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09.05.2011

Playstation

Da knotzen sie also alle beieinander. Der Barack the Builder, der Jar-Jar, die Ms. Bill Clinton, der Mikey Mullen (der so wenig CJCSig wirkt wie der Lurch unter meinem Bett) und ein paar andere. Und nicht umsonst wird dem Barack gelegentlich schon ein Controller in die Hand photogeshopt.

Ich mein, das kanns doch nicht sein. Seit Jahren werden Milliarden in Kommunikation und Netcentric und all den Bullshit investiert und das alles nur darum damit die Leute die man aus dem Militär eigentlich fernhalten sollte bei irgendwelchen Operationen live dabei sind? Oida, erinnert mich fast an die Rettung der Jessy Lynch, a.k.a. "Saving Private Lynch"

Wozu hat man solche Dinge wie ROVER entwickelt? Um den Daten- und Bildaustausch zwischen Einheiten zu verbessern oder um die Typen im Keller in Arlington oder an der Penny Avenue zu unterhalten? Heisst das dass zukünftig militärische Operationen nach der Verfügbarkeit der politischen Elite geplant werden, damit die bei solchen "historischen" Augenblicken (wie wenn man einem unbewaffneten alten Araber eine Frag an die Birne schmeisst). Weil auf Ebene der Infanterie ist man von solchen Kamera-Geschichten noch unendlich weit entfernt, von Dingen a la Starship Troopers gar nicht zu reden.

Man setzt mit der Technisierung da irgendwo am falschen Ende an. Die soll dazu dienen den Soldaten zu unterstützen und nicht um die politische Elite zu unterhalten. Weil das kann die Playstation auch.

05.05.2011

Die Firma

Geh online und such. Dauert keine Minute und du findest ein Video wie der olle Saddam mit nem Strick um den Hals vom Balken baumelt.

Und jetzt bei Osama, da will man auf einmal nicht. Der Pietät wegen. Ahja... Ich mein, nicht dass ichs brauche. Aber man hätt auf die Diskussion gar nicht eingehen dürfen - aber das zeigt ja wie die ganze Geschichte von Anfang an bloss der PR wegen gemacht wurde. Und kaum dass man die Leiche vom Osama weggeräumt hatte sind die ersten ATSler aus ihren Löchern gekrochen und man hat sich Sorgen gemacht wie man die Welt überzeugt.

Vorher, als der OBL alle paar Wochen via JazeeraTube seine Doku Soap verbreitet hat haben sie alle gesagt der sei doch schon längst irgendwo in einer Höhle verreckt und die Videos werden vom CIA gedreht... Und jetzt, nachdem er sich eine Kugel eingefangen hat da lebt er natürlich noch weil der Raid ja nie stattgefunden hat. Ja wie denn jetzt?

Es hat auch weniger mit der Pietät zu tun sondern eher mehr damit dass sich der OBL eben keine Kugel eingefangen hat sondern angeblich eine Frag und sein Kopf - what was left of it anyway - ausgesehen hat wie ein Eintopf. Gut, auf der anderen Seite finde ich im Internet auch Bilder wie JFK auf der Nirosta-Pritsche liegt, mit fehlender Schädeldecke und seinem Gehirn neben ihm...

Ohne Kelley glaubt es eben keiner - wenn nicht jemand sagt "(It's worse than that) He's dead Jim" dann ist es nicht wahr.
Wobei, es ist vielleicht auch ganz passend dass ausgerechnet der Friedensnobelpreisträger Barack the Builder, jener Typ der jeden irren Diktator auf dieser Welt fuhrwerken lässt, den Mordbefehl gab. "We come in peace, shoot to kill" quasi.

20.04.2011

Running for all presidencies

In der Politik ist es recht einfach. Wenn du einmal weg bist, kommst du nicht wieder. (Na, vielleicht von Grover Cleveland und Winston Churchill mal abgesehen...)
Auch beim Militär ist es so, recht einfach. Wenn du einmal weg bist, kommst du nicht wieder.

