um meinen Geist zu beschäftigen... les ich alte Forumsbeiträge von mir oder auch alte Einträge hier. Zum einen weil ich finde dass ich, von gelegentlichen Durchhängern mal abgesehen, meistens recht gut schreibe, und zum anderen weil ich gelegentlich scharfsinnig genug bin - was natürlich oft hinter Boshaftigkeit, Zynismus und irgendwelchen bizarren Filmanspielungen verschwindet - um selbst die meisten Journalisten an die Wand zu schreiben.

Na gut, lassen wir dass. Genug in Eigenlob gesuhlt.

Anlässlich der alten Viper-Geschichte hab ich mir dann unlängst auch ganze Hundertschaften meiner alten Einträge im derStandard.at-Forum durchgelesen. Ja, die waren auch scharfsinnig.

Aber vor allem waren sie eines: repetitiv. Ehrlich, manches von dem Zeugs hab ich teilweise monatelang runtergebetet. Ich hätts fast schon copypasten können. Natürlich die Eurofighter-Geschichte - an der haben sich so manche Gestalten, die einen als gelernte Österreicher, die anderen als Befürworter aller Stufen - eine gefühlte Ewigkeit bekriegt.

Und dann, nach wie vor aktuell, das meiste was sich so rund um den Themenkomplex "strategische (Ab-)Rüstung" ereignet. Wie ein Pater Noster bete ich seit Jahren immer wieder das selbe runter wenn der bösereste Dabbelju zum Atombomben-Schorsch gemacht wird und der Obama zum Abrüstungsmessias. Und die Russen wie immer an nichts Schuld sind.

Und wer hätte das gedacht, zuletzt hat man es scheinbar sogar schon in der Redaktion realisiert dass man vielleicht ein bisschen mehr in dieses Thema investieren müsste als APA-Meldungen von einem Praktikanten ausschmücken zu lassen. Also kann ich mich wohl dem nächsten Thema widmenwidmenwidmenwidmenwidmen...

21.05.2011

Snakes as a plane

Ich weiss nicht mehr genau wann es war. Aber ich weiss dass ich mich im derStandard.at-Forum dazumals angemeldet hab um dem ganzen Bullshit Einhalt zu gebieten der im Rahmen der Typhoon-Beschaffung entstanden ist. (Nein, ich hab jetzt nachgeschaut. Es war fast auf den Tag genau vor

Da gabs immer einen recht kuriosen User der ständig jede Variante zugunsten von gebrauchten Vipern aus Arizona abgewürgt hat. Ich hätt den Kerl, mit dem ich mir einige Duelle geliefert habe und ich auch Gewalt (wenngleich auf eine humoröse und überzeichnete Variante - ich wollt ihm seine Idee mit einem Hammer aus dem Kopf schlagen - und das Hammer-Thema hab ich in diversen Varianten wochenlang genüsslich wiedergekaut) angedroht habe glatt vergessen.

Wenn der nicht, anlässlich des runnig gags "Baukosten Hinterstoisser Neu", wieder aufgetaucht wäre uns mir weissmachen wollte dass das alles mit gebrauchten Block 15 Vipers nicht passiert wäre.

Wenn ich mir jetzt so die alten Postings durchlese muss ich wiedermal feststellen dass mich die Realität überholt hat. Die Air Force gibt mittlerweile bergeweise F-16 der Blöcke 20 und 30 her. Wer die jedoch abnimmt und für länger als 5 oder 10 Jahre betreiben möchte wird aber einen ganzen Berg reinstecken müssen. Brauchen tät die USAF die Vögel nämlich nach wie vor, nur kann man sich die CCIPs und die UPs und die STARs einfach nicht mehr leisten um die Dinger die noch aus der Werkshalle auf Carswell AFB gerollt sind (von NAS JRB whatever war man damals noch weit entfernt) einsatzfähig zu halten. Abgeflogen zum einen und untauglich etwa die Hälfte des modernen Arsenals zu verwenden zum anderen.

Auf der anderen Seite hauen dir manche Länder mittlerweile ganze Wagenladungen an durchaus brauchbar ge-MLU-ten Vipern nach. Look no further than the Dutch, die seit zwei, drei Jahren einen Ausverkauf ihrer Streitkräfte machen der jeder Beschreibung spottet. Niederländische F-16 und P-3 stehen mittlerweile auf der halben Welt rum, auch deren Leos ereilt seit über 10 Jahren ein ähnliches Schicksal. Auch die Chopper triffts jetzt. (Dafür hält man halt fleissig an der F-35 fest, warum auch immer.)

Also irgenwie wärs mittlerweile tatsächlich eine Alternative. Wenn auch keine Vernünftige. Aber das hält ja manche Leute trotzdem nicht davon selbiges nach wie vor zu propagieren.
Könnt man ja vielleicht auch ein paar gebrauchte Jagdpanzer kaufen?

11.05.2011

Schwarze Löcher

Irgendwie ist momentan ein bisschen Sense in der Verteidigungswelt. Gibt kaum etwas worüber ich mir den Mund zereissen könnt.

Die OBL-Geschichte gibt auch nicht allzuviel her, irgendeine neue Pseudo-Drohne von NG ist nicht mal den Strom für den Router wert und selbst der Bertl hält sich vornehm zurück.
Bis Command erscheint wird noch einiges an Wasser die Neva, Tunguska und Shilka runterlaufen und der Jar-Jar muss noch ein paar Monate durchhalten.

Das Sommerloch bahnt sich an...

Wobei, natürlich passieren gerade tausend Sachen die durchaus berichtenswert wären. Nur findest du das wenigste davon auf den Titelseiten. Da ist die B-3-Geschichte etwa, von der mittlerweile angenommen wird dass NG (schon wieder die) dabei schon viel weiter ist wie man bisher angenommen hatte. Dann bin ich da letztens über eine Aussage von Ben Rich gestolpert (dem früheren Skunk Works-Chef) welcher da angedeutet hat dass draussen in Groom oder sonstwo durchaus einiges an Zeugs rumfliegt welches Dekaden vor unserer Zeit ist, und nicht irgendwo im 47er aus der Wüste geklaubt wurde.

Die schwarze Welt wär viel interessanter weil man damit so manches Sommerloch füllen könnt. Aber wie besagtes Loch ist leider auch die schwarze Welt unsichtbar. Aber man kann sie auch an den Effekten beobachten... dort wird sämtliches freies Geld reingesaugt.

07.05.2011

Umfangsgeschwindigkeiten

Und kaum ist er tot, der OBL, beginnen sie zu rotieren. Zum einen natürlich die bei denen die Rotation ohnehin schon im Namen steckt.
Die Spin Doktoren vom Obama versuchen jetzt alles um das Momentum aus der Aktion mitzunehmen. Inklusive einem Besuch auf Ground Zero - einem Ort wo sich der Builder zuvor nicht gezeigt hat.

Mal schaun was die Kameraden in ein paar Tagen machen - die Pakis gehen schon auf die Strasse während die Firma gleichzeitig wieder fleissig Hellfires verteilt. Wie lange wird die neue Härte im weissen Haus, Foggy Bottom und dem Pentagon anhalten?

Rotiert wird auch anderswo, weil zuerst anderswo rotiert wurde. "Angeblich" haben die SOARler da über Abottabad einen neuen Stealth-Chopper rumgeprügelt und gleich im Compound versenkt. Und weil auf den Bildern gleich gar so viel sichtbar ist macht mans wie in der Paläontologie und rät ein bisschen rum - auch dort wird aus einem Knochenabdruck ein Ultrasaurus erfunden. Was damals der Jim Jensen war sind halt heutzutage alle möglichen Aviation Blogs wo man sich einen Ultrachopper konstruiert, bis hin zu line drawings.

So ziemlich alles mögliche ist dabei, inklusive einem quasi- HAVE HAWK. Gut, das wär eh typisches Vorgehen. Einfach eine Tonne RAM auf eine S-70 hängen... (Wobei ich zuerst an einen Hummingbird dachte...)

Dafür wird dann anderswo schon lange nicht mehr rotiert - und so wie ich das damals schon hinterfragt habe, kann man es jetzt noch mehr tun. Warum zur Hölle hat man die Comanche nicht als Silver Bullet für genau solche Geschichten behalten, aber die reichlich ungeeignete H-60 lässt man umbauen? Warum dann nicht gleich die CH-47?

04.05.2011

Waffen

Und wenn du dich dann durch die hirnlose Angelegenheit namens Homefront ballerst fragst dich irgendwann warum das koreanische Militär, die KPA, mit M249 und M16 und Colt ACR durch die Gegend hirscht. Aus einer der im Spiel rumfleddernden Zeitungsschnipsel erfährst du es dann. Das koreanische Militär hat sich mit den besten verfügbaren Waffen ausgerüstet und das sind amerikanische...

Höhö... haha... nein, wirklich.

Ja, jene Streitkräfte deren Waffen also entweder aus einheimischer Produktion der 50er Jahre sind und im Rest der Welt nur mehr belächelt werden oder in den 80ern zusammengekaufter abgetakelter europäischer Schrott sind, ja die haben die besten Waffen.

Solange man hauptsächlich Colt und Bushmaster am Leben erhalten muss - weil ins Ausland verkaufen die kein einziges Stück mehr - und die halt keinen Bedarf an was neuem haben weil ihnen die Politik den Schrott sowieso abkauft wird man halt auf absehbare Zeit mit Varianten von Stoners Prügel aus den 50ern rumlaufen. Mit amerikanischen Varianten - die verbesserte C7 von Diemaco hat man niemals angeschafft, stattdessen hat man mit ein paar Steuerdollar Colt Diemaco aufkaufen lassen (wie die seit fast 20 Jahren finanzmarode Colt das geschafft hat ist auch ein Fall fürs Gericht). Auch die HKsche Über-AR-15, die HK416, wird wohl nie zur Army finden. Von den diversen M16-Nachfolgern seit 1985 (G11, oder Steyrs Wunder-ACR, die M8, die M29, die SCAR) ganz abgesehen - aber keiner der Hersteller ist im Kongress vertreten...

Und mit den M9ern und den Minimis rätselt man noch immer rum. In Springfield kommt man mit dem reparieren von dem Zeugs gar nicht nacht bzw. muss schon Teile nachpressen lassen weil die 30 Jahr alten Prügel alle weit über ihrer Haltbarkeit sind. Aber was gibts für eine Alternative? Glaub kaum dass man den deutschen ein paar Millionen MG36er oder USPs abkauft. Und die Idee 45er aus der Kimber-Fertigung als Ordnance zu verwenden ist ja irgendwie gestorben. Warum ist man eigentlich damals auf die Idee gekommen die Mk23 zu kaufen?

Ahja, weil man die ultimative Waffen gesucht hat und sie erstaunlicherweise nicht in den USA gefunden hat...

03.05.2011

Olde Fashioned

Und es ist vielleicht einer der Treppenwitze der Geschichte dass man am Ende von der ganzen Sache, all den Milliarden zum trotz die man bei GA, Ryan, ND und Sonstwo in irgendwelche JDAM und Hellfire-werfenden Drohnen gesteckt hat, den ollen Bin Laden mit einer 5,56mm Kugel um die Ecke gebracht hat, verschossen aus einer Waffe die Gene Stoner vor 60 Jahren in einem Schuppen in Illinois zusammengeschustert hat.

Das sei nur all jenen ins Stammbuch geschrieben die seit Jahren daran glauben mit all dem hypermodernen Schrott, vorzugsweise aus Flugzeugen, irgendwas ändern zu können. Sowohl Saddam als auch Osama wurden durch Ye Olde Infantery aufgebracht während sich die Air Force darauf beschränkt Hochzeitsgesellschaften zu zerbomben.

Vielleicht realisiert man dann auch dass man den Rest der Geschichte, also all das was in AStan und dem Irak noch so aufzuräumen wäre, mit einem Sturmgewehr und einem Corporal eher beseitigen kann als mit einem Captain und einem 115 Millionen Dollar-Flugzeug.

Aber daran verdient man bei GA, Ryan, ND oder Sonstwo nicht soviel...

02.05.2011

Osama bin Laden Forever

Noch etwas schlaftrunken richt ich mich in meinem Bett auf, während der Radiowecker die Nachrichten rausgeplärrt hat. "Barack Obama tot", hör ich da, und ich schwör, ein Teil von mir hat sich gefreut. "Osama bin Laden ist tot, verkündet Barack Obama", so wars dann tatsächlich.

Wobei ich mir sicher bin dass der Tod des einen der Welt mehr gebracht hätte als der tatsächliche Tod des anderen.

Denn wer glaubt dass der Tod des bärtigen nierenkranken saudischen Millionärs in seiner Villa in Pakistan irgendwas ändert (und leider sind das, vom planlosen Pöbel mal abgesehen, auch sehr viele Leute die eine Menge Geld für ihre Fachmeinung bekommen) hat einen an der Waffel.
Jahrelang hat man den Kerl in irgendeiner Höhle im Outback von AStan gesucht, während er in Wirklichkeit in seiner Villa am Stadtrand von Islamabad gewohnt hat.
Gedeckt natürlich durch den ISI, einer jener Vereine deren Ausrottung weit mehr Priorität haben sollte als jene des Shisha-rauchenden YouTube-Star...
Aber ich vergass, die Pakis sind ja die Guten, genau wie die Saudis die jedem Irren mit einem Sprengstoffgürtel den Sprengstoff bezahlen. Oder wie die Iranis die jedem antiisraelischen Spinner MANPADS und Drohnen und Artillerraketen frei Haus liefern...
Aber die greift man nicht an...

Stattdessen feiert man jetzt. Was eigentlich? Seit weit über 15 Jahren hat man den Typ gesucht, dabei haben die USA mehr als 4 Billionen Dollar in den Sand gesetzt und 6,000 Mann verloren, zwei Kriege begonnen und auf die Frage wann man ihn denn endlich fassen würde gabs stets nur die "When its done"-Antwort.

Ich schwör euch, dem Broussard würds gefallen. Und "What a mess" ist dabei noch einer der harmloseren Kommentare der mir dazu einfallen würde.

(Und über die Tatsache dass die Ermordung - und das ist es letztlich - von Bin Laden eigentlich ein Rechtsbruch ist, widerspricht neben einem halben dutzend internationaler Gesetze die die USA wohl ignorieren nämlich auch EO11905 - und die können sie schwer ignorieren, kann das alles auch nur schwer hinwegtäuschen... und der Kasper kriegt den Friedensnobelpreis...)

28.04.2011

War is where the brain is not

Seit Jahren bin ich schon Storyline-geschädigt. Massives World in Conflict, welches nur durch enorm heftiges scripting im SP spielbar ist (und da durchaus ganz spassig und gut inszeniert) im MP aber (zumindest für Leute wie mich, bei denen Warfare mehr als ein Untertitel im letzten CoD ist) eine grausame Abomination ist baut auf einer Storyline auf die gut aus der Feder der 1000 Affen mit den 1000 Schreibmaschinen stammen könnte. Sowjetische Invasion in den USA - natürlich, klar. Dass man dann noch per SRAM ein MotSchützen-Bataillon toasten muss um einen fiktiven SDI-Stützpunkt zu schützen aber komplett vergisst dass die Sowjets dabei ohnehin schon Kitsap eingesackt haben - nur das grösste Nuke-Lager ausserhalb der Sowjetunion.

Getoppt wird das ganze aktuell in THQs Homefront - da gibts nämlich gleich eine nordkoreanische Invasion (!!!) in den USA. Nein, nicht die ausgemergelten unterernährten Conscripts in grünen Wolluniformen- die 2025-Variante in schnittigen Uniformen die mehr wie eine Brut von Space Marines agiert als eine abgefuckte Third-World-Army. Autonome millimeterradar-gesteuerte 20mm Geschütztürme auf JCB-Chassis? Klar.

Aber wenig verwunderlich. John Milius, der schon den schrecklichen Red Dawn geschrieben hat (ihr wissts schon, der Film wo Patrick Swayze im Alleingang die sowjetischen Invasoren (ahja... here we go again) besiegt, mit ein paar Garands...) zeichnet auch für Homefront verantwortlich. Und da wird halt eine Story aufgezogen die - ja genau, wie die Affen mit den Schreibmaschinen ist. Möglich? Ja. Wahrscheinlich? Nein.

Geschrieben wie Orcis Star Trek-Script mit unendlich vielen an den Haaren herbeigezogenen Zufällen ist das Spiel einen Beleidung der Intelligenz der Spieler. Aber ansonst ist das einzige Manko die viel zu kurze Kampagne. Und die Helikoptermission ist wohl die beste Fliegerei die ich seit Comanche 4 gespielt habe...

(Mann, zuweilen seh ich den Sinn hinter safe search. Ich geb "blindfolded" bei der Bildersuche ein und zwei Drittel der Ergebnisse sind Pornographie...)

21.04.2011

Regelwerke

Seit etwas mehr als einem Jahr befind ich mich in der Tretmühle die mein neuer Job ist (ihr wisst schon, das war das und dann das). Und bis jetzt konnt ichs verhindern darüber zu schreiben.

Aber der Frust den ich aktuell mit mir rumtrage würde schon einen längeren Eintrag bedingen, samt Anspielungen auf Ghostbusters, den Billa-Hausverstand und noch einiges anderes.

Aber das muss nicht sein. Lieber geb ich hier die 14 Regeln den Kelly Johnson wieder, jene Regeln die heute keine Sau mehr interessieren weil sie der modernen Business-Doktrin widersprechen. Und weil sie zu erfolgreich sind.
1. The program manager must be delegated practically complete control of his program in all aspects. He should have the authority to make quick decisions regarding technical, financial, or operational matters.
2. Strong but small project offices must be provided both by the military and the industry.
3. The number of people having any connection with the project must be restricted in an almost vicious manner. Use a small number of good people.
4. Very simple drawing and drawing release system with great flexibility for making changes must be provided in order to make schedule recovery in the face of failures.
5. There must be a minimum number of reports required, but important work must be recorded thoroughly.
6. There must be a monthly cost review covering not only what has been spent and committed but also projected costs to the conclusion of the program. Don't have the books ninety days late and don't surprise the customer with sudden overruns.
7. The contractor must be delegated and must assume more than normal responsibility to get good vendor bids for subcontract on the project. Commercial bid procedures are often better than military ones.
8. The inspection system as currently as currently used, which has been approved by both the Air Force and the Navy, meets the intent of existing military requirements and should be used on new projects. Push basic inspection responsibilities back to the subcontractors and vendors. Don't duplicate so much inspection.
9. The contractor must be delegated the authority to test his final product. He can and must test it in the initial stages.
10. The specifications applying to the hardware must be agreed in advance of contracting.
11. Funding a program must be timely so that the contractor doesn't have to keep running to the bank to support government projects.
12. There must be absolute trust between the military project organization and the contractor with very close cooperation and liaison on a day-to-day basis. This cuts down misunderstanding and correspondence to an absolute minimum.
13. Access by outsiders to the project and its personnel must be strictly controlled.
14. Because only a few people will be used in engineering and most other areas, ways must be provided to reward good performance by pay not based on the number of personnel supervised.

18.04.2011

Endless

Wenn wir schon von Friedhöfen sprechen: Ja, grad auf solchen Friedhöfen liegt oft recht interessantes Zeugs rum.

In AMARC kugeln heute noch einige steinalte F-106 aus San Diego rum (eine aus Nellis und eine aus Dryden), frisch aus den Tracorschen NULLO-Werken, nie beschossen. Ebenso wie eine Interceptor-Voodoo die früher mal in Niagara Falls geflogen ist und seit 30 Jahren in Arizona vor sich hin rostet. Auch eine einzelne F-100, vormals Sioux City, steht dort rum.

Aber von dem alten Schrott abgesehen gibts dort auch Kuriositäten, Flugzeuge denen ein kurzes Leben beschieden war. Die einstmaligen C-14 und C-15-Prototypen etwa.
Das Mock-Up der A-12, wie vorhin schon erwähnt, findet sich ja in Fort Worth.

Zeugs welches dort noch rumkugelt, neben diversen Raketen Nortonscher Provinienz, sind diverse Wracks, und die eine odere andere MiG aus Have-Zeiten.

Gegenstück zu Davis Monthan gibts im wesentlichen keines auf der Welt. Aber auch die Schrottplätze auf manchen russischen Basen sind es immer wert betrachtet zu werden - auch dort steht mancher Pipe Dream jetzt rostend rum. In Zhukovsky finden sich noch einige Chargers und Mystics und in Rhzev stehen genug ausgemusterte Foxhound rum um damit den dritten Weltkrieg anzuzetteln - und wahrscheinlich auch zu gewinnen.

Eh bizarr genug dass an solchen Orten mehr Kampfkraft rumsteht als die meisten Nationen ausserhalb der NATO jemals haben werden man aber trotzdem lieber Milliarden in die F-35s und T-50s dieser Welt bläst. Aber klar, auch die nächste Generation der Friedhöfe muss gefüllt werden...

12.04.2011

Am Sand

Und während die Adla und die RAF fröhlich über Lybien Kreise fliegt und nicht so recht weiss was man eigentlich machen will wirds in Mons und Stuttgart schön langsam ernst.

In der EU macht man sich ernsthaft Gedanken die EUBGs in den Einsatz zu schicken, quasi als eine Art neumoderner AMF. Diesmal halt nicht in die Kälte Norwegens, sondern in den Sand Lybiens.

Das ist ja alles ganz schön, aber eher fraglich ist ob sich das jemand überlegt hat. Das Konzept der EUBGs ist ohnehin schon sehr fraglich (erinnert mich an die Komposit-Divisionen der ARNG, Einheiten deren Kampfwert eh immer fraglich war, im Falle der Battle Groups halt von Divisions auf Regimentgrösse runtergebrochen), aber ich wett dass sich keine Nase Gedanken gemacht hat wie man so was überhaupt sustainen will, und auch womit. Gibt halt bei uns keinen Jungs in Scott die für nahezu jedes Deployment irgendwo einen Plan haben was man wann womit hinkarrt und fast wichtiger was man denen wann womit hintenachkarrt damit die nicht nach 5 Tagen am Zahnfleisch gehen.

Weil Battlegroup sagt sich so einfach wenn man seit Jahr und Tag damit kalkuliert von der Air Force und der Navy gratis mitversorgt und transportiert zu werden, wird jedoch ein bissel blöd wenn man plötzlich feststellt dass die eigene Transport- und Versorgungsfähigkeit, nun, durchaus passend, am Sand ist.

11.04.2011

Diktatoren...

Jetzt weiss ich gar nicht was ich sagen soll. Zum ersten Mal scheints so als ob ein westliches Land nicht nur seine Eier gefunden hat sondern auch den dazupassenden Verstand. Die Franzmänner, die sich gerade als neue Weltmacht etablieren wollen, haben den Gbagbo kassiert.

Da werden doch glatt Erinnerungen an den Noriega wach.

Wenn schon die NATO irgendwelche Abenteuer sucht dann mögen sie doch bitte dort weitermachen und die ganzen Negerdiktatoren aus Afrika ausräumen. Ich mein, wozu sitzt AFRICOM in Stuttgart denn sonst rum?

Wär unendlich gscheiter wenn man endlich die ganzen Diktatoren in Afrika - Präsidenten nur am Papier - ausräumen würde.
Aber wer will das schon. Ausgebildet meist auf Eliteunis im Westen, ausgerüstet von den Sowjets mit MiG-23ern und T-62ern, unterstützt von den Chinesen liefern diese Länder billige Baumwolle, Bananen, Kaffee, Uran und Aluminium. Wen störts dabei schon dass es gelegentlich einen kleinen Genozid gibt.

Insofern ist das schon bemerkenswert wenn dann so ein Kerl tatsächlich mal abgesägt wird, nicht von Leuten in Lumpen mit nem K, sondern von uniformierten Kerlen mit einer C7, FAMAS oder G36.

Das ist fast schon Aussenpolitik der Marke Marshall - leider wird sich das in der realen Welt auf Ausnahmen beschränken. Oder Computerspiele.

10.04.2011

Sucker Punch

Ich war also gestern im Kino. Wie eben der Titel schon sagt, Sucker Punch. Snyder, der ja auch für Watchmen und seine Version unserer 157 verantwortlich zeichnet hat hier etwas abgeliefert was... naja, ich weiss nicht. Ich hab mich während dem Outro am Kopf gekratzt. Weder war mir ganz klar was ich gesehen habe noch was er damit bezwecken wollte.

Na wie auch immer. Da ich aber vor kurzem mit meiner M4 (in Sucker Punch hätt ich die Werkzeuge als M1991, HK416, UMP, und MP5K identifiziert - passend dass man die Deutschen mit deutschen Waffen ausgerottet hat) auf einer schneebedeckten Insel rumgestapft bin um Typen aus Deutschland, England und sonstwo daran zu hindern unsere MTVRs zu sprengen sind Snyders Actionsequenzphantasien vielleicht viel mehr als eine schlichte Parabel oder Metaphorik.

Und alle möglichen fiktiven Streitkräfte noch dazu... myohmy. Um Shakespeare ein bisschen durch den Fleischwolf zu drehen, "All the world's a lunatic asylum, and all the men and women merely inmates." Und wenn dir das Leben zu zwider wird denkst dir deine eigene Realität aus.

Und das ist ja letztlich nicht so anders wie in der Verteidigungspolitik. Auch dort denkt sich mancher seinen eigene Realität aus... Und so viel Unterschied zwischen der Rossauer Kaserne und dem Narrenturm ist ja auch nicht. Oder dem Pentagon und dem Parkview. Oder Whitehall und dem Bethlem, for that matter.

09.04.2011

Kommandosache

Es wird den meisten aufgefallen sein (oder eigentlich allen die hier nicht zum ersten Mal landen, sonst würd ich nämlich einen Besuch beim Augenarzt empfehlen) dass das Red Pill-Bild samt Link in der rechten Leiste verschwunden ist und seitdem ein grosses Command-Banner über den Einträgen prangt.

Ja, es gibt mittlerweile einen offiziellen Namen: Command - Modern Air/Naval Operations. Command für kurz, oder gelegentlich auch CMANO. Ja, der Titel gibt das Spiel eigentlich recht genau wieder - aber echte Marketing-Fritzen hätten sich sicherlich was schlagkräftigeres ausgedacht.

Wobei, Command wird ja nach den Johnsonsen Grundsätzen entwickelt. Und da geht halt das Produkt vor und solche Overhead-Spompanadln wie Marketing werden zusammengestrichen. Zumindest solange sich nicht ein echter Publisher das Spiel krallt. Und das ist ja durchaus gut so. Bei Harpoon 4 wurde ja das Spiel aus marketingtechnischer Hinsicht aufgezogen und schlussendlich auch aus marketingtechnischen Gründen wieder abgeschossen. Grad UBI die sich einen Scheiss um die Spieler scheren und Spiele nur des Geldes wegen auf den Markt prügeln hätte eine Nischensimulation rausgebracht...

Leider liegt bei Command noch immer vieles im Dunkeln. "When its done" hat spätestens seit dem Duke diesen Forever-Nachgeschmack - des wird nie fertig. Klar, aktuelle Spiele (um da wieder vor allem in Richtung UBI zu schielen) werden ja am Releasetermin rausgepeitscht auch wenn sichs dabei um lauwarme Betas handelt. Das will hier keiner. Aber wenn man sich nicht einen Termin setzt läuft man Gefahr das selbe zu machen was Broussard mit dem Duke machte: vor lauter tollen Sachen die noch rein müssen nie fertig zu werden. Und so wie man bei Command aktuell auf die Community eingeht (was ja prinzipiell gut ist) hat man schon einen ganzen Berg an Features rumliegen die "unbedingt" noch rein müssen. (Ich denke da nur an die unendliche Geschichte mit dem Faktor Mensch, also irgendeiner Art von Veterancy Levels.)

Aber genug der Unkenrufe. Ich warte schon gespannt darauf. Wird Zeit den ganzen Schmarrn über fiktive Streitkräfte mal umzusetzen und meine stolzen Luftstreitkräfte gegen die FA antreten zu lassen...

30.03.2011

Buchstabensuppe

Um die Bezeichnung von Kriegsschiffen und das wozu die Kähne selbst geworden sind zu verstehen müssen wir die Geschichte ein bisschen aufrollen.

Das klassische Kriegsschiff war ja immer der Kreuzer. Wurscht wie das Ding letztendlich hiess, aber ursprünglich war das ein Ding mit Kanonen um andere Schiffe zu zerstören. Auch wenn die ersten Kreuzer die Verdrängung eines modernen Zerstörer hatten... Kreuzer, oder Cruiser, bezeichnet letztendlich ziemlich genau die Aufgabe des klassischen Kreuzers: show of flag und Patrouille.

Mit zunehmendem technologischen Forschritt wurde das Ding jedoch immer grösser und schwerer und es branchten Varianten heraus. Der ursprüngliche Kreuzer wurde zum leichten Kreuzer (U.S.S. Chester, 1908, 3.810 t - U.S.S. Roanoke, 1949, 14.700 t), die grössere Variante wurde zum schweren Kreuzer (U.S.S. Maine, 1895, 6.790 t - U.S.S. Salem, 1949, 17.000 t) und irgendwann kam als outgrowth das Schlachschiff heraus (U.S.S. Indiana, 1895, 10.290 t - U.S.S. Wisconsin, 1944, 45.000 t). Noch grössere Trümmer (die Montanas mit 70.000 t Verdrängung) waren den Japanern vorbehalten. Das Loch zwischen schweren Kreuzern und Schlachtschiffen versuchte man zeitweise mit Schlachtkreuzern zu schliessen (U.S.S. Guam, 1944, 34.300 t).

Nicht viele Marinen konnten sich jedoch diese zunehmen grösser, komplexer und teurer werdenden Monster leisten. Mit dem aufkommen des Torpedos konnte man jedoch selbst auf kleine Schiffe eine enorme Feuerkraft draufmontieren. Diese Torpedoboote konnten aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Grösse die Verteidigung der Kreuer unterlaufen und einen zerstörerischen Schlag durchführen.

Die Marinen wappneten sich dagegen mit einem speziellen Schiffstyp welcher diese Torpedoboote zerstören sollte, dem Torpedobootzerstörer. Der klassische Zerstörer eben (U.S.S. Bainbridge, 1903, 540 t - U.S.S. Fletcher, 1980, 8.040 t) welcher mit aufkommen des Flugzeuges zunehmend die Rolle eines Eskortschiffes übernahm.

Auch eine zweite Waffe sollte den Torpedo einsetzen, das U-Boot. Anders als die Torpedoboote war es die ursprüngliche Aufgabe des U-Bootes zivile Schiffe anzugreifen. Auch hier mussten sich die Marinen wappnen, mit speziellen Schiffen die Konvois eskortieren sollten. Diese leichteren (U-Boot-)Zerstörer wurden Zerstörereskorten genannt. (U.S.S. Bayntun, 1942, 1.420 t - U.S.S. Moinester, 1974, 3.880 t)

Für eine Fregatte war da kein Platz. Die klassische Fregatte aus der guten alten Zeit war ein Schiff welches speziell zur Unterstützung des Kreuzers (Galleone, später Linienschiff) gedacht war - kleiner, leichter und vor allem schneller aber auch mit der selben Aufgabe, Schiffe versenken. Dabei wurden sie als Scouts und Hitrunner eingesetzt.

Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich vieles. Panzerung und Geschütze wurden zunehmend obsolet und die Gefahr kam zunehmend aus der Luft. Die kurzlebige Idee spezielle Flak-Kreuzer zu bauen wurde zu vollständigen Luftabwehrschiffen ausgebaut. Diese schnellen Schiffe in Zerstörergrösse sollten vielseitig verwendbar sein und die Kampfgruppe absichern. Man erinnerte sich der Fregattenbezeichnung und bezeichnete die Schiffe als Fregatten, klassifizierte sie jedoch als Führungszerstörer (grosse Zerstörer quasi) (U.S.S. Farragut, 1960, 5.800 t - U.S.S. Arkansas, 1980, 9.470 t)

Und dann ist man in den 70ern draufgekommen dass, nachdem die ganzen Weltkriegskreuzer schön langsam zu Bruch gegangen sind, man kaum mehr Kreuzer hatte während bei den Sowjets eimerweise Krestas, Sverdlov und Karas rumfuhren. Granted, die Dinger waren kaum grösser als eine moderne Burke, aber sie wurden halt Kreuzer genannt. ("Kreyser")

Also hat man im 75er Jahr fröhlich rumdesignated. Aus den Destroyer Escorts wurden fröhlich Frigates gemacht (um damit etwa das abzubilden was im Rest der NATO schon fröhlicher Unsinn/Usus war). Aus den Destroyer Leaders wurden Cruisers gemacht. Und zu allem Überfluss wurden aus den geplanten neuen Zerstörern auch gleich prophylaktisch Kreuzer gemacht (das waren die Ticos).

Ja, das was vor 40 Jahren allesamt Zerstörer waren, und damit durchaus auch korrekt klassifiziert, wurde auf alle modernen Schiffsklassen ausgewälzt. Von der Brooke und Perry am unteren Ende bis zur California und Virginia am oberen Ende - das sind eigentlich allesamt Zerstörer. Auch in punkto Aufgaben und Combat Power ist nicht mehr allzuviel Unterschied. Alles wird mit AEGIS und VLS zugepflastert, wurscht wie gross.

Nicht umsonst ist die Weiterentwicklung der Fregatten und Kreuzerlinie, die ja nur untersetzte bzw. aufgeblasene Zerstörer sind, bei der Navy quasi eingestellt. (Von der Pseudokorvette LCS, für die man nicht mal Verwendung hat, red ich lieber nicht...)
Kein Mensch baut mehr echte DEs, DLs, DDGs oder CLs. All for one heisst das Zauberwort. Zumindest so lange bis wieder irgendwo irgendein Spinner einen nuke-getriebenen 24.000 Tonnen-Kreuzer hinstellt und man bei der Navy wieder die Grausbirnen kriegt...

17.03.2011

Zu spät

Wissts noch, damals in der schlechten alten Zeit? Als unsere traurige Politikerkaste Landesverteidigung komplett ignoriert hat und die Staatskasse lieber dem Konsum und dem ÖGB hint reingeblasen hat? Weil man wenn der Ivan gekommen wär ja vom White Knight im blauen Cape, der NATO gerettet worden wär.

Jaja... frag nach in Libyen. Auch dort hat man auf die NATO gewartet. Auf die UNO. Die Arabische Liga. Die Afrikanische Union. Die Xe. Wenauchimmer.

Gekommen ist keiner davon, nur Col. Muammars Armee. Die ist gerade dabei alles platt zu machen und die kleine Insurgency (a.k.a. Civil War formerly know as An attempt to overthrow an evil dictator) wieder zu beenden während obengenannte Organisationen (sans den Xe...) noch immer auf diesen Dienstag warten an dem man ihnen endlich einen Entscheidungsgenerator installiert.

Wobei, solang der Muammar den Franzmännern fröhlich Rafales abkauft haben die kein Interesse was zu ändern und die USA sind sowieso overstrechted wie ein Gummiringerl. Und sonst wird sich das keiner antun. Deswegen darf einer der ungustiösesten Dikatoren der in halb Afrika Krieg geführt hat und dem internationalen Terror über Jahrzehnte einen safe haven geboten hat auch weiter fuhrwerken.

Ja, das ist das bekannte Phänomen. Lieber nix tun, sonst könnt ja was falsches dabei rauskommen. Auch bekannt als die "Der Heinzi ist auf dem Klo"-Strategie. Dann kommt halt so was dabei raus. Oder sowas wie in Japan.

16.03.2011

Generation Golf

Wie die Welt "dort drunten", also im mittleren Osten (der aktuell nur deshalb nicht Mittelpunkt der Welt ist weil die Japaner grad Hiroshima-Gedächtniswoche zelebrieren), so funktioniert sieht man jetzt an der Reaktion der Saudis auf ihr bröselndes Nachbarland. Ihr wisst schon, das mit dem Grand Prix.

Obwohl das pro-Kopf-GDP von Bahrain mit dem von Südkorea vergleichbar ist lebt in dem Miniemirat nur die haute volee in Saus und Braus - der Pöpel lebt in Slums und betet brav gegen Mekka (welches in diesem Falle im Westen liegt).

Klar dass das der Königsfamilie Saud ein Dorn im Auge ist wenn dort wer aufbegehrt - könnte ja der eigene Pöbel auf dumme Ideen kommen. Also interveniert man gach mal.

Ja, in Bahrain können sie einmarschieren. Sonst ist die Kampfkraft der saudischen Streitkräfte, die ja im wesentlichen eine einzige Natl Guard ist, ja ähnlich hoch wie die des durchschnittlichen BCTs. Sind ja die Streitkräfte dort eigentlich nur dazu da der Königsfamilie Schmiergelder zukommen zu lassen. Meine Grüsse gehen da ganz besonders an die Jungs bei der BAE.

So marschiert man also in Bahrain ein. Denn den Saudis, genauso wie allen anderen dort drunten, ist es am Liebsten wenn der Status Quo aufrecht erhalten wird. Bloss kein Krieg, aber immer nahe genug dran um den Rest der Welt in Geiselhaft halten zu können.

Den Grand Prix werden sie dort aber nicht mehr zurückbekommen. Das einzige was dort drunten fährt, am Golf, ist höchstens das Auto, der Golf.

15.03.2011

No longer so big in Japan

Meinen Eintrag vom Samstag kann ich mir wohl in die Haare schmieren, und meine Replik in den Kommentaren auch. Die Japaner habens geschafft einen geSCRAMten Reaktor über vier Tage auf INES 6 hocheskalieren zu lassen (granted, aktuell ist es wohl noch INES 5, aber es kann sich nur mehr um Stunden handeln) und damit als erste Nation ausserhalb der CCCP etwas zu produzieren was man als bedrohlichen Nuklearunfall bezeichnen kann. Im Gegensatz zu den Sowjets die eh nicht viel auf die Reihe brachten tut man sich aber schwer das bei den Japanern einzuordnen - die galten immerhin als Technologienation.

Und sogar im Abklingbecken dampfts ihnen das Wasser weg - dabei ist der Pazifik keine 200 yards entfernt. Mir kann keiner erzählen dass man in vier - fucking Four! - Tagen nicht eine technische Lösung findet, wurscht wie provisorisch und den Kreislauf füllen kann. Ja, dann ist der Reaktor kaputt - aber das ist immer noch besser als über ganz Japan verteilt. Aber mir schon klar, mit Vorsatz macht sich der Betreiber das Ding nicht kaputt, man will ja damit noch Geld verdienen.

Dass Japan jetzt tot ist, auf einem ähnlichen Stand wie 1945, mit kaputter Infrastruktur und verstrahlt, ist ohnehin niemand entgangen. Was das für die Weltwirtschaft bedeutet will man sich nicht vorstellen (wie der marode Kapitalismus eines seiner wichtigsten Länder auf einmal aus dem Dreck ziehen soll möcht ich sehen...), was das für die Geopolitik bedeutet sollte man sich rechtzeitig überlegen, vorzugsweise bevor jemand die Lage nutzt. Denn wenn ein kleines Hochwasser bei uns schon die Flugzeugflotte beschneidet wird das was den Japanern wiederfahren ist wohl dazu führen dass die JSDF in den nächsten 10 Jahren keinen einzigen Yen mehr sehen, höchstens für neue Schaufeln.

(Mit ein bisschen mehr Zynismus könnte man auch meinen "Do you really want to live forever?" oder "Set it alight")

10.03.2011

Saving Full Metal Apocalypse Harbour

Gestern gabs, auf einem der Kanäle der hinteren Seiten, eine durchaus beachtliche Historienverfilmung zu sehen. Dort wurden die Geschehnisse von jenem 7. Dezember wiedergegeben, irgendwo im Pazifik. Der Angriff auf Pearl Harbour.

Nein, ich rede nicht von der Version mit Kate Beckinsale. Sondern von der Verfilmung aus den 60ern die ganz unfreiwillig in Cheese absäuft. Tora! Tora! Tora! - ein Film mit genug overacting um damit ein dutzend 80er-Jahre-Action-Flicks zu füllen, sowie genug schlechten Bluescreen-Effekten für 20 College-Filme.

Dafür ganz ohne Ben Affleck. Ist ja auch was.

Das mit diesen Kriegsfilmen ist ja so eine Sache. Gedreht wird sowas schon seit einer halben Ewigkeit. Aber irgendwie sind es die post-1990 Sachen die in Erinnerung bleiben. Würd ich eine Top 11-Liste der Kriegsfilme machen, da wären nur solche Dinge à Black Hawk Down droben. Technisch perfekte Kriege, in HD und Surround. Da bleibt kein Platz für irgendwelche Wildgänse, Brücken und dreckige Nummern.

Ist das fair? Wer weiss das schon. In punkto Plot wahrscheinlich kaum. Platoon, FMJ und ApoNow, letzlich aber auch SPR und Pearl II sind schon sehr stupide Klischeefeuerwerke - wenn ich da an den umwerfenden Curd Jürgens zurückdenke krieg ich Kopfweh.

Und seit einigen Jahren spart man sich den Kriegsfilm ja eh fast komplett. Brauch ich nur CNN aufdrehen. Wobei, sagt einiges über die moderne Zeit aus dass Machwerke wie Katie Bigelows Hurt Locker mit dem neuen Affleck Jerry Renner mit Preisen überhäuft werden obwohl man sich nur kaum über ApoNow bewegt. Aber ja, heutzutage ist das weit politischer...

07.03.2011

Champions League

Mit 69 zu 72 haben wir gestern abgebissen, bei Charlie Foxtrot. Mit einem ganzen Berg an Disconnects und teilweise traurigem Lag.

Aber was noch schlimmer war, mit einer Operationsgrundlage die jeder Beschreibung spottet. Das Problem hier ist weniger die Einsatzleitung (auch wenn die wie Jose Mourinho agiert) sondern eher mehr dass das Szenariodesign von CF das schon legendär schlechte Missionsdesign dass die Bohemia-Spiele seit dem originalen OFP mitziehen mühelos übertrifft. Irgendwie hab ich mich dauernd an das selige World in Conflict erinnert. Auch dort haben es eine grottige Story und witzloses Missionsdesign fast geschafft eines der besten RTS ever kaputtzumachen.

Im Falle von WiC wars ein Kapitalverbrechen - da wird der kalte Krieg, indem es vor OMGs und Panzerschlachten in der Lüneburger Heide nur so wimmelt, mit Infanterie wiedergegeben die durch ein französisches Bergdorf wandert.

Im Falle von Bohemia ist man halt von OFP, indem man zumindest im Ansatz so was wie mechanisierte Kriegführung wiedergegeben hat, zu einem ArmAII abgefallen das den Blödsinn recht gut wiedergibt den die ISAF in AStan so aufführt. Ist dann auch wenig überaschend dass selbst MP-Schlachten in dieser Kerbe arbeiten.

Mit Krieg hat das nicht viel zu tun - da graben sich ganze Squads in Innenhöfen ein und anstatt innerhalb einer halben Sekunde annihiliert zu werden bekommen sies mit vereinzelten Infanteristen zu tun. Aber das reicht dann auch schon um die Schlacht zu gewinnen. Da ist er wieder dieser Jose Mourinho: lieber nix riskieren, lieber schön eingraben. Das funktioniert logischerweise nur wenn der Gegner nix dagegen unternehmen kann, weil er entweder nicht kann (wie die Taliban) oder darf (wie in CF). Aber im Gegensatz zur Champions Leage wirst im Krieg damit nicht gewinnen. Auch nicht im simulierten.