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24.05.2011

Anomalien

Sonntag Abend hab ich, wie so üblich auf dem Heimweg von meinen Eltern, bei der Niederlassung eines amerikanischen Franchises diniert. Nun, wie soll ich sagen, der Wrap beschäftigt mich noch immer.

Ne nette kleine Lebensmittelvergiftung die ich mir dort geholt habe.

Da ich auch aus der Branche komm - wenn auch in anderen Dimensionen - hab ich etwa eine Ahnung wie das läuft. Letztendlich ist es nicht so viel anders wie die Qualitätskontrolle in der Aerospace-Branche. Weil theoretisch sollt ja nie irgendwo ein mechanischer Defekt auftreten wenn (und das setzen wir mal vorau) alles nach Wartungsplänen läuft. Praktisch brauch ich mir nur die monatliche Losses-Liste anschauen und kann mich vom Gegenteil überzeugen. (Siehe die Dunkelgraue aus Lakenheath dies über Libyen runtergeprackt hat.)

Anomalien gibts überall, die wirst nicht verhindern können. Klar, mit verbesserter Technologie und höherer Ausbildung wirst du zumindest verhindern dass du abgetrennte Hitler-Köpfe abfüllst oder sich die Flugzeuge in der Luft zerlegen (obwohl...) aber 100%-ige Sicherheit gibts nicht - die wäre nur mit so abstrus hohem Aufwand erreichbar dass Flugzeuge Milliarden und Burger 15 Euro kosten würden. Kein Mensch würd mehr fliegen oder einen Burger kaufen.

Und, so blöd es klingt, es ist für die meisten Hersteller von irgendwas letztendlich billiger alle paar Jahre eine Entsschädigung zu zahlen als die Standard zu erhöhen.

Und ich hab schon alles mögliche im Endprodukt landen sehen, von Verpackungsteilen bis hin zu Dingern die mal gelebt haben - mag schlimm klingen, aber es sind ja nur Anomalien. Und zum Glück treten die seltener auf als bei Star Trek...

21.04.2011

Regelwerke

Seit etwas mehr als einem Jahr befind ich mich in der Tretmühle die mein neuer Job ist (ihr wisst schon, das war das und dann das). Und bis jetzt konnt ichs verhindern darüber zu schreiben.

Aber der Frust den ich aktuell mit mir rumtrage würde schon einen längeren Eintrag bedingen, samt Anspielungen auf Ghostbusters, den Billa-Hausverstand und noch einiges anderes.

Aber das muss nicht sein. Lieber geb ich hier die 14 Regeln den Kelly Johnson wieder, jene Regeln die heute keine Sau mehr interessieren weil sie der modernen Business-Doktrin widersprechen. Und weil sie zu erfolgreich sind.
1. The program manager must be delegated practically complete control of his program in all aspects. He should have the authority to make quick decisions regarding technical, financial, or operational matters.
2. Strong but small project offices must be provided both by the military and the industry.
3. The number of people having any connection with the project must be restricted in an almost vicious manner. Use a small number of good people.
4. Very simple drawing and drawing release system with great flexibility for making changes must be provided in order to make schedule recovery in the face of failures.
5. There must be a minimum number of reports required, but important work must be recorded thoroughly.
6. There must be a monthly cost review covering not only what has been spent and committed but also projected costs to the conclusion of the program. Don't have the books ninety days late and don't surprise the customer with sudden overruns.
7. The contractor must be delegated and must assume more than normal responsibility to get good vendor bids for subcontract on the project. Commercial bid procedures are often better than military ones.
8. The inspection system as currently as currently used, which has been approved by both the Air Force and the Navy, meets the intent of existing military requirements and should be used on new projects. Push basic inspection responsibilities back to the subcontractors and vendors. Don't duplicate so much inspection.
9. The contractor must be delegated the authority to test his final product. He can and must test it in the initial stages.
10. The specifications applying to the hardware must be agreed in advance of contracting.
11. Funding a program must be timely so that the contractor doesn't have to keep running to the bank to support government projects.
12. There must be absolute trust between the military project organization and the contractor with very close cooperation and liaison on a day-to-day basis. This cuts down misunderstanding and correspondence to an absolute minimum.
13. Access by outsiders to the project and its personnel must be strictly controlled.
14. Because only a few people will be used in engineering and most other areas, ways must be provided to reward good performance by pay not based on the number of personnel supervised.

10.04.2011

Sucker Punch

Ich war also gestern im Kino. Wie eben der Titel schon sagt, Sucker Punch. Snyder, der ja auch für Watchmen und seine Version unserer 157 verantwortlich zeichnet hat hier etwas abgeliefert was... naja, ich weiss nicht. Ich hab mich während dem Outro am Kopf gekratzt. Weder war mir ganz klar was ich gesehen habe noch was er damit bezwecken wollte.