Blöd ist es dann wenn sich Politik und Militär treffen. Dann werden die Grants und Eisenhowers vom Commanding General zum Commander in Chief und die McNamaras und Gates' befehligen auf einmal Armeen.

Ja, sowohl Grant als auch Eisenhower (auch Marshall, der durchaus auch an Ikes statt hätte POTUS werden können, Powell, Teddy Roosevelt und einige andere, letztlich sogar der schreckliche Andy Jackson) hatten einen erfolgreichen Krieg im Rücken. Und erfolgreiche Soldaten waren schon immer in der Bevölkerung angesehen.

Bizarr wirds aber dann wenn sich Leute aus dem War on Terror in die Politik hochhangeln wollen. Das was aktuell z.B. Sanchez macht - funktioniert logischerweise nur bei den Reps in Texas wo selbst ein blubbernder Wasserboiler bei den Primaries gewinnen würde (oder Bob Terwilliger...). Oder das was einige Leute schon dem Petraeus einreden wollten, running for the presidency 2012.

Zumindest solange bis man dem brandgefährlichen Republikaner - der mit einiger Wahrscheinlichkeit den traurigen incumbent rausgetrieben hätte - nach ASta deportiert hatte wo aus dem Kriegshelden der den Irak befriedet hat der arme namenlose Soldat aus Jona Lewies Song werden soll.

Aber warts ab, auch der wollt Präsident werden und hat dann die Kavallerie gestoppt...

05.04.2011

The Mabus Loop

Wer letzten Donnerstag C-SPAN verfolgt hat konnte Zeuge vom Anfang des Ende werden. Mein geliebter Jar-Jar hat sich im Senat selbst demontiert. Warum? Nun, weil er wie immer BS verzapft hat. Aber im Gegensatz zu meistens wo ihm nur die Republikaner den Vogel zeigen zeigen ihm mittlerweile alle Republikaner den Vogel und sogar einige Demokraten.

Das Problem ist ein bisschen bizarr. Gates, der seit Jahren als Einflüsterer für den Builder dient und ihm jeden Schmarrn einredet muss sich jetzt selbst den Schmarrn vom Barack einreden lassen. So muss Gates jetzt die Lybienpolitik (welche im wesentlichen rein militärisch ist) des grindigen Präsidenten mittragen und wird dafür abgeschossen.

Ja, es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Gates wird noch vor Ende des Jahres seinen Stuhl räumen. Und da ist es ganz lustig, wo sein Abgang ohnehin feststeht und man ohne Risiko auf ihn hintreten kann - nun, da ist es ganz lustig eben diese Treterei zu beobachten.

Aber ich frag mich ob man sich nicht in einem Jahr um die Zeit wie in einer Schleife fühlt. Designierter Nachfolger scheint Ray Mabus zu sein. Anwalt, ex-Südstaatengouverneur, Karrierediplomat (vormals Botschafter bei den Saudis), vor Jahren mal enlisted bei der Navy und jetzt Secretary of the Navy.

Ja, wir brauchen mehr Anwälte. Und wir brauchen den nächsten planlosen Gouverneur. Und wir brauchen dringend einen der den dubiosesten politischen Posten der USA ausserhalb der USA bekleidet hat. Und natürlich brauchen wir dringend den Typen der bei der planlosesten Teilstreitkraft der USA dafür gesorgt hat dass alles beim schlechten bleibt. Lieber hat man den Wynne gefeuert.

Ganz recht, das Risiko ist gross dass sich nichts ändert. Dass wir in einer Art Möbius, äh, Mabus-Schleife stecken werden...

22.03.2011

Chefitäten

Wer sich die Berichterstattung rund um Operation Idly By ein bisschen reingezogen hat, also nicht die militärische sondern die politische Komponente, hat ungefähr eine Ahnung bekommen was denn da so abgelaufen ist. Sofern er ein bisschen ausserhalb der Agenturmeldungen denken konnte.

Idly By triffts nämlich ganz gut. Denn irgendwie hab ich den Eindruck dass Barack the Builder genau selbiges tun wollte, nämlich die Situation aussitzen. Denn während sein demokratischer Vorgänger zwischen Pennsylvania und Constitution Avenue einmal pro Jahr Leutz nach Rambouillet, Camp David oder Dayton geladen hat um die Konflikte dieser Welt zu lösen fliegt der Präsident der "im weissen Haus Kaffee serviert hätte" (O-Ton Bill Clinton über Obama) in die Pampa Brasiliens um über wer weiss was zu diskutieren. Und so bleibts an dem petite chef du grande nation, dem am Rande der Zurechnungsfähigkeit wandelnden Westentaschen-Napoleon Sarkozy, hängen was zu organisieren. Und während die UN über eine NFZ-Zone abstimmt und der Sarko die halbe Welt einlädt um die Intervention gegen Lybien plant sitzt der Obama in einem Land fest welches den Einsatz nicht unterstützt und muss der Navy mal eilig den Angriffsbefehl geben weil der Sarko das macht was ihm in den Kram passt und nicht auf die Yankees wartet.

Und so steht der Barack in Brasilia, die argwöhnisch schauende Rousseff hinter sich, und muss was von wegen nicht idly by verkünden und man kennt ihm ganz eindeutig an dass er das gar nicht sagen möchte. Und die Welt reagiert mit vorsichtiger Häme weil der Friedensnobelpreisträger ein anderes Land bombardieren lässt... Aber was bleibt ihm anderes übrig wenn der Sarko den petit chef ein bisschen zu ernst nimmt und sich am Dabbelju ein Beispiel nimmt und macht was er will.

Sämtlich Statements, auch die von Mullen und Co., zeigen auch ganz eindeutig wo man sich einordnet. Eigentlich will man mit der ganzen Sache nix zu tun haben, hat aber als einziger die militärische Kapabilität was zu tun. Auch wenn man bizarrerweise diesesmal nur der kleine Chef ist.

21.03.2011

Idle

Ja, das waren damals noch andere Zeiten, kurz nachdem sich der desert storm gelichtet hatte. Da wurde comfort geprovided, die democracy geupholded und hope gerestored. Aber manchmal brauchte man auch force, die war dann etweder ganz schön deliberate oder zumindest allied.
Aber auch schon zuvor war der cause just und der will earnest - und gelegentlich war alles so urgent dass man glatt zur fury werden konnte.

Und im neuen Jahrtausend da wollte man den freedom verbreiten, und zwar nicht nur unter den iraquis. Das war dann auch ganz schön enduring, also nicht der freedom, sonder eher das Unternehmen ihn zu verbreiten.

Aber das war damals. In einer Zeit in der die Regierung echte Militärpolitik machte und man per spin doctor versuchte nicht immer populäre aber notwendige Einsätze an den Mann zu bringen. Unter anderem auch über den Operationsnamen.

Und heute wo im Weissen Haus und im Pentagon die traurigen Gestalten sitzen agiert man ungefähr so wie die aktuellen Operationsnamen. Aus dem Zufallsgenerator.
Witzigerweise wäre "Odyssee Dawn" ein von SOCOM vergebener Code. Durchaus denkbar also dass einige Typen aus Benning schon seit geraumer Zeit in Lybien rumhirschen.

Es kann natürlich auch sein dass jemand im Pentagon - den ich gerne kennenlernen möchte - diesen Namen mit voller Absicht ausgewählt hat. Odysseus Obama dem schön langsam dawnt dass das alles ganz anders läuft als geplant (dazu vielleicht morgen mehr).

Denn wenns nach eben jenem ginge hätte die Operation wohl einen anderen Namen, einen Namen nicht aus dem Zufallsgenerator sondern von des Obamas eigenen spin doctoren.

Operation Idly By...

26.02.2011

Million Dollar Company

Und jetzt gibts sogar die Zahlen: Boeing hat sich 2010 die Aufträge der Regierung um lächerliche 17,8 Millionen Dollar erkauft. Das ist mehr als LockMart und BAE zusammen dem Kongress in den Allerwertesten geschoben haben. Da ist es kein Wunder das man Aufträge bekommt für Dinge von denen man eigentlich keine Ahnung hat (wie das C-130 AMP oder die KC-45...)

Das ist auch mehr als UT (da gehören unter anderem P&W und Sikorsky dazu) und EADS gemeinsam zahlen. Und das ist auch mehr als ALLE anderen Rüstungsunternehmen zusammen abdrücken. Ja, auch das ist ein Geschäftmodell.

Wie windig die dritte Auflage von der Geschichte ist zeigt sich auch daran dass beide Anbieter quasi unverändert in die Schlacht gezogen sind, aber trotzdem Boeing gewonnen hat. Angeblich waren niedrigere "operating costs" dafür ausschlaggebend. Soso. War das auch vorher so in den Kriterien drin? Sonst wär EADS wohl kaum mit der selben unveränderten KC-330 angetreten von der man schon vorhin wusste das sie in punkto Leistungsfähigkeit und Betriebskosten über dem Boeing-Vogel liegt.

Aber das ist ja alles nicht so wichtig. Boeings "Marketing"-Abteilung hat den Erfolg gebracht. Und was sind schon knappe 18 Millionen Dollar gegen einen 35 Milliarden-Auftrag. Sogar Teddy DiBiase könnt das aus der Portokasse zahlen.

(Ehrlich, wenn das so weiter geht mach ich noch einen eigenen Boeing-Tag...)

25.02.2011

Boeing!

Na schau. Im dritten Versuch hat es die Air Force doch tatsächlich geschafft eine halbwegs saubere Competition durchzuziehen an deren Ende trotzdem die "richtige" Firma gesiegt hat.Nachdem beim ersten Mal der Betrug so offensichtlich war dass selbst der Kongress, der es im Normalfall gar nicht merkt wenn der Contractor mit Schubkarren voller Greenbacks durch die Gänge fährt, eingreifen musste und man beim zweiten Mal leider viel zu objektiv war (also solche Parameter wie Leistung über die Menge des Lobbying-Schotter gestellt hat) hat mans jetzt endlich geschafft. Wenn auch mit kleinen Hiccups und nur weil man NG zuerst rausgeekelt hat.

Aber seis drum. Man schaffts also wieder Boeing über Umwegfinanzierung den Dreamliner zu subventionieren und die unselige Bude aus Everett wieder 20 Jahre im Business zu halten.

Versteht mich nicht falsch. Dass sowohl NG als auch EADS mit Geld rumgeschmissen haben um sich den Deal zu erkaufen eracht ich als selbstverständlich. Das läuft im Pentagon leider so. Aber wenn Bestechung (siagst, jetzt hab ichs gesagt) dazu führt dass das überlegene Produkt siegt kann ich das noch akzep... ahem, hinnehmen. Aber wenn der Schrott siegt weil man die richtigen Leute schmiert kommt mir das Grausen.

Im Pentagon kommt man sich ohnehin schon vor wie in der MAD-Redaktion. Alfred E. Gates regiert den Laden, Spion und Spion versuchen sich gegenseitig umzulegen und ohnehin gleicht alles einem Don Martin-Comic. Und bei all diesen Kaschlunz! und Zapfong! passt Boeing! eh gut dazu. Aber was heisst Boeing! Ich hab keine Ahnung - aber sicher nichts gutes.

25.01.2011

Buzz Entacher

Wieviele Stabschefs des US-Militärs, entweder der JCS oder der Teilstreitkräfte, haben ihre normale Dienstzeit seit Schaffung des Department of Defense nicht regulär beendet?

Jerry Boorda, der hatte ja diesen kugelbezogenen Vorfall. Und natürlich der alte Sherman. Aber sonst? Das waren einige - und ganz wurscht ob sie gefeuert wurden, gegangen wurden oder ihren Sessel freiwillig geräumt haben, alle haben das gemacht weil sie den Zivilisten den man ihnen vor die Nase gesetzt hatten nicht länger ertragen konnten.

Bei der Navy etwa George Anderson der von McNamara gefeuert wurde (ich meine, who else?), oder Lou Denfeld. Bei der Air Force Ron Fogleman oder Mike Dugan, letzterer wurde von Cheney gefeuert. George Brown interessanterweise nicht - heutzutage würd man ihn nach Grönland katapultieren.

Und natürlich, erst vor kurzem, Buzz Moseley.

Und unser Bertl hat sich halt gedacht, was die USA können kann er schon lange.

Und flugs hat er auch seinen Stabschef gefeuert. Genau wie Matthews, Cheney oder Gates - weil die ihnen dagegengeredet haben. Denn der Gehorsam der beim Militär innerhalb der Struktur herrscht ist nur ein Klacks gegen den Gehorsam den man gefälligst seinem Minister entgegenbringen muss - ganz wurscht wie faktenresistent derjenige ist.

Wobei die Offiziere die in den USA geflogen sind (inklusive Westmoreland und McChrystal) ihren Protest immer gegen eine strategische oder doktrinale Entscheidung gerichtet haben während das hierzulande der Entacher gegen eine ideologisch-politische tun muss weil man weiter gar nicht kommt. Dort drüben schafft mans zumindest dieses erste Level zu nehmen ohne dass sich die zivile militärische Spitze blamiert. Aber bei uns findet Verteidigungspolitik gar nicht statt. Hier bleibts leider bei Parteipolitik.

19.01.2011

Haw haw

Irgendwo gabs in jeder Schule einen Rowdy. Das war eine furchtbare Kantn, dumm wie Brot, meistens in der Ehrenrunde.

Der prügelte jedem das Essensgeld raus, machte nette Spiele mit der Toilette und machte den anderen die Schulzeit zur Hölle.

Und dann gabs da einen mit dem sich der Rowdy nicht anlegte - warum auch immer. Das war vielleicht die noch grössere Kante die kein Rowdy war, oder vielleicht der unscheinbare Typ der am Wochenende Jiu-Jitsu trainierte.

Denn eine der obersten Rowdyregeln ist ja "Leg dich nicht mit einem stärkeren an."

Der Rowdy auf der Earth High ist ja dieser America-Typ. Der prügelt laufend den anderen das Ölgeld raus und macht der Welt das Leben zur Hölle.

Und dann gibts da den mit dem sich der America-Typ nicht anlegt. Das ist dieser Chinaman.

Blöde Geschichte, vielleicht. Aber leider allzu war. Nur das in diesem Falle dieser Chinaman weniger harmlos ist. Das 1,2 Milliarden-Imperium da drüben macht mit seiner Wirtschaftspolitik nahezu die ganze Welt kaputt und rüstet dass die Sowjetunion dagegen Obervolta ist. Die Gefahr für den Weltfrieden ist aktuell China, auch wenn das vielleicht nicht mal deren Absicht ist.

Aber mit denen legt man sich nicht an, denn da würd sich die selbsternannte Weltmacht USA die wirtschaftlich und militärisch kaum mehr als eine hollow shell ist, einen Satz heisse Ohren holen. Also während man jede Westentaschendiktatur mit Erdöl und ohne Streitkräfte in die Steinzeit bombt hofiert man die grösste Diktatur der Welt.

Und während der Hu im Weissen Haus diniert schreibt man in Arlington, Langley und Norfolk fleissig Berichte über die Chinesen (wie auch in Foggy Bottom) und von Kadena aus fliegen die C-135-Derivate mit den schrecklichen Modifikationen vor der Küste auf und ab. So steht die Welt quasi unter der Knechtschaft der zwei grössten Rowdys dieses Planeten die sich selber zwar auf den Tod nicht ausstehen können aber eines genau wissen: wenn sie sich miteinandern anlegen sind sie beide Tod. Dann könnt ich auch "Haw haw" sagen.

10.01.2011

Vulkanische Weisheiten

Das letzte was ich an dieser Stelle vor dem Stuxnet-Zwischenfall geschrieben haben befasste sich mit ein paar Bildern von irgendwo aus China.

Little did I know that what I thought back then as Chinas next Photoshop Fighter would turn into a minor political earthquake.

Es entbehrt dabei nicht einer gewissen Komik dass Jar-Jar ausgerechnet jetzt nach China fährt wo ihm der neue Wundervogel vor die Kamera gestellt wird, carrier-killer deployed werden und am Flugzeugträger gebaut wird. Gut, was bleibt ihm sonst über. Vor ein paar Jahren noch da war das alles gar nicht wahr, über next-war-itis hat er Witze gerissen und geglaubt dass die grösste Herausforderung des Pentagons der nächsten 20 Jahre ein paar opiumrauchende Banditen in einer Höhle am Hindukush sind.

Und stattdessen rüsten sich die Chinesen jetzt an ihm in einer Geschwindigkeit vorbei dass sein geliebter Wundervogel Fort Worthscher Provinienz nicht mal mim Nachbrenner hinterherkommt.

Und das chinesische Flugzeug hats tatsächlich auch in die Mainstream-Blätter geschafft - vielleicht fängt man jetzt auch an die Chinesen mehr als Gefahr für die freie Welt zu sehen denn als billige Lieferanten von Computerhardware...

Und vielleicht ist es ja auch genau so wie die Vulkanier sagen: "Nur Gates konnte nach China gehen."

09.01.2011

Don't make a movie out of this one

Die kurzzeitige Auszeit des Rechners hat dann auch dazu geführt dass ich in meinem Weihnachtsgeschenk schmökern konnte. Meine allzeit nette Schwester hat mir doch tatsächlich die Bush-Memoiren ("Decision Points") gekauft.

Neue Enthüllungen wirst du darin vergeblich finden. Die sucht man doch besser auf den Wikileaks-
Servern. Aber blöd für die Linke ist dass Bush (oder dessen Ghostwriter) natürlich darauf hinweisst das sämtliche Meatheads der Demokraten die Bush in dessen second term permanent als Inkarnation des Leibhaftigen behandelt haben damals im Einser-Jahr unter den ersten waren die bei so Nebensächlichkeiten wie dem USA PATRIOT Act oder dem Einmarsch im Irak mit 'Yea' gestimmt haben. Ein paar Jahre später hätten selbige Herren am liebsten die Aufzeichnungen aus den Geschichtsbüchern gelöscht - logisch, sind darunter doch Hardcore-Liberale wie Joe Biden (da schau her...) oder Tom Daschle gewesen...

Und blöderweise für die Liberalen kommt Bush darin weder als eiskalter Neocon rüber noch als texanischer Hillbilly. Sondern fast schon menschlich. Naiv und von den Ereignissen überrollt/überfordert. Das ist zwar nicht unbedingt das was man als Führer der freien Welt (oder so irgendwie) haben möchte aber zum einen durchaus verständlich und nochvollziehbar und zum anderen dann letztendlich doch volksnäher als der Teleprompter of the United States der aktuell im Weissen Haus sitzt.

Wir sollten vielleicht einfach mal aufhören den Dabbelju immer nach dem zu beurteilen was wir in Fahrenheit 9/11 gesehen haben. Warum gibts eigentlich keinen republikanischen Filmemacher der einen Film drüber dreht warum der Typ im weissen Haus die grösste Summe aller Wahlkampfspenden ever eingenommen hat und seitdem vor allem seine Sponsoren bedient (Rüstung, Öl und Baufirmen hauptsächlich) und die national debt mit einer Geschwindigkeit hochtreibt dass relativistische Effekte schon schlagend werden?

22.12.2010

Starthilfe

Jetzt scheints also doch was zu werden, mit der Ratifizierung des START IV Vertrages. Ja, ich weigere mich das Ding bei seinem Mainstream-Namen zu nenne. New Start oder so ein Bullshit, das ich nicht lache - die Spindoktoren des Obama wollen doch nur verhindern das jemand bemerkt dass START II die Russen sabotiert haben und START III (der spätere SORT) von den Reps durchgezogen wurde. Verhandelt, ratifiziert und erfüllt in kürzerer Zeit als die Entwicklung von Jar-Jars Lieblingskampfflugzeug noch dauern wird.

Dass in Punkto Effektivität START IV hinter jedem seiner Namensvorgänger, beiden SALT und auch dem INF liegt, und damit der zahloseste Abrüstungsvertrag ever ist, scheint die Demokraten auch nicht zu stören. Die Marketingmaschine die der Welt diesen Vertrag als the greatest thing since bread came sliced (Copyright by Michael Stipes, Peter Buck & Mike Mills) verkaufen möchte läuft auf Hochtouren, und das durchaus ganz erfolgreich.

Scheinbar auch erfolgreich genug um auch die Betonköpfe in den Reihen der Republikaner bekehren zu können. Wobei, wenn die Überzeugungsarbeit dabei ähnlich funktioniert wie wirs gewohnt sind wird wohl bald die EPA auf den Plan treten.

Der bizarre Witz hinter dem Vertrag ist ja dass man in den USA gern damit argumentiert (also auf der Pro-Seite zumindest) das man das vor allem der Kontrollfunktion wegen braucht. Na Bumm... Wenn man auf Seiten der friedliebenden Demokraten unbedingt einen Abrüstungsvertrag braucht um den Russen in die Fabriken zu schauen sagt das einiges über das Vertrauen dass man den Russen auf Seiten der USA entgegenbringt. Man heuchelt also nur was von einem New Start, in Wirklichkeit hat sich nicht viel geändert. Die Neocons waren da zumindest ehrlicher.

Es sieht noch immer ganz gehörig danach aus als würde dieser Vertrag nicht vom Fleck kommen - da muss man noch gehörig Anschieben bis hier was weiter geht. Aber das scheint dieser Tage eh das inoffizielle Motto in Washington zu sein...

21.12.2010

Perestroika, US-Style

Dass in dem Staat mit dem grössten Militärbudget der Welt (und nein, ich rede nicht von China) logischerweise auch eine ganze Branche davon lebt Meinungen zu verkaufen und Goderl zu kraulen ist verständlich.

Dass diese Branche eher selten echte Expertisen vorweisen kann sondern lieber irgendwelche Agenden durchdrückt hab ich auch schon erwähnt.

Neu hingegen ist aber dass diese Branche jetzt draufkommt dass man (hör ich hier jemanden Videospielmagazin sagen?) eigentlich nur am (Geld-)Tropf der Rüstungsindustrie hängt. Oder wie Pete Singer da letztens zynisch anmerkte ist es "ein Zufall dass Think Tanks die von den Rüstungsgiganten finanziert werden immer für Aufrüstung eintreten".

Die Spitze dieses Eisberges ist ja der grösste Think Tank der Welt, mittlerweile ein eigenes Unternehmen - die RAND Corporation. Nicht umsonst ist RAND aus Douglas herausgegangen (also dem was jetzt die Saint Louis Division von Boeing ist), also ein Think Tank der der Flugzeugindustrie in den 50ern und 60ern genau die Art von Expertisen geschrieben hat die man auch haben wollte, sie der Regierung aber als "Independent" verkauft hat. Und logischerweise ist RAND auch bis heute "zufälligerweise" immer im rechten (also die amerikanische Definition von rechts) Eck zu finden. Klar, wenn sich LockMart oder sonstjemand dort eine Studie kauft wird dort wohl kaum drinstehen alle Kampfflugzeuge einzumotten...

Warum kommt man da aber jetzt drauf? Na die Moral wird sie wohl kaum gepackt haben. Wahrscheinlicher ist eher dass man, in Zeiten in denen die Steuerdollar schön langsam versiegen werden, versucht sich ein bisschen reinzuwaschen damit man nicht den Einfluss in Washington verliert.

Fast so wie Gorbachev versucht hat den Kommunismus zu reformieren um ihn zu erhalten - da machen also die US-Think Tank ihre ganz eigene Version von Glasnost und Perestroika. Sich gerade genug ändern damit es so aussieht als würd man was ändern...

12.12.2010

Das Fenster zum Hof

Stell dir mal vor du bist ein Beschaffungsmensch irgendwo in Europa, weiss nicht, in Berlin, Rom oder Paris etwa. Und da kommt ein Mensch von der Truppe, von mir aus der Inspektor der Infanterie, zu dir ins Büro mit einem UOR in der Hand. Der hat nämlich festgestellt das die Weltkrieg-Zwo Gewehre die seine Truppe als Sniper Rifles in AStan verwendet nicht allzuviel taugen. Vorallem hätt er gerne mehr Reichweite und Präzision.

Na, was hast da für Möglichkeiten. Wenn dein Börsel eher klein ist könntest du drüben in Brod anrufen ob man die 700er auch in WinMag oder gar Lapua chambern kann. Wenn der Finanzminister grosszügig war könntest du auch in Dachau anrufen und den Preis einer Kiste SR-100er erfragen. Vielleicht magst dus auch eher exotisch - dann könnt man dir in Ulm sicher weiterhelfen. Wär auch denkbar dass du deinen Mannen eher was Vertrautes geben willst - dann würdest du wohl am Neckar fündig werden. Oder du nimmst vielleicht doch das Ding über das du von deinen Kollegen im Ausland so viel gutes gehört hast - dann findest du sicher in Portsmouth jemanden der dir weiterhilft.

Und jetzt stell dir mal vor vor deinem Fenster fliesst nicht die Spree, der Tiber oder die Seine vorbei sondern der Potomac. Wobei, realistischer ist eher dass du den Potomac nie zu sehen bekommst weil das einzige was du von deinem Fenster aus siehst die 28 Fuss entfernte Mauer des E-Ringes ist.
Kurz nachdem der General also aus deinem Büro verschwindet und du schon überlegst wie denn der Name des freundlichen Briten in Hampshire war läutet also das Telefon und eine politisch wichtige Figur (deren Namen hier nicht zu interessieren braucht) gibt dir zu verstehen dass man so kurz vor den mid-terms ein bisschen Unterstützung in Connecticut brauchen täte.

Du legst also den Hörer wieder auf die Gabel, sendest einen Stossseufzer an die schmutzige Decke und drückst die Schnellwahltaste die dich mit Frank in New Haven verbindet.

Es wär, um wieder in die Realität zu gelangen, eine so nette Geschichte, wenn sie nicht so treffend beschreiben täte wie die Army zu ihren neuen Scharfschützengewehren gekommen ist. So darf also Winchester der Army kaum modernisierte M24 zu einem Apothekerpreis verkaufen, also jener Prügel der über diverse M1A, M21 und M40-Unwege fast noch genauso aussieht und funktioniert wie sein 30-06er Uropa der schon in Bataan Aufständische umgeschossen hat - während man in Europa seit Jahren mit 300er-Selbstladern rumballert die auf 2000 yards einem Taliban die Kippe aus dem Mund schiessen können.

Als Aquisition-Mensch im Pentagon musst mit der Zeit depressiv werden. Dauernd musst du Krempel einkaufen der eigentlich schon in den Schmelzofen gehörte und die Welt ausserhalb deines Fensters endet nach 28 Fuss...

09.12.2010

Bizaar

Eine Menge Leute graben sich seit einigen Tagen durch das ganze Wikileaks-Zeugs. Und wie ich eh schon mal angemerkt habe ist das interessantere Zeugs der ganze nebensächliche Smuts.

Und auch auf militärischem Level, also eher auf rüstungspolitischer Ebene, findet sich einiges von diesem Schmutz. So zum Beispiel wie die Jungs in Foggy Bottom auf Wunsch vom Pentagon Saab sