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22.05.2011

Big Wheelus keep on burning

Was passiert wenn man eine Wagenladung JDAMs über Tripolis aussem Flugzeug wirft?
Ungefähr sowas:


Darum hat man Airpower - probier so was mal mit einer taktischen Luftflotte. Dafür bräuchtest eine ganze Staffel Striker. But only one B-2. (Harhar... danke an Krüger für diesen Schmäh)

Schön dass sich bei Command auch weiter was tut - als ich die ersten Screens gesehen hab war man bei Build 85, jetzt sinds 144. Damit lebt die Hoffnung weiter dass wir in absehbarer Zeit ganze Herden von sowas mit ganzen Hundertschaften von Bomben gegen irgendwelche Airfields in Rotchina oder der DDR schicken können...

Und natürlich entbehrt es nicht einer gewissen Ironie dass die 17th AF ausgerechnet jenen Laden bombardiert (nicht nur im Video, auch IRL) an dem sie vor Jahren selbst noch das Büro hatte und an dem heute noch die Gedenkplaketten für die abgestürzten USAAF-Kameraden hängt.

28.04.2011

War is where the brain is not

Seit Jahren bin ich schon Storyline-geschädigt. Massives World in Conflict, welches nur durch enorm heftiges scripting im SP spielbar ist (und da durchaus ganz spassig und gut inszeniert) im MP aber (zumindest für Leute wie mich, bei denen Warfare mehr als ein Untertitel im letzten CoD ist) eine grausame Abomination ist baut auf einer Storyline auf die gut aus der Feder der 1000 Affen mit den 1000 Schreibmaschinen stammen könnte. Sowjetische Invasion in den USA - natürlich, klar. Dass man dann noch per SRAM ein MotSchützen-Bataillon toasten muss um einen fiktiven SDI-Stützpunkt zu schützen aber komplett vergisst dass die Sowjets dabei ohnehin schon Kitsap eingesackt haben - nur das grösste Nuke-Lager ausserhalb der Sowjetunion.

Getoppt wird das ganze aktuell in THQs Homefront - da gibts nämlich gleich eine nordkoreanische Invasion (!!!) in den USA. Nein, nicht die ausgemergelten unterernährten Conscripts in grünen Wolluniformen- die 2025-Variante in schnittigen Uniformen die mehr wie eine Brut von Space Marines agiert als eine abgefuckte Third-World-Army. Autonome millimeterradar-gesteuerte 20mm Geschütztürme auf JCB-Chassis? Klar.

Aber wenig verwunderlich. John Milius, der schon den schrecklichen Red Dawn geschrieben hat (ihr wissts schon, der Film wo Patrick Swayze im Alleingang die sowjetischen Invasoren (ahja... here we go again) besiegt, mit ein paar Garands...) zeichnet auch für Homefront verantwortlich. Und da wird halt eine Story aufgezogen die - ja genau, wie die Affen mit den Schreibmaschinen ist. Möglich? Ja. Wahrscheinlich? Nein.

Geschrieben wie Orcis Star Trek-Script mit unendlich vielen an den Haaren herbeigezogenen Zufällen ist das Spiel einen Beleidung der Intelligenz der Spieler. Aber ansonst ist das einzige Manko die viel zu kurze Kampagne. Und die Helikoptermission ist wohl die beste Fliegerei die ich seit Comanche 4 gespielt habe...

(Mann, zuweilen seh ich den Sinn hinter safe search. Ich geb "blindfolded" bei der Bildersuche ein und zwei Drittel der Ergebnisse sind Pornographie...)

09.04.2011

Kommandosache

Es wird den meisten aufgefallen sein (oder eigentlich allen die hier nicht zum ersten Mal landen, sonst würd ich nämlich einen Besuch beim Augenarzt empfehlen) dass das Red Pill-Bild samt Link in der rechten Leiste verschwunden ist und seitdem ein grosses Command-Banner über den Einträgen prangt.

Ja, es gibt mittlerweile einen offiziellen Namen: Command - Modern Air/Naval Operations. Command für kurz, oder gelegentlich auch CMANO. Ja, der Titel gibt das Spiel eigentlich recht genau wieder - aber echte Marketing-Fritzen hätten sich sicherlich was schlagkräftigeres ausgedacht.

Wobei, Command wird ja nach den Johnsonsen Grundsätzen entwickelt. Und da geht halt das Produkt vor und solche Overhead-Spompanadln wie Marketing werden zusammengestrichen. Zumindest solange sich nicht ein echter Publisher das Spiel krallt. Und das ist ja durchaus gut so. Bei Harpoon 4 wurde ja das Spiel aus marketingtechnischer Hinsicht aufgezogen und schlussendlich auch aus marketingtechnischen Gründen wieder abgeschossen. Grad UBI die sich einen Scheiss um die Spieler scheren und Spiele nur des Geldes wegen auf den Markt prügeln hätte eine Nischensimulation rausgebracht...

Leider liegt bei Command noch immer vieles im Dunkeln. "When its done" hat spätestens seit dem Duke diesen Forever-Nachgeschmack - des wird nie fertig. Klar, aktuelle Spiele (um da wieder vor allem in Richtung UBI zu schielen) werden ja am Releasetermin rausgepeitscht auch wenn sichs dabei um lauwarme Betas handelt. Das will hier keiner. Aber wenn man sich nicht einen Termin setzt läuft man Gefahr das selbe zu machen was Broussard mit dem Duke machte: vor lauter tollen Sachen die noch rein müssen nie fertig zu werden. Und so wie man bei Command aktuell auf die Community eingeht (was ja prinzipiell gut ist) hat man schon einen ganzen Berg an Features rumliegen die "unbedingt" noch rein müssen. (Ich denke da nur an die unendliche Geschichte mit dem Faktor Mensch, also irgendeiner Art von Veterancy Levels.)

Aber genug der Unkenrufe. Ich warte schon gespannt darauf. Wird Zeit den ganzen Schmarrn über fiktive Streitkräfte mal umzusetzen und meine stolzen Luftstreitkräfte gegen die FA antreten zu lassen...

03.04.2011

Akimbo

Als "ernsthafter" (for whatever that means) PC-Spieler belächelt man die Kollegen an den Konsolen ja grundsätzlich. Mangels hardwaretechnischer Ausstattung wird selbst ein FPS mit dem Controller gespielt (ich hab dafür die schweineteuere Lasermaus rumliegen) oder sogar eine Flugsimulation (ahem...) - Cougar, anyone? Da wird dann eben ein Spiel gedowndumbed damit man das überhaupt noch machen kann (das führt dann zu den ganzen unsäglichen Deckungssystemen und dem blinden rausballern weils in der den Konsolen eigenen 3rd Person Ansicht möglich ist). Ha, ich hab GTA 4 ohne Deckungssystem gespielt - dank jahrelangem Training in den namhaften Taktikshootern bin ich wie ein SWAT-Mensch durchs feindliche Actionfilm-Sperrfeuer gezischt und hab Kopfschüsse verteilt.

Nur manchmal, da ist man den Konsolenmenschen tatsächlich was neidig. Klar, wenn du ein paar Leute zusammenhasst kann so eine Bewegungssteuerung schon ziemlichen Spass machen. Aber für den "ernsthaften" Gamer sind Dinge a la Wii Sport halt alleine ähnlich unterhaltsam wie Minesweeper.

Na, aufgrund der Erfahrungen im Verwandten- und Freundeskreis steht bei meinen Eltern seit Weihnachten auch so ein Wii-Teil rum. Und weil ich, wenn ich bei ihnen in der Pampa bin, da öfters mal gelangweilt bin (so wie jetzt auch, meiner Mutter Netbook taugt wohl zum Bloggen aber kaum zum Gamen) wollt ich gestern auch die Wii starten und bin bei der Suche nach den Controllern über eine komplette Zapper-Assembly und den aktuellen Teil der House of the Dead-Reihe gestolpert (Segas legendäre Railshooter-Serie, wers kennt). Courtesy meines Bruders... (in Deutschland, wenn wunderts, natürlich indiziert - ohnehin verwunderlich dass sich sowas auf die Wii verirrt)

Sodenn hab ich den Rest des Tages damit verbracht (nachdem ich herausgefunden habe wie man den schrecklich unergonomischen Zapper am besten verwendet - kein Wunder dass andere Buden komplette Fake-Pistolen und Gewehre für den Wii anbieten) Mutanten (weil das Z-Wort mögen die nicht, Shaun anyone?) erschossen. Furchtbar gewalttätig, furchtbar grauslich und furchtbar platt.

Hat aber furchbar viel Spass gemacht. Und gezeigt dass, obwohl die reichlich unpräzise Wii-Steuerung so was eben nur in QCB zulässt, das eine viel intuitivere Variante des erschiessen ist als all das point-n-click mit besagter Lasermaus in ArmA2 etwa. Mangels echter fühlbarer Verbindung mit der Waffe ist es in ernsthaften Spielen kaum jemals möglich brauchbar von der Hip oder über den Lauf zu schiessen, also mit Fast Aim ohne echte Verwendung der Sights oder des Scopes.

Aber daheim, auf der alten Nintendo-Konsole am Samsung-LCD da geht sowas.

Freunde, ich bin echt am überlegen mir eine PS oder XBOX zu besorgen, nur um damit genau sowas zu machen. Und House of the Dead kann man mit zwei Remotes sogar Akimbo spielen... How cool is that?

14.03.2011

Arbeitsplatte

Aus einem unerfindlichen Grund - wahrscheinlich eben wegen der Fukushima-Sache - bin ich am Wochenende als ich so in der Pampa vor dem Netbook meiner Mutter sass auf die Idee gekommen wieder mal nach einem Bombenspiel zu suchen.

Die sagenumwobene 3.0er Version von Bravo Romeo Delta, nie für PC erschienen, und selbst am Amiga am Rande der Obskurität.

Und doch, ich hab den Schmarrn irgendwo auf einem russischen Server ausgegraben, als altes ADF für die Amiga-Workbench. Nach ein bisschen rumspielen mit dem Emulator hab ich den Schmarrn tatsächlich gestern zum Laufen gebracht.

Noch ein bisschen Basteln damit das Zeugs schneller lauft, Auflösung und Maus anpassen und dann werd ich mal schaun ob das funktioniert.

Schad eigentlich dass es kein brauchbares Spiel für den Doomsday gibt - noch nicht, denn Red Pill (oder wie auch immer das ab nächster Woche dann offiziell heisst) könnte das durchaus werden. You wanna get fried to your BURGR?

07.03.2011

Champions League

Mit 69 zu 72 haben wir gestern abgebissen, bei Charlie Foxtrot. Mit einem ganzen Berg an Disconnects und teilweise traurigem Lag.

Aber was noch schlimmer war, mit einer Operationsgrundlage die jeder Beschreibung spottet. Das Problem hier ist weniger die Einsatzleitung (auch wenn die wie Jose Mourinho agiert) sondern eher mehr dass das Szenariodesign von CF das schon legendär schlechte Missionsdesign dass die Bohemia-Spiele seit dem originalen OFP mitziehen mühelos übertrifft. Irgendwie hab ich mich dauernd an das selige World in Conflict erinnert. Auch dort haben es eine grottige Story und witzloses Missionsdesign fast geschafft eines der besten RTS ever kaputtzumachen.

Im Falle von WiC wars ein Kapitalverbrechen - da wird der kalte Krieg, indem es vor OMGs und Panzerschlachten in der Lüneburger Heide nur so wimmelt, mit Infanterie wiedergegeben die durch ein französisches Bergdorf wandert.

Im Falle von Bohemia ist man halt von OFP, indem man zumindest im Ansatz so was wie mechanisierte Kriegführung wiedergegeben hat, zu einem ArmAII abgefallen das den Blödsinn recht gut wiedergibt den die ISAF in AStan so aufführt. Ist dann auch wenig überaschend dass selbst MP-Schlachten in dieser Kerbe arbeiten.

Mit Krieg hat das nicht viel zu tun - da graben sich ganze Squads in Innenhöfen ein und anstatt innerhalb einer halben Sekunde annihiliert zu werden bekommen sies mit vereinzelten Infanteristen zu tun. Aber das reicht dann auch schon um die Schlacht zu gewinnen. Da ist er wieder dieser Jose Mourinho: lieber nix riskieren, lieber schön eingraben. Das funktioniert logischerweise nur wenn der Gegner nix dagegen unternehmen kann, weil er entweder nicht kann (wie die Taliban) oder darf (wie in CF). Aber im Gegensatz zur Champions Leage wirst im Krieg damit nicht gewinnen. Auch nicht im simulierten.

15.02.2011

Never been so much fun!

Krieg ist ja bekanntlich kein Spiel, wie man so gerne sagt. Naja, in Zeiten von CoD und MoH ist das so wahr auch nicht mehr. Gut, genannte Beispiele haben wohl mehr mit Spiel als Krieg zu tun, aber die Horden an Onlinespielern die sich durch die Tretmühlen quälen (Americas Army, anyone?) haben zu einer Vermilitarisierung der Gesellschaft geführt, die den gestern angeführten Vorstössen der Krone irgendwie zuwider läuft. (Und ja, ich weiss...)

Anyway, wie ich vor geraumer Zeit schon mal angesprochen hab, finde ich mich gelegentlich auch in diesen Niederungen wieder. Und seit kurzer Zeit auch durchaus semi-professionell.

Charlie Foxtrot ist der Versuch durch, na nennen wirs mal Mitgliedsbeiträge, einen Server zu finanzieren auf dem sich eine ausgewählte Klientel zu gesupporteden und geumpireten MP-Schlachten in Platoon-Grösse trifft, inklusive Kommandostruktur und Funkverkehr. Mittlerweile halt auch ich. (Wobei, das halt ich ein bisschen wie Groucho Marx. Wenn so meatheads wie ich zu der Klientel zählen sagt das schon einiges aus...)

Zum Glück bedient man sich dabei nicht der oben genannten Spiele sondern der Zivilversion der Simulation die unter anderem auch die Army verwendet, Bohemias ArmA II, gemoddet.

Mal schaun... Kampagne 7 steht ins Haus und es wird sich Zeigen ob der Krieg tatsächlich niemals so viel Spass gemacht hat. Ich muss jetzt übrigens weiter, um acht gibts eine Trainingseinheit.

08.12.2010

Peelz here!

Ein bissel mehr als zwei Jahre ists jetzt her dass ich an dieser Stelle von Global Conflict 2 erzählt habe. Leider ist in diesen zwei Jahren nicht wirklich viel weitergegangen. Das Ein-Mann-Unternehmen Dewitt hat zu wenig Zeit um die ganzen grafischen Gimmicks ins Spiel zu bringen die halt heutzutage so üblich sind man aber für diese Art Spiel nicht braucht.

Aber zum Glück gibts da ja bald Abhilfe. Nach dem grausigen quasi-Ende welches die Harpoon-Serie nach der Übernahme durch Matrix genommen hat (inklusive hunderter neuer Bugs, vereinfachten Sensormodellen und der unschönen Geschichte Hum vs. Emsoy) haben sich die verbliebenen Hardcore-Harpoon-Fans, Leute die Jahre ihres Lebens in die Serie investiert haben und deren Fachkenntnisse über Modern Warfare unendlich grösser sind als meine, gedacht "Hey, das können wir doch auch..."

Und das konnten sie wirklich. Unter dem Arbeitstitel "Red Pill" (eine aus dem Matrix-Film übernommene Metaphorik und raus aus der Matrix zu kommen und in ein Wunderland) wird eine Art Harpoon 2010 entwickelt. Mit moderner Windows-GUI (inkl. Multimonitor-Support), einer Wagenladung von Features (amphibian warfare, mine warfare, ABM, veterancy levels... everything short of land combat) einer hochdetaillierten Geländedatenbank (samt frei zoom- und drehbarer unverzerrter Google-Earth-Type Weltkarte, inklusive Google-Earth-Overlays) und der wahrscheinlich grössten und detailliertesten Militärdatenbank (sowohl Dislokation/Aufbau als auch technische Parameter) die ausserhalb von Langley existiert.

"Möchten sie mehr wissen?" (Hey, ich wollt schon immer mal Starship Troopers zitieren...) Da könnt ich euch zum einen das vorgestern veröffentlichte Ingame-Video ansehen (die erste live-footage) oder ihr geht auf die Red Pill-Seite - ich hab den Link auf der rechten Seite meines Blogs hinzugefügt.

05.12.2010

Die Top 11...

PC-Games ever

Warum Top 11? Because I like to go one step beyond. (Copyright by Douglas Walker)

Wie immer natürlich höchst subjektiv und auf Spiele beschränkt die ich selbst gespielt habe. Do segts amoi wi oid I scho bin.


11. Bundesliga Manager Professional, KRON, 1991
Heutzutage haben Manager-Spiele schon ein Komplexizitätslevel über Falcon 4, aber damals hast du dir einfach die Millionen aufs Konto gecheatet, die Spieler zu 99er-Werten trainiert... und trotzdem nicht alles gewonnen. Und die Fallrückziehenden Pixelmännchen vermiss ich noch immer...

10. Carmageddon II: Carpocalypse Now, Stainless, 1998
Selbst heute versagt GT5 noch daran eine brauchbares Schadensmodell zu implementieren - während du hier schon vor einer Million Jahre dein Auto vergewaltigen dass du oft nicht mal wusstest wie das jetzt zustande kam. Ja, das Spiel war oft buggy und frustrierend, aber nix was spassiger als das kaputtrammen der anderen, wahlweise sogar am Deck eine Flugzeugträgers...


9. Joint Task Force, Most Wanted, 2006
Ganz abseits irgendwelcher Rush-Festivals a la C&C oder Starcraft hat man ein RTS gemacht welches nur durch nicht vorhandenen Support des Publishers (danke, Sierra) und enormer Dämlichkeit der Tester kaputt gemacht worden ist. NATO-Panzer durch ein überflutetes serbisches Dorf fahren, das war mal was neues.

8. Final Fantasy VIII, Square, 2000
Bevor Square vollends begonnen hatte den Verstand zu verlieren (also Teil 10 und später) kam der wohl beste Teil der Serie raus. (Wobei, die Serie war ja am PC nur 7 und 8...) Ganz ohne wochenlanges Chocobozüchten wie im Vorgänger, dafür mit heftig schwindliger Story hab ich so manchen "schulfreien" (ahem) Nachmittag genutzt auf den Lvl-100 Inseln XP zu sammeln.

7. Unreal Tournament 2004, Epic/DE, 2004
Technisch perfekt, genial umgesetzt und einfach simpel zu spielen - definitiv der beste Shooter ever. Mit UT3 hat man den Spagat hin zum Story-Based Shooter probiert und versagt. Nix hat schneller für gute Laune gesorgt als Bombrun auf Wolkenkratzern...


6. Delta Force: Black Hawk Down, Novalogic, 2003
Lang bevor irgendwelche Medal of Honour-Träger ihren Call of Duty erhielten gabs hier den Kampf gegen Insurgents zu sehen, Irene inklusive. Wenn du nicht gerade tatsächlich in Mog dabei warst war das das realistischte was du in die Finger bekamst. Am 50ern eines Humvees in den Häuserschluchten von Mog, da weiss du wie sich McKnight gefühlt haben musste.


5. Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield, Ubisoft/RSE, 2003
Damals als Ubi RSE noch nicht völlig umgekrempelt hatte und fortan nur mehr grindige Spiele mit dem Tom Clancy-Label produzieren sollte kam einer der besten Taktikshooter ever raus. Weniger Hardcore-Simulation als Rogue Spear aber noch immer Ewigkeiten weit weg von dem post-Lockdown-Schmarrn - nie wieder sollte sich die TMP so schön durch Südamerikaner schneiden.


4. Sid Meier's Alpha Centauri, Firaxis, 1999
Für viele der Zenith der Civilization-Reihe hat es Firaxis bis heute nicht geschafft das diplomatische System aus dem 11 Jahr alten Schinken wieder zu erreichen. Und die Hälfte der In-Game Concepts war so komplex das sie die KI nicht mal auf der höchsten Stufe verstand. Die meisten der User auch nicht...


3. Jagged Alliance 2, Sir-Tech, 1999
Ich mein... JA2. What more can I say. Als 1.13 ist das Spiel, seines Alters und seiner Unansehnlichkeit zum Trotz, noch immer nahezu allem überlegen was du am Markt findest. Aber die Battle Isle-Zeiten sind schon lange vorbeit, mit Runden kannst du heutzutage keinen mehr beeindrucken.


2. Ghostbusters: The Video Game, Terminal Reality, 2009
Ein gutes Spiel zu einem Film? Ein gutes Spiel zum Thema Ghostbusters? Ja, auch solche Dinge gibts - weil man sich nicht an die Filme gehalten hat und quasi Ghostbusters 3 in ein Spiel gepackt hat hat man einen 3rd-Person-Shooter geschaffen der in punkto Story und Kreativität seinesgleichen sucht.


1. Hoffentlich kommt das Spiel noch raus - denn sonst würds ja ab jetzt nur mehr bergab gehen.

27.09.2010

Narrgames

Na, gestern hat das Politpanoptikum Österreich wieder zugeschlagen. Im steirischen Wahlkampf hattest die Wahl zwischen den Kommies, den Neonazis, den angrennten Bauernbündlern und der windigen SPÖ.

Ganz wunderbar dass sich die FPÖ, das ist jene Partei die man in anderen Ländern schon längst per Gesetz verboten hätte, mal gach verdoppelt hat. Und das nur weil man ein Computerspiel gemacht hat.

Wie würden also die anderen Parteien ihre Stimmen verdoppeln?

Für die ÖVP würde sich Civilization anbieten. Die ganze Karte mit Farmen überziehen und in jeder Stadt eine Bank bauen. Blöderweise gibts ja im 5er Teil keine Religionen und Corporations mehr - sonst könnt man noch die Raiffeisen aufstellen und die christlichen Werte pflegen.

Für die Grünen würd sich das neue Gran Turismo anbieten. Minuten, Stunden, ja wochenlang kann man spielen, und am Schluss ist man wieder dort angekommen wo man am Anfang auch schon war - an der Startlinie. Aber man hat zumindest den Eindruck dass was weitergeht.

Für die SPÖ wärs wohl ein x-beliebiges Sportspiel von EA. Die letzte Innovation liegt gefühlte 100 Jahre zurück, aber mangels fähiger Konkurrenz und einer kritischen Wähl... äh, Kundenschaft ist man ewiger Marktführer ohne eigentlich zu wissen warum.

Für die KPÖ kann das nur die neueste Auflage von Lemmings sein (auf der PS3 von mir aus). Mit einem längst ausgelutschten Prinzip aus dem Jahre Schnee kann man immer noch genug Geld machen um zu überleben. Auch wenn sich alles darauf beschränkt in den Untergang zu laufen.

Und irgendwie steht man am Schluss vor dem selben Schluss wie WOPR... gewinnen kann man das Spiel nur indem mans gar nicht spielt...

26.09.2010

Unzivilisiert

Seit Freitag ziert also Civilization V meine Festplatte. Abgesehen von Ultima und Might and Magic ist man damit (gemeinsam mit Heroes of Might and Magic, Resident Evil und vieleicht noch dem ein oder anderen Spiel) an der Spitze der PC-Nummerierungskette. (Klar, jenes Spiel das mittlerweile die 14 im Titel trägt wird ewig unerreicht bleiben.)

Eigentlich eh erstaunlich wie man das gleiche Spielprinzip 20 Jahre lang verkaufen kann - das geht dann eh nur indem man ständig umrührt. Fast wie bei Heroes of Might and Magic V wo ja auch viele blutiger Mord geschriehen haben (granted, das lässt sich aus dem Englischen nicht brauchbar übersetzen) macht sich auch bei Civ 5 Entsetzen breit dass das Spiel eben kein Civilization IV komma 5 ist. Spione, Religionen und Gesundheit wurden ersatzlos gestrichen und die Slider und der Stack of Doom mussten einem neuen Konzept weichen.

Und viele werfen jetzt Firaxis natürlich vor auf der CivRev-Schiene weiterzuarbeiten. Überraschung. Welcome to reality guys. Mit einem rundenbasierten Spiel welches zeitweise schon zur masters thesis in applied economics gereicht hätte (vor allem schwer gemoddete Civ IV-Installationen waren oft eine reine Zahlenwand) kann man kaum brauchbare Verkaufszahlen erzielen - und an einem Spiel welches ein kleine Gemeinschaft bis 2015 in Grund und Boden moddet verdient Firaxis halt nix.

Denn ein bissel ists wie mit den Barbaren - die sind zwider, aber einfach nicht wegzubringen. Also arrangier dich mit ihnen, zivilisier sie. Genau das was Firaxis auch mit CivRev gemacht hat: die Konsolen zivilisiert. Und damit den Grundstein für ein Imperium gelegt.

05.09.2010

Einen Hawxn ausgreifn

Eines der Spiele das sich aktuell auf meiner "Kaufen"-Liste befindet ist Tom Clancy's HAWX 2 (siehe hier für den Vorgänger). Am PC wirds noch ein Zeitl dauern, auf den Konsolen ist es ja seit gestern schon erhältlich.

Amüsant sind immer die diversen Videos von solchen Spielen weil die, UBIs Konzernpolitik Spiele nur mehr für Konsolen zu entwickeln und eventuell später schlecht zu portieren sei Dank, immer die Konsolen (meist XBOX)-Variante zeigen. Und Shooter (yay, auch die Left 4 Dead Videos waren immer geil) oder Flugsi... Flugspiele sind halt das letzte was man mit einem Gamepad spielen sollte. Darum verwende ich das Gamepad für PES, die Maus für Left 4 Dead und den Cougar für HAWX. Damit stolper ich dann auch nicht durch die Spiele wie diejenigen die im Video spielen und wie die grössten Volldeppen wirken.

Ausschauen tät HAWX 2 ja ganz brauchbar. Scheinbar hat man die Story aus dem EndWar-Universum herausgerissen. Kein Artemis und keine Mirage III, stattdessen darf man den teuersten Fehlschlag in der Geschichte der Rüstungsindustrie für die Air Force pilotieren. Die F-35. Aber nach wie vor erscheinen gerade abgefeuerte Winders Sekunden später wieder unter deinem Flügel und die Anzahl an LGBs die eine popelige Viper schleppen kann würd einen Bone-Driver vor Neid erblassen lassen.

Also realistischer wirds auch diesmal nicht - alleine in der Demo darfst du schon eine Streitmacht angreifen die wohl jedem aktuelle einsatzfähigen Airframe der DA entspricht. Und das sind nur die russischen Separatisten. Aber wen kümmerts - es wird wieder eine Mordsgaudi werden Cobras unter Brücken zu fliegen und in Furballs rumzuturnen so gross wie Rio de Janeiro. Ich freu mich...

22.03.2010

Toast

Da ich mich ja aktuell durch Star Trek Online quäle halt ich es für angebracht kurz etwas anzusprechen was in den Spielen heutzutage aus Gründen der billigen Action rausgeschnitten wird aber in der Wirklichkeit einer der wichtigsten Punkte ist. (Siehe dazu hier und hier.)

Stand Off.

Bei sämtlichen Rüstungsunternehmen dieser Welt ist es die Nr. 1 Aufgabe etwas zu finden was auf die höchstmögliche sinnvolle Entfernung den Feind toastet - vorzugsweise auf eine Entfernung die grösser ist als die Toast-Reichweite des Feindes.

Das ist im Spiel - wie auch im Film - ein ziemliches Dilemma. Weil die Toastreichweite eben mit dem technischen Fortschritt immer grösser wird. Und bei Top Gun beginnend ists für die Dramatik eben nicht allzugut wenn sich die guten und die bösen auf Entfernungen jenseits der Sichweite (ich mein, heisst ja nicht umsonst BVR) "duellieren".

Daher wirft man im Regelfall sämtliche Kriegslogik über Bord und stellt moderne (oder postmoderne, siehe STO) Kriegstechnik auf dem Niveau von WWI dar. Flugzeuge kurven rum wie Richthofen oder Saint Exupery vor 90 Jahren anstatt sich die MRAAMs auf 50 Kilometer nachzuwerfen.
Und Raumschiffe beschiessen sich auf Entfernungen die geringer sind als die Enfernungen auf die sich die Schlachtkreuzer bei der Schlacht von Jutland beschossen haben. Und fürs Jahr 2409 ist das irgendwie ganz schön lächerlich...

Irgendwie ist es da pervers dass ausgerechnet das (bekannt linke) Hollywood bei jeder Gelegenheit über die Streitkräfte herzieht obwohl deren Inszenierungen von Krieg, na, ich möcht fast sagen, dumm wie Toastbrot sind.

27.02.2010

Nah dran

Apropos Spiele. Auch die Streitkräfte - zumindest jene die auch echte Streitkräfte sind - verwenden ja solches Zeugs.

(Aktuell bastelt die Army - oder lässt basteln - an World of Afghanistan, sozusagen. WEil man zunehmen auch Dinge beginnt zu simulieren die eigentlich nix mim Militär zu tun haben...)

Das ist in vielerlei Hinsicht natürlich die Grossmutter von Massiv - theoretisch könnte man jeden der Panzersimulatoren der Army (oder Flugzeugsimulatoren der Air Force) miteinander vernetzen und so echte Schlachten veranstalten. Praktischerweise beschränkt man sich auf Rotten- oder Zugsebene.

Heftig wird das ganze wenn man sich die in den Militärakademien oder Jedi-Schulen (um den in den USA gebräuchlichen Term für Akademien der höheren Führungsebene zu gebrauchen, wie das NWC) Simulatoren ansieht die teilweise fähig sind Gefechte auf Divisions/Korpsebene zu führen samt allem was im Luftraum so abgeht.

Für Otto Nichtsoldat (oder im Falle von Österreich auch für Otto Soldat) ist das alles in weiter Ferne. Wir können ja schon froh sein wenn wir Abfallspiele (bitte nicht abwertend verstehen - aber in punkto Komplexizität und Leistungsfähigkeit halt ewig weit weg von professionellem Material) a la Brigade Combat Team oder Harpoon.

Da wurden ja schon einige "Spiele" als potentielle Harpoon-Nachfolger gesehen die dann schwupps durch die Navy aufgekauft wurden - man hat auch nicht unbedingt Interesse daran all das Material in Hände von Zivilisten - oder den Rotchinesen - geraten zu lassen. Mal schauen wies Harpoon 2010, noch unter dem ominösen Codenamen "Red Pill" geführt und garantiert ohne Verbindung zu Harpoon - da zukünftig gehen wird.

Fast das einzige was mehr oder weniger unverändert auch am zivilen Markt verfügbar ist ist die Operation Flashpoint/Armed Assault Serie (also das Original von BI). Das ist zwar noch immer ewig weit weg von echtem Krieg, aber doch echter als das ganze Modern Warfare-Zeugs. Gut, an und für sich ist das nicht so schlecht - die Kugeln aus meinem Monitor sind weit weniger tödlich als die aus den Ks der Taliban.

Insofern kann also STO auch durchaus als das näheste am echten Offizierspatent bei der Sternenflotte durchgehen...

25.02.2010

Not so bold...

Für einen Hersteller ist es prinzipiell, dank der Verbreitung von Breitbandzugängen, heutzutage recht einfach geworden Spiele zu machen. Damn the content, we have multiplayer. Das hat damals mit Söldner (der Anfang vom Ende von JoWood) noch nicht so wirklich funktioniert, aber heutzutage bieten FPS und RTS die Möglichkeit ohne Story und KI riesige Umsätze zu machen.

Ein Genre - oder eher sub-genre - dass in diese Kerbe schlägt und sie damit quasi neu erfindet sind ja diese Massive Multiplayer Online Whatevers. Also all die Dinge wie WOW oder EVE oder so ein Zeugs in welchem Loser ohne Leben die Bringer sind und irgendwelche Ingame-Gegenstände um viel reales Geld verscherbelt werden. Und Blizzard verdient sich dämlich - mit über 10 Millionen Abonnenten kriegen die quasi Geld ohne was dafür tun zu müssen (weil fürs game selbst zahlst ja auch Vollpreis - also technisch gesehen lassen die sich den Support teuer bezahlen; das wär quasi so als ob ich jeden Monat einen Betrag nach Wolfsburg überweisen müsste um meinen Golf fahren zu dürfen...)

Aber bevor ich hier weitersuder sollt ich vielleich kundtun dass ich heute das erste mal Star Trek Online gespielt habe, also das Massive Multiplayer Whatever für alle verkappten Raumschiffkapitäne.

Im Laufe der Jahre (und die Entwicklungszeit hat fast schon DNFsche Dimensionen erreicht) wurde dabei aus einem echt bahnbrechenden RPG dann eine Version die etwa so wirkt als hätte man Star Trek Legacy und Star Trek The Fallen zusammengeklatscht und mit einer MMO-Komponente versehen. Wenn man doch zumindest Star Trek Starfleet Command II und Star Trek Away Team genommen hätte.

Ich mein klar, auf der einen Seite kommt eine gute Atmosphäre zustande wenn man im Erdorbit liegt und das geschäftige Treiben rund ums Spacedock (oder im Inneren) betrachten kann. Nicht wie in Generations - "das einzige Schiff im Sektor"...

Aber das eigentliche Spiel ist weder etwas neues im MMO-Sinn noch etwas neues im Star Trek-Sinn - um das ST-Universum nämlich spieltauglich zu machen musste man es nämlich seit jeher verstarwarsen. Da hätt ich gleich Force Unleashed spielen können...

Also der Anspruch den sich Star Trek immer gestellt hat, to boldly go where no one has gone before, den seh ich nirgends. Aber da das Franchise ja ohnehin vom Abrams gekapert wurde passt das wahrscheinlich eh ganz gut...

12.11.2009

Video-Armeen

Mit Spielen mit militärischem Hintergrund ist das so eine Sache. Bergeweise Vereinfachungen gehören dort zum Alltag. Es geht aber auch anders...


Call of Duty: Modern Warfare 3

Zugegeben, so brauch ichs dann auch nicht (vor allem wenn, wie in COD üblich, die Story eh kompletter Bullshit ist), aber eine Steigerung des in RTS üblichen "armored warfare at below 200 yards, indirect fire below the mile" darfs dann doch sein. Klar, die Protagonisten in den meisten Videospielen (oder Jack Bauer als Extrembeispiel) erleben an einem Tag mehr Action als der durchschnittliche GI während eines ganzen Irak-Deployment (der starrt nämlich wirklich den halben Tag in die Wüste und füllt Papiere aus). Aber auch für die sollten die meisten militärischen Grundregeln gelten.

Aber die Streitkräfte in Videospielen unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen in Filmen. Leider hat man zuweilen auch den Eindruck, nicht allzusehr von der echten Army.

09.11.2009

Zombies

Eines der zentralen Dinge der "anderen" Realität die wir Videospiel nennen ist ja Dinge zu tun die aus moralischen/rechtlichen oder schlicht technischen Gründen im Real Life nicht möglich wären.

Wenn ich mein Imperium zum Weltruhm führen möchte muss ich entweder in die USA auswandern, die Verfassung umschreiben lassen und Präsident werden oder ich starte Civilization. Wenn ich beim FC Barcelona im Mittelfeld spielen möchte muss ich wohl aufs nächste Leben hoffen oder ich starte PES.
Wenn ich in einer postapokalyptischen Welt zum gunwielding hero werden möchte (ist das nicht der höchste Traum aller Nerds?) muss ich entweder auf den Atomkrieg hoffen und mich solange wie die Montana Miliz verhalten oder ich spiel Left 4 Dead.

Gut, wenn du Barack Obama bist brauchst du nicht zwingend Civilization spielen. Und wenn du Xavi bist brauchst du auch nicht zwingend PES spielen. Nur mit der apokalyptischen Welt wirds problematisch, oder?

Nicht wirklich. In Left 4 Dead 2 finden sich folgende Waffen: Remington 870 Marine, MAC-10, SPAS-12, G3SG1, FN SCAR, AK-47, M79 Granatwerfer, Uzi, M16, Benelli M1014, Ruger Mini-14, SIG P220, Glock 17, Desert Eagle. Mit guter Wahrscheinlichkeit Waffen die ich und 98 % der restlichen Welt nie ausserhalb eines Spieles in die Hände bekommen werden.
Nun, in den USA gibts - 2nd Amendment sei Dank - aber Leute dies tatsächlich schaffen das Zeugs (sans dem Granatwerfer, der ist sogar in den USA zu heftig, und der SCAR die nur an Behörden verkauft wird) alles vor einen Fotoapparat zu schleppen - aus ihrem eigenen Bestand!

Man muss kein Linker sein der gerne britische Verhältnisse (kein ziviler Waffenbesitz) hätte um zu sehen dass hier was nicht stimmen kann. Nix gegen eine .45er unterm Kopfpolster um sich verteidigen zu können - aber Sturmgewehre und halbautomatische Schrotgewehre sind wohl bei der Army besser aufgehoben.
Ich hab da sogar meine Probleme mit dem schweizer System den Milizionären das SIG (oder bei uns das AUG wies ja bei den 911ern mal gehandhabt wurde) mit nach hause zu geben. Im Kriegsfalle hätt man wesentlich grössere Probleme als ein paar 10.000 Gewehre aus der Kammer zu holen und auszugeben, da erschliessen sich mir die Vorzüge dieses Systemes ohnehin nicht. Dafür hat man einen Haufen Sturmwaffen in der Bevölkerung.

Fragt sich wer die grössere Gefahr für unsere Zivilisation darstellt - fiktive fleischfressende Zombies oder ein paar right-winger die mit einem dutzend automatischer Waffen unter ihrem Bett schlafen. Hirn ham sie beide etwa gleich viel... Wie schon die Cranberries gesungen haben "Zombies... with their guns"

01.11.2009

Gore-geous

Ich hab ja schonmal kundgetan wie ich zu der Sache mit der Gewalt stehe.

Ich bin ja generell der Meinung dass man, wenn man am PC (oder, würg, an der Konsole) andere Leute erschiesst das so realitätsnah wie möglich geschehen soll, und damit eben blutig und abstossend. Mittlerweile bin ich aber gar nicht mehr so sicher ob ich das möchte.

Seit dieser Woche ist via Steam die Demo von Left 4 Dead 2 erhältlich und, um einen Forumsuser zu zitieren, "now wonder it gets censored in some countries". Man kann in punkto Gore problemlos mit jedem Splatter-Film mithalten, und das sogar detailliert.

(Wers wirklich genau wissen möchte, findet hier eine Zusammenstellung. NSFW, wie man so schön sagt... wenn dir dabei einer über die Schulter schaut hält er dich aber möglicherweise für den nächsten Jeffrey Dahlmer)

Und selbst ich bin jetzt ein bisschen verwirrt. Auf der einen Seite wunderbar dass man es endlich schafft wiederzugeben wie sehr Waffengewalt den menschlichen Körper zerstören kann und damit vielleicht den einen oder anderen davon abhält seine Waffe auf andere zu richten (ja, das gilt auch für zukünftige Soldaten). Auf der anderen Seite erscheint mir die Darstellung von Gore mittlerweile ein bisschen zu sehr Selbstzweck zu sein. Auf den einschlägigen Seiten wird normalerweise davon abgeraten gegen Zombies/Infizierte mit Nahkampfwaffen, vor allem blade weapons, vorzugehen, aus etwa hundert verschiedenen Gründen. Aber in L4D2 metzelst du dich mit Machete, Katana, und Kettensäge (und IEDs und HE-Munition - beide sorgen für besonders heftige Effekte) durch ganze Wälder von Opfern und kannst dann befriedigt auf dein Handywork blicken (GTA, anyone). Wenn ich schon das Waffenarsenal extra so aufbaue dass ich möglichst viel Gibs erzeuge stimmt mich das schon irgendwie bedenklich.

Denn irgendwie befürcht ich dass damit nur die schleichende Desensibilisierung vorangetrieben wird. Waren vor 10 Jahren Kingpin und die SOF-Serie der Aufreger ist das jetzt L4D2 - mit erkennbarem Unterschied im Gore. Was spielen wir dann in 10 Jahren?

25.10.2009

Evolution

Bei mir ist gestern ein neues Zeitalter angebrochen. Von der Bronze- zur Eisenzeit, gewissermassen.

Gestern hab ich PES 2010 installiert. Und nach jahrelangem FIFA-spielen war das sowas wie ein evolutionärer Schritt. Beschlossen hab ichs nachdem ich vor vier Wochen mit Chelsea im Be a Star-Modus zweimal hintereinander hoch verloren hab, weil die KI und die Spielmechanik halt gar so super sind.

Und es war fast schon revolutionär. Von der Optik mal ganz abgesehen - in FIFA sehen die Stadien ja noch immer so aus wie 2001 (ist wohl ein Ziffernsturz) - ist das Spiel deutlicher näher an der Realität als die Arcadewüste von EA.

Das gröbere Problem bei PES ist natürlich die Sache mit den Lizenzen. Während im neuen FIFA ja mittlerweile halb Europa integriert ist (und noch einige mehr), teilweise runter bis zu den dritten Ligen, ist bei PES halt mit vier Ligen Schluss. Gut, die Premier League ist im wesentlichen auch vorhanden - mit ein paar Minuten Aufwand wird aus Man Blue City und aus West Midlands Aston Villa - aber ansonsten gibt das nicht viel her.

Klar, bei der Marktmacht von EA. Die können aus der Portokasse mehr Geld für die Lizenzen rausnehmen als Konami überhaupt budgetieren kann. Da ist es dann ein leichtes die jeweiligen Verbände mit Geld zuzuschütten und im Gegenzug langfristige Exklusivlizenzen zu bekommen und Konami auszusperren. Denn ohne diese Lizenzen würd für viele ein gewichtiger Kaufgrund wegfallen und die Sales der FIFA-Reihe (übrigens EAs bestlaufendes Franchise ausserhalb der USA - kein anderes Spiel, auch kein Battlefield oder Sims oder sonstwas, spült soviel Geld in die Kassen wie die jährliche FIFA-Inkarnation) würden runterfallen wie die Eckstossflanke vom Acimovic.

Denn angesichts des heutigen Live-Spiels der Bundesliga würd ich mir zuweilen eh wünschen der Fussball wäre mehr wie das PC-Spiel: hochauflösend und actionreich. Und nicht PAL-komprimiert und langweilig.

14.09.2009

Nicht nur sauber sondern rein

Im Laufe des Augustes haben die Hacker jetzt endlich, neun Monate nach dem Erscheinen, den Durchbruch geschafft. Und selbst ich, der diesen Cyber-Unfug normalerweise verdammt, hab dann zugegriffen - beim Uncut-Patch für Left 4 Dead (ihr werdet euch erinnern, ich hab das ein paar mal schon erwähnt).

Ich musste nämlich mit der deutschen Version vorlieb nehmen und die war ja geschnitten weil die BPjM die uncut Version freundlicherweise auf den Index gesetzt hatte (und damit gleichgesetzt mit dem ganzen rechten Bullshit, von Jan Udo Holeys Machwerken bis hin zum Adi höchstselbst - was man sich als deutscher Gamer nicht alles gefallen lassen muss). Ich spiel also mittlerweile mit dem Patch...

...und muss mir jetzt die Frage stellen ob man sie bei der BPjM noch alle hat. Spätestens nach dem dritten Mal ignorierst du rumfliegende Köpfe und Gliedmassen eh weil du besseres zu tun hast. Die anderen Sachen die wieder hergestellt werden füllen einige Lücken der deutschen Version, sind aber noch lange kein Grund für eine Indizierung.

Die Gewalt im Spiel, mit über 1.000 Toten pro Kapitel und vor allem im Survival-Mode Räumen die nach einiger Zeit aussehen als hätte man sie rot ausgemalt bleibt natürlich gleich. Auch hat man zwar in der Deutschen Version den Daumen wieder dran gemacht, aber die Hommage an Braindead in BH4 samt Rasenmäher, einer Blutlache in Volleyballcourt-Grösse und genug Gliedmassen für eine Grossfamilie blieb drin. Wo da die Logik ist kann ich nicht nachvollziehen. Das passt auch das Kapitel mit dem (amerikanischem) Cover für Left 4 Dead 2 recht gut: wo am Left 4 Dead-Cover eine Hand mit abgerissenem Daumen noch okay war ist am L4D2-Cover ein Hand mit 3 abgerissenen Finger plötzlich inakzeptabel. Dürfte also das ESRB auch nicht viel sinnhafter seine Entscheidungen fällen als die BPjM.

Ahja, Stichwort L4D2. Wer sich die game footage des (kommenden) Spiels ansieht ist sicher dass die Bundesprüfstelle das Ding in den siebten Kreis der Hölle verbannen wird. Der Gore-Faktor bewegt sich nämlich mittlerweile schon in den Höhen der Filmvorlagen der Herren Anderson und Romero. Feuerwaffen können jetzt selektiv Teile des Körpers rausschiessen, von halben Schädeln bis zu Meryl Streepesquen Unterleibslöchern (wobei, der Film wurde nicht indiziert...), Explosionen können schon mal ihr Opfer halbieren und Nahkampfwaffen - bis hin zu Kettensäge und Katana - sorgen recht schnell dafür dass Kill-Billsche Körperteilorgien auftreten (wobei, auch dieser Film...).

Und ich bin mir sicher dass die BP auch hier wider zusammenstreichen wird (muss man aber auch um sich nicht völlig lächerlich zu machen auch ein Katana entfernen - denn anders als es dann im Spiel sein wird zerfällt mein Nachbar bei Behandlung mit selbem in zwei Teile, Lo Wang lässt grüssen), und zwar wieder solange dass man auch weiterhin ganze Hundertschaften zerschiessen kann, aber diese ohne erkennbare Schäden noch während des ablebens in ein gasförmiges Nirvana entschweben. Denn, wie wir ja wissen ist der tot immer eine reine Angelegenheit.

(Ich verlink ja normalerweise nicht nach ausserhalb, aber auf Schnittberichte.com könnt ihr euch ein Bild von L4D machen.)