Na wie auch immer. Da ich aber vor kurzem mit meiner M4 (in Sucker Punch hätt ich die Werkzeuge als M1991, HK416, UMP, und MP5K identifiziert - passend dass man die Deutschen mit deutschen Waffen ausgerottet hat) auf einer schneebedeckten Insel rumgestapft bin um Typen aus Deutschland, England und sonstwo daran zu hindern unsere MTVRs zu sprengen sind Snyders Actionsequenzphantasien vielleicht viel mehr als eine schlichte Parabel oder Metaphorik.

Und alle möglichen fiktiven Streitkräfte noch dazu... myohmy. Um Shakespeare ein bisschen durch den Fleischwolf zu drehen, "All the world's a lunatic asylum, and all the men and women merely inmates." Und wenn dir das Leben zu zwider wird denkst dir deine eigene Realität aus.

Und das ist ja letztlich nicht so anders wie in der Verteidigungspolitik. Auch dort denkt sich mancher seinen eigene Realität aus... Und so viel Unterschied zwischen der Rossauer Kaserne und dem Narrenturm ist ja auch nicht. Oder dem Pentagon und dem Parkview. Oder Whitehall und dem Bethlem, for that matter.

03.04.2011

Akimbo

Als "ernsthafter" (for whatever that means) PC-Spieler belächelt man die Kollegen an den Konsolen ja grundsätzlich. Mangels hardwaretechnischer Ausstattung wird selbst ein FPS mit dem Controller gespielt (ich hab dafür die schweineteuere Lasermaus rumliegen) oder sogar eine Flugsimulation (ahem...) - Cougar, anyone? Da wird dann eben ein Spiel gedowndumbed damit man das überhaupt noch machen kann (das führt dann zu den ganzen unsäglichen Deckungssystemen und dem blinden rausballern weils in der den Konsolen eigenen 3rd Person Ansicht möglich ist). Ha, ich hab GTA 4 ohne Deckungssystem gespielt - dank jahrelangem Training in den namhaften Taktikshootern bin ich wie ein SWAT-Mensch durchs feindliche Actionfilm-Sperrfeuer gezischt und hab Kopfschüsse verteilt.

Nur manchmal, da ist man den Konsolenmenschen tatsächlich was neidig. Klar, wenn du ein paar Leute zusammenhasst kann so eine Bewegungssteuerung schon ziemlichen Spass machen. Aber für den "ernsthaften" Gamer sind Dinge a la Wii Sport halt alleine ähnlich unterhaltsam wie Minesweeper.

Na, aufgrund der Erfahrungen im Verwandten- und Freundeskreis steht bei meinen Eltern seit Weihnachten auch so ein Wii-Teil rum. Und weil ich, wenn ich bei ihnen in der Pampa bin, da öfters mal gelangweilt bin (so wie jetzt auch, meiner Mutter Netbook taugt wohl zum Bloggen aber kaum zum Gamen) wollt ich gestern auch die Wii starten und bin bei der Suche nach den Controllern über eine komplette Zapper-Assembly und den aktuellen Teil der House of the Dead-Reihe gestolpert (Segas legendäre Railshooter-Serie, wers kennt). Courtesy meines Bruders... (in Deutschland, wenn wunderts, natürlich indiziert - ohnehin verwunderlich dass sich sowas auf die Wii verirrt)

Sodenn hab ich den Rest des Tages damit verbracht (nachdem ich herausgefunden habe wie man den schrecklich unergonomischen Zapper am besten verwendet - kein Wunder dass andere Buden komplette Fake-Pistolen und Gewehre für den Wii anbieten) Mutanten (weil das Z-Wort mögen die nicht, Shaun anyone?) erschossen. Furchtbar gewalttätig, furchtbar grauslich und furchtbar platt.

Hat aber furchbar viel Spass gemacht. Und gezeigt dass, obwohl die reichlich unpräzise Wii-Steuerung so was eben nur in QCB zulässt, das eine viel intuitivere Variante des erschiessen ist als all das point-n-click mit besagter Lasermaus in ArmA2 etwa. Mangels echter fühlbarer Verbindung mit der Waffe ist es in ernsthaften Spielen kaum jemals möglich brauchbar von der Hip oder über den Lauf zu schiessen, also mit Fast Aim ohne echte Verwendung der Sights oder des Scopes.

Aber daheim, auf der alten Nintendo-Konsole am Samsung-LCD da geht sowas.

Freunde, ich bin echt am überlegen mir eine PS oder XBOX zu besorgen, nur um damit genau sowas zu machen. Und House of the Dead kann man mit zwei Remotes sogar Akimbo spielen... How cool is that?

15.02.2011

Never been so much fun!

Krieg ist ja bekanntlich kein Spiel, wie man so gerne sagt. Naja, in Zeiten von CoD und MoH ist das so wahr auch nicht mehr. Gut, genannte Beispiele haben wohl mehr mit Spiel als Krieg zu tun, aber die Horden an Onlinespielern die sich durch die Tretmühlen quälen (Americas Army, anyone?) haben zu einer Vermilitarisierung der Gesellschaft geführt, die den gestern angeführten Vorstössen der Krone irgendwie zuwider läuft. (Und ja, ich weiss...)

Anyway, wie ich vor geraumer Zeit schon mal angesprochen hab, finde ich mich gelegentlich auch in diesen Niederungen wieder. Und seit kurzer Zeit auch durchaus semi-professionell.

Charlie Foxtrot ist der Versuch durch, na nennen wirs mal Mitgliedsbeiträge, einen Server zu finanzieren auf dem sich eine ausgewählte Klientel zu gesupporteden und geumpireten MP-Schlachten in Platoon-Grösse trifft, inklusive Kommandostruktur und Funkverkehr. Mittlerweile halt auch ich. (Wobei, das halt ich ein bisschen wie Groucho Marx. Wenn so meatheads wie ich zu der Klientel zählen sagt das schon einiges aus...)

Zum Glück bedient man sich dabei nicht der oben genannten Spiele sondern der Zivilversion der Simulation die unter anderem auch die Army verwendet, Bohemias ArmA II, gemoddet.

Mal schaun... Kampagne 7 steht ins Haus und es wird sich Zeigen ob der Krieg tatsächlich niemals so viel Spass gemacht hat. Ich muss jetzt übrigens weiter, um acht gibts eine Trainingseinheit.

07.02.2011

Panzerschlachten im Marchfeld

Im Laufe der letzten etwas mehr als zwei Jahre, also etwa so lang wie der Blog jetzt läuft, hat sich bei mir eine Menge geändert. Ja, klar, das war jene Reise ins unentdeckte Land an derem Ende ich Hans Söllner getroffen habe.

Aber auch persönlich hab ich mir den einen oder anderen Ruck gegeben und mein Leben umgekrempelt.

Dazu gehörten, als bislang letzten Schritt auch zwei Dinge: das eine geht euch nichts an und das andere ist etwas was sich seit fast sechs Jahren in der einen oder anderen Ausformung auf meiner Festplatte gefunden hat und mit meinen bizarren fiktiven Streitkräften mittlerweile quasi den ultimativen Partner gefunden hat.

Ich mein, wenn ein Versicherungsvertreter aus Maryland Millionen damit verdienen kann den Marion gegen die Iranis kämpfen zu lassen werd ich doch wohl noch nen anständigen Technothriller zusammenbringen. Obwohl, ein österreichischer Technothriller...

Ich hab also endlich zu schreiben begonnen. Und wenn der Plan hält steht mein Paperback in etwas weniger als 70 Monaten im Handel. Und wenns tatsächlich keiner verlegen sollt kann ichs immer noch so machen wie Jan Niemczyk.

07.01.2011

Hardwaredefekt... und nicht irgendwas

Ich bin nicht tot. Auch wenn manche Spassvögel das behaupten.

Auch wurde ich nicht von einem beliebigen Dreibuchstaben-Verein (das sind die die nicht in den rechts erwähnten Lieferwägen ständig in meiner Strasse arbeiten...) des Nachts aus dem Bett gezerrt weil ich meine USP nicht schnell genug hochbekommen habe, per Citation in ein Land am Ende der Welt verfrachtet, eine Woche an einen Stuhl gefesselt und konnte nur deswegen entkommen weil ich einem Typen das Genick gebrochen habe, mit dessen kaum gebrauchter K sechs andere niedergemäht habe und mit einer erschreckend altersschwachen S-55 bis zu nächsten Zivilisation geflogen bin.

Nein. Nichts dergleichen. Denn sowas passiert ja jedem Westentaschenterrorist der einmal am Telefon eine paar Echelon-sensitive Codewörter gebraucht hat.

Nein, mir gehts so wie den echten Feinden der USA. Man sabotiert die Computer...

Meine getreue Maschine (die da) hat das zeitliche gesegnet. Der Memory Controller am Mainboard dürft den Geist aufgegeben haben. Und da begann für mich eine kleine Odyssee die damit geendet hat dass ich eine vierstellige Summe in die Kiste gesteckt habe und mir vom Techniker des Händlers der nicht irgendwas verkauft (wobei, zur Ehrenrettung muss ich sagen dass ich beim Herrn Izdebski schon eingekauft hab als es ihn nur in der Wehlistrasse gegeben hat - ich war da sogar ein paar mal persönlich anwesend) das BIOS vom neuen Mainboard flashen lassen musste weil das Ding den neuen Prozessor nicht gefressen hat.

Klar, ich bin nicht der Iran. Das einzige was die Waffeninspektoren bei mir finden täten ist der Kübel für den Bio-Abfall. Mir wird keiner ein Stuxnet-ähnliches Gebilde auf die Platte schiessen um mich zu sabotieren. Aber wenn ich bedenk dass mir ein kleiner Hardware-Defekt eine Menge Kopfschmerzen, nicht unerhebliche Kosten und über eine Woche Abwesenheit von der Weltbühne (bloggen und surfen am iPhone ist ein netter Gag, aber auch schon nicht mehr) beschert kann ich ungefähr verstehen was da bei den Jungs in Bushehr und Isfahan grade so abgeht. Die können schliesslich nicht gach beim DiTech nachordern.

Wobei, die ganze Geschichte hatte auch etwas gutes. Nur durch gelangweiltes zappen (was ich ansonst nicht mache) bin ich vorgestern über einen Film drübergestolpert an dem nicht mal James Spader was kaputtmachen konnte - aber meine Sekretärin hab ich immer noch nicht.

28.07.2010

Ft. Airbus

In dem Land in welches ich am Samstag fliegen werde, war ich zum letzten Mal als die Plakate mit Barack the Builder noch von den Wänden gegrinst haben. Bald zwei Jahre ist es her dass ich in LAX in den Lufthansa-Jumbo gestiegen bin und seitdem mitansehen musste wie einige Nasen das Land da drüben, und vor allem die Streitkräfte, an die Wand gefahren haben.

Zeit das zu ändern...

Nah, als Revoluzzer komm ich nicht. Mehr als ein Höflichkeitsbesuch ist nicht drin. Wobei - wenn der Maxwell in der Pampa Neuenglands auf der Suche nach irgendwelchen obskuren Antennen herumstolpert macht er möglicherweise die State Troopers und MPs genauso auf sich aufmerksam als ob er die Regierung stürzen wollte. Oder wie schreibt man "Gelbes Schüdl" auf Amerikanisch?

In der Hinsicht ist New England aber leider mittlerweile ein weisser Fleck. Die meisten militärischen Anlagen sind deaktiviert bis geschliffen, grad mal die Navy unterhält aktive Verbände (die SUBRONs in Groton) und ideell ist man dort, im traditionell demokratisch dominierten Nordosten, eh so weit weg vom Militär wie Boston von Houston. Stellenweise hat man schon Chicagoer Verhältnisse erreicht.

Aber bevor man dort wirklich alles mit Golfplätzen zupflastert werd ich mich mal umschauen. Sollt ich nicht mehr wieder kommen hab ich wohl in Leavenworth eine Zelle bezogen. Wobei, das ist wahrscheinlich immer noch besser als Economy Class-Transatlantik im Lufthansa-Airbus...

26.05.2010

Endlich eine Oarwat!

Jenes Reallife welches ich vor gut zwei Monaten angesprochen habe und welches mich vom bloggen abgehalten hat war der Wechsel von Arbeitsplatz und Wohnort. Also quasi der logische Schluss zu meinem allerersten Posting - ich bin letzlich in jenem unbekannten Land angekommen.

I ziag ma Springerstiefel...

Und auf der viel zu langen Reise dorthin hab ich einiges erlebt. Obwohl dir in jedem Persönlichkeitstraining geraten wird "echt" zu sein, weil das vorspielen den HR-Menschen ohnehin auffällt, kommst du mit "echt" net allzu weit. Ich bin (na so ne Überaschung) nicht der Typ der mit seiner Meinung hinterm Berg hält und damit eckst du halt schnell an. Berufliche Kompetenz zählt nicht viel wenn du nicht ein paar wichtige Eigenschaften hast. Oder wies ein Poster auf derStandard.at vor einigen Wochen ganz treffend formuliert hat: "Der Zweck des Bewerbungsgespräches ist einzig dem zukünftigen Vorgesetzten zu beweisen dass man für wenig Lohn viel arbeitet, gerne auch Überstunden macht, niemals aufmuckt und auch mal den Sündenbock spielt." Amen Bruder - das ist etwa jener Eindruck den ich mittlerweile auch habe.

...und mei Leopardenhoserl o

Zum Glück krieg ich mehr als den Tausender bei MAN - bedeutend mehr glücklicherweise. Was dann insoferne interessant ist weils den drastischen Vergleich zum Hungerlohn bietet den ich bekommen hab bevor ich ins unbekannte Land gezogen bin. Und meine Kündigung damals hatte tatsächlich nix mit der Bezahlung zu tun.
Wobei, gerade bei der Bezahlung habe ich jetzt auch beide Seiten kennengelernt. Im bekannten Land (also damals) war der Arbeitgeber in der Region für die gute Entlohnung der Arbeitskräfte bekannt. Man war auf langfristige Bindung an die Arbeiter aus (ich hatte "Mitarbeiter" (ahja, da ist er wieder, dieser grausige Ephemismus für "Sklave") die tatsächlich schon seit der Mondlandung im Betrieb waren) und konnte daher auch eine fähigen Stamm aufbauen). Das genaue Gegenteil erleb ich jetzt - weil man nur den absoluten Minimumlohn nach KV (und dieser KV auch noch so gewählt dass die Löhne möglichst niedrig sind) zahlt muss man mit haufenweise ungelernten Arbeitern von Gott weiss wo (als ich letztens in der Kantine ein paar der Arbeitern beim Tratschen zugehört hab - in einer Sprache die offensichtlich Patois war! - wollt ich schon nachfragen ob ich nicht vielleicht eine Sporttasche voller Gras nach Broker fahren soll) auskommen - die Qualität der Arbeit ist daher nicht überaschend.

Eine Kettn nei ins Mei...

Einen Teil der Reise hab ich auch dazu genutzt mich - powered by the taxpayer - weiterzubilden. Und irgendwie musst ich dabei lachen als der oberste AMS-Mensch von Bildung und Jobchancen gesprochen hatte. Die Realität ist nämlich anders als das was hier erzählt wird. Je besser deine Ausbildung ist desto schwerer wirds nämlich einen Job zu finden. Denn es kommt ganz unweigerlich zu einer Spezialisierung. Und in Nischen wirds generell halt eng - es stehen dir ganz einfach weniger Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Jobportale sind so voll mit Zeugs dass ich mich frag wie mans eigentlich als nicht spezialisierter Mensch schafft keinen davon zu bekommen. Da frag ich mich auch nach der Sinnhaftigkeit unserer Arbeitsplatz- und Bildungspolitik wenn man zwar Unmengen an Akademikern (oder diesen unsäglichen Bologna-Typen) produziert aber die meisten Firmen froh wären einen anständigen Dreher oder Elektriker zu bekommen.

Hinterm Schreibtisch sitzt a Punk mit an lackierten Büstenschnitt...

Aber ich brauch mir solche Sorgen zum Glück nimmer machen. Zumindest nicht bis ich irgendwann in ein paar Jahren wieder weiterziehe. Aber so wie sich die Wirschaft (oder Welt insgesamt) derzeit entwickelt könnts mir dann passieren dass ich tatsächlich in Schwabing als Lagerist ende...

04.04.2010

Out of order

Eine kurze Nachricht in eigener Sache:
Aufgrund von RealLife (TM) bin ich zurzeit ausser Stande einträge zu schreiben. Ich hoffe in spätestens zwei Wochen wieder zur Verfügung zu stehen.

25.02.2010

Not so bold...

Für einen Hersteller ist es prinzipiell, dank der Verbreitung von Breitbandzugängen, heutzutage recht einfach geworden Spiele zu machen. Damn the content, we have multiplayer. Das hat damals mit Söldner (der Anfang vom Ende von JoWood) noch nicht so wirklich funktioniert, aber heutzutage bieten FPS und RTS die Möglichkeit ohne Story und KI riesige Umsätze zu machen.

Ein Genre - oder eher sub-genre - dass in diese Kerbe schlägt und sie damit quasi neu erfindet sind ja diese Massive Multiplayer Online Whatevers. Also all die Dinge wie WOW oder EVE oder so ein Zeugs in welchem Loser ohne Leben die Bringer sind und irgendwelche Ingame-Gegenstände um viel reales Geld verscherbelt werden. Und Blizzard verdient sich dämlich - mit über 10 Millionen Abonnenten kriegen die quasi Geld ohne was dafür tun zu müssen (weil fürs game selbst zahlst ja auch Vollpreis - also technisch gesehen lassen die sich den Support teuer bezahlen; das wär quasi so als ob ich jeden Monat einen Betrag nach Wolfsburg überweisen müsste um meinen Golf fahren zu dürfen...)

Aber bevor ich hier weitersuder sollt ich vielleich kundtun dass ich heute das erste mal Star Trek Online gespielt habe, also das Massive Multiplayer Whatever für alle verkappten Raumschiffkapitäne.

Im Laufe der Jahre (und die Entwicklungszeit hat fast schon DNFsche Dimensionen erreicht) wurde dabei aus einem echt bahnbrechenden RPG dann eine Version die etwa so wirkt als hätte man Star Trek Legacy und Star Trek The Fallen zusammengeklatscht und mit einer MMO-Komponente versehen. Wenn man doch zumindest Star Trek Starfleet Command II und Star Trek Away Team genommen hätte.

Ich mein klar, auf der einen Seite kommt eine gute Atmosphäre zustande wenn man im Erdorbit liegt und das geschäftige Treiben rund ums Spacedock (oder im Inneren) betrachten kann. Nicht wie in Generations - "das einzige Schiff im Sektor"...

Aber das eigentliche Spiel ist weder etwas neues im MMO-Sinn noch etwas neues im Star Trek-Sinn - um das ST-Universum nämlich spieltauglich zu machen musste man es nämlich seit jeher verstarwarsen. Da hätt ich gleich Force Unleashed spielen können...

Also der Anspruch den sich Star Trek immer gestellt hat, to boldly go where no one has gone before, den seh ich nirgends. Aber da das Franchise ja ohnehin vom Abrams gekapert wurde passt das wahrscheinlich eh ganz gut...

19.02.2010

Science Fiction

Für gewöhnlich bin ich einer der immer ein bisschen nachhinkt. Versionsmässig zumindest. Ich hab noch Anfang 97 Windows 3.11 verwendet, und auch die nachfolgenden Varianten hab ich sehr spät installiert und noch später deinstalliert. Windows 2000, von vielen als bestes Windows aller Zeiten bezeichnet, hab ich nie gehabt.

Wie übrigens auch Vista. Kaum überraschend hat mir mein XP über die Jahre hinweg gute Dienste geleistet, und nicht mal die nicht-Verfügbarkeit von DirectX 10 (für den Gamer in mir natürlich immer ein Problem) hat mich zum Umstieg bewegen können. Ähnlich wars beim Office - mir war die ordinäre Menüleiste vom 2003er immer lieber als der Ribbon.

Nun, aufgrund einer kleinen Excel-Bastelei musste ich vor zwei Monaten aufs Office 2007 umsteigen. An den Ribbon konnte ich mich schon im Büro gewöhnen und ich war es einfach leid auf Dauer die Beschränkungen der alten Version mühsam umschiffen zu müssen.
In selbigem Büro trudelte dann auch Windows 7 ein. Für mich der ich XP noch in der klassischen Ansicht hatte - also mit diesem Windows 95-Touch - wars ein bisschen schwierig mich mit dem Aero-Schmarrn und all dem Zeugs abzufinden, aber es musste sein.

Aber privat, da wollte ich mein XP schon noch weiternutzen. Zumindest bis in den Sommer, wenn dann irgendwann mal Office 2010 erscheint, hatte ich geplant.

Nun, Civilization IV hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wer das schon mal schwer gemoddet gespielt hat kann ein Lied singen von den Absturzorgien - Rise of Mankind/A New Dawn bringen Memory Allocation Faults im Minutentakt. Wer hätte gedacht das ein bald 5 Jahr altes Spiel das zusammenbringt wobei selbst Crysis versagt.

Und ein Windows XP hat halt Probleme beim adressieren von viel Speicher. Also hab ich vor genau einer Woche Windows 7/64 auf die Platte geschraubt und die Maximalmenge an RAM ins Mainboard geklemmt.

Und abgesehen davon dass ich vergessen habe meine Unmengen an Google-Earth-Placemarks zu sichern hat das auch gut geklappt. Zum Glück brauch ich keinen Jonathan LaPaglia der für mich sieben Tage in die Vergangenheit reist um das zu verhindern.

Die Geräteerkennung und Treiberinstallierung ist genial (zumindest für mich als XPler) - nur mit dem Cougar und meinem Terratec-Tuner war er überfordert - und das System ist deutlich schneller als XP.

Es war also quasi ein Quantum Leap. Auch ganz ohne Scott Bakula...

13.12.2009

Abgesägt

Der Grund warum ich in der letzten Zeit (und leider wohl auch in absehbarer Zukunft) kaum gebloggt habe liegt in meiner Abwesenheit vom Rechner. Ich bin momentan nur zwischen einem und vier Tage die Woche zuhause und hab dann nicht unbedingt Lust mich durch einschlägige Seiten zu graben um dann was zu bloggen.

Wie der Eintrag (oder eher Keintrag) iNerd zeigt ist das Bloggen mit dem iPhone (welches ich kürzlich käuflich erworben habe) auch nicht so einfach. Mal davon abgesehen: Meine Lust im Hotel auf einem zwei mal drei Zoll grossen Display zu tippen hält sich in Grenzen.

Davon abgesehen liebe ich dieses Ding schon. Ich hab mich von Mobiltelefonen immer ferngehalten - nicht weil ich technophob wäre sondern weil ich nach 8 (oder 10) Stunden DACT-Telefon rumschleppen jeden Tag genug vom Telefonieren habe. Denn es gibt nur zwei Arten von Botschaften: Die die so dringend (oder kompliziert) sind dass sie ohnehin persönliche Anwesenheit erfordern und die die ohnehin warten können. Also nichts wo 1000 Freiminuten im Monat was nützen.

Aber dieses abgesägte PDA ist ja zum Glück zu weit mehr fähig als zu telefonieren...

18.11.2009

Wehrverweigerer

In der letzten Zeit bin ich öfters gefragt worden wie das eigentlich zusammenpasst. Warum Zivildienst aber mittlerweile schon ein Archiv an militärischen Sachen welches wertmässig deutlich über mein Auto zu stellen ist. (Und nein, ich fahr keinen Fiat Uno aus dem Jahre Schnee. Nicht mehr, that is.)

Ich bin - sollte mittlerweile jedem aufgefallen sein - davon überzeugt dass die Ausrüstung und Ausbildung (und danach logischerweise die Erhaltung) einer Streitmacht die die durch die Politik vorgegebenen Ziele erfüllt absolut notwendig ist. Ob dies jetzt für jeden Staat gilt oder im Verbund einer Sicherheitsunion geschieht sei dahin gestellt. Wichtig ist dass dies geschieht. Die US Streitkräfte sind mittlerweile reine Interventionsstreitkräfte und die isländischen Streitkräfte sind eine bessere Polizeieinheit. Aber sie erfüllen beide ihren Auftrag.

Nun, das ÖBH tut das nicht. Solange nämlich ein Neutralitätsgesetz im Verfassungsrang steht sollte die Landesverteidigung an erster Stelle stehen. Und solange andere Passagen im WehrG und in der Bundesverfassung noch gelten muss der AssE an der Grenze schleunigst beendet werden. Denn diese Gesetzestexte sind die durch die Politik vorgegebenen Ziele, ganz hochoffiziell. Wenn dies aus irgendeinem Grund nicht mehr gewünscht wird oder nicht mehr notwendig ist dann ändert die entsprechenden Stellen und ich werd der letzte sein der sich beschwert, ganz gleich ob wir mit einem bessern THW oder der mitteleuropäischen Ausgabe der IDF enden.

Aber das halblegale (und zeitweis eh schon illegale) rundumnavigieren um manche Vorgaben welches seit Jahr und Tag nicht nur durch die politische sondern auch durch die militärische Spitze geschieht bringt mein Blut zur Wallung.

Zum Bundesheer gehen? Aber gerne. Dann stellt den Verein auch auf realistische Grundlagen und rüstet (und trainiert!) ihn dementsprechend. Wird aber nie geschehen.
Und daher fand ich es vor Jahren sinnvoller anstatt einer Alibi-Institution welche nicht das tut was sie tun sollte dafür das tut was sie eigentlich gar nicht tun dürfte (aber für keines von beiden geeignet ist und auch beides nicht kann) meine Arbeitskraft 9 Monate zu überlassen dies einer zumindest leidlich vernünftig geführten und ebenso notwendigen Einrichtung zu tun. Und in diesen 12 Monaten hab ich sogar mehr Leichen gesehen als 98% aller unserer Präsenzdiener und Berufssoldaten. Nur mit weniger Blut und Gekröse...

21.07.2009

Hör auf mit dir selbst zu spielen...

Ich hab jetzt schon ein paar Mal einen Einblick gegeben was sich so in meinem DVD-Laufwerk befindet (gesetzt dem Fall ich hab vorher die Debbie does Dallas-DVD rausgenommen, LOL).

Da ich manches davon auch gelegentlich Online spiele, geb ich hier mal die vollständige Liste her - man könnt sich ja mal verabreden.


  • Arma II (VBS-Spieler seit OFP)
  • FIFA 09 (FIFA-Spieler seit 1998 - und die Stadien sehen noch genauso grässlich aus)
  • Ghost Recon Advanced Warfighter 2 (GR-Spieler von Beginn an)
  • Grand Theft Auto IV (GTA-Spieler seit GOURANGA-Zeiten)
  • HAWX
  • Heroes of Might and Magic V (HOMM-Spieler seit Teil 3)
  • Left 4 Dead
  • Unreal Tournament 3 (Unreal-Spieler seit dem very-first Teil vor elf Jahren)
  • Word in Conflict
Sowie diverses älteres Zeug, auch Star Trek-related.

Wer also glaubt er kann sich mit mir anlegen, ist herzlich eingeladen. Die F-22 ist aufmunitioniert, das Mk 48 geladen und die Pipe Bomb wurfbereit...

14.06.2009

Mr. Nerd goes to Paris

Morgen beginnt also im Norden von Paris wieder einmal die grosse Show. Die Jungs in Le Bourget feiern sich quasi selber, hundert Jahre Air Salon in LeBourget.

Auch den Nerd verschlägts diesesmal nach Le Bourget. (Da ich nur popeliger Zivilist bin muss ich aber auf nächstes Wochende warten.) Und das Programm sieht schon ganz brauchbar aus - kann aber in mancher Hinsicht nicht darüber hinwegtäuschen dass der Salon halt ein sehr europäischer ist. Sikorsky, immerhin einer der grössten Helikopterfabrikanten der Welt, glänzt durch Abwesenheit. Ebenso wie Robinson die, allen Eurocopter-Presseaussendung zum Trotz, nachwievor der grösste Helikopterproduzent der Welt sind. Auch Bell ist eher mickrig vertreten - gut, bei deren aktueller Palette ist das nicht unbedingt aussagekräftig. Nichtsdestotrotz ist sichtbar dass für die Amerikaner die Heli Expo in Houston deutlich wichtiger ist.

Auch der eigentliche Grund warum ich dieses Jahr nach LeBourget fahre fehlt leider. Ich hatte gehofft dass die Russen der Tradition treu bleiben in jedem Jahr welches auf 9 endet ein Flugzeug in den französischen Boden zu bohren.

1989 eine MiG-29


Und 1999 eine nagelneue Su-30MKI


2009 hätt ich zu gerne eine Su-34, eine Su-35 oder eine T-50 brennen gesehen. Aber sieht so aus als ob die Russen diesmal kein Risiko eingehen. Sukhoi und Antonov zeigen sich gerademal mit einem Transporter... na, vielleicht triffts ja jemand anderen...

Interessanterweise ist auch eine Firma Janko vertreten die dort das österreichische Banner hochhält.

Oh, und Aermacchi ist natürlich mit dem Master vertreten. Vielleicht kann ich gleich eine Nachfolge für die 105er aushandeln. ("What do you mean? Of course I am an official representative of the Austrian Federal Ministry of Defense!")

Und natürlich gibts da auch das grosse Museum - dort kugeln immerhin so Unikate wie eine Mirage 4000 rum.

Wegen der 100-Jahr-Geschichte gibts diesmal auch Historical Aircraft zu sehen. Lustigerweise findet sich in dieser Kategorie auch eine Transall. Darum gehen ganz zum Schluss meine speziellen Grüsse nach Evreux und Landsberg, an die tollkühnen Männer in ihren Oldtimern...

19.05.2009

The bricklayers view

Martin Blumenau, der selbsternannte Fussball-Revoluzzer fm4-scher Provinienz, hat am Sonntag was ganz interessantes geschrieben.
"Denn dieser alte Musiker-Trick, dass nur derjenige was über Musik sagen darf, der ein Instrument spielt, der alte Schmäh der Relativierung durch Involvierung, der gilt eben nur höchst bedingt."
Ja, das kenn ich auch. Darum darf ich auch nichts über Kampfflugzeuge sagen, weil ich bin ja weder Pilot noch Mechaniker. Darum darf ich auch nichts über Verteidigungspolitik sagen, weil ich bin ja weder General noch Politiker.

Dabei hab ich eigentlich die Erfahrung gemacht dass man im Beisl einen Maurer rekrutieren kann und der nach ein paar Stunden Briefing ein besseres Audit durchführen kann als ein Experte der sich 25 Jahre lang beruflich mit der Materie auseinandersetzen kann.

Warum kann der Maurer das? Weil er als Aussenstehender zum einen nicht betriebsblind ist und zum anderen (weil ihm das Fachwissen gänzlich fehlt) sich auf seinen Verstand verlässt (sofern der, was ja aktuell immer öfter vorkommt, nicht bei der Billa ist). Und auch weil er ausserhalb der institutionsspezifischen Eigenheiten denkt - viel mehr denken kann - und deshalb nicht schwachsinnigen Leitlinien oder noch schwachsinnigeren Traditionalismus ("Des haumma scho imma so gmocht!") verhaftet ist.

Darum bin ich ganz froh dass ich beruflich mit dem Militär und der Wehrtechnik nix am Hut habe, darum kann ich mir auch weiterhin diesen Maurer-Blick bewahren.

(P.S.: Um irgendwelchen Meldungen zuvorzukommen: Den Maurern (wie jedem anderen Handwerk) gilt meine Wertschätzung - dass ich ausgerechnet diese Berufsgruppe gewählt habe hat nichts zu bedeuten. Genauso gut hät ich auch Anwälte oder Ärzte nehmen können, aber bei nicht-Akademikern ists einfach plakativer.)

29.01.2009

Folgende Personen sind nicht schwul

Fixpunkt meines Tagesablaufes sind - genau jetzt! - die Simpsons.

Und das schon seit Jahren. Ich hab den Film gesehen und ich hab die Serie gesehen. Ich hab die Serie sogar mehrmals gesehen, die meisten Folgen drei, vier-mal und mehr.

Ich kann in den meisten Szenen (die wichtigen jeder Folge) schon mitsprechen und kann die meisten Lieder auch mitsingen (Who needs the Kwik-E-Mart?).

Nerdig? Maybe. But than I AM THE NERD after all.

Andererseits laufen auch Typen in Stormtropper-Rüstungen oder als Klingonen rum oder lernen die Spezifikation ihres Mechs auswendig. Da bin ich ja eh in guter Gesellschaft.

Und solange sogar weltbekannte Physiker und gekrönte Oberhäupter zuweilen zum Nerd werden hab ich auch kein Problem damit...

22.01.2009

Ich bin Donald Moffat

Wie das mit dem bloggen halt so ist - wenn du manche Dinge sagst (oder schreibst) kannst du dir was anhören. Scheinbar ist das auch proportional zu den Dingen die du sagst (oder schreibst). Weniger auf die reine Info bezogen, eher mehr auf die Tatsache dass man was sagt (oder schreibt) was eigentlich nicht gesagt werden darf. Je mehr gewisse Kreise damit nicht einverstanden sind dass etwas ans Licht kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Konsequenzen - und noch höher wird sie wenn die Dinge der Wahrheit entsprechen - dann ist Panik angebracht.

Siehe dazu z.B. den Fall bei dem die Coast Guard vor gar nicht allzulanger Zeit den kompletten Abnahmebericht des NSC-Nullschiffes verschwinden hat lassen nachdem die ersten Blogger begonnen haben die Geschehnisse um Deepwater zu hinterfragen. Leider (leider aus Sicht des Staates gesehen) kann man ja die Blogger nicht belangen - auch wenn die Jungs in Ft. Meade damit beschäftigt sind den Bloggern bis ins Wohnzimmer zu folgen.

Und rechtliche Konsequenzen scheuen wohl viele Blogger - irgendeinen Schmäh von wegen National Security kann man sich schon zusammenreimen um die Blogger ins schöne Kansas zu verbannen - so von Fort zu Fort quasi - oder nach Marion.

Insoferne gehts uns zuweilen wie Präsident Bennett in Clear and Present Danger: "Die Dinge die ich schreiben möchte sind die Dinge die ich nicht schreiben kann."

So, ich muss jetzt los - den Jungs vom Abwehramt draussen im Van Kaffee bringen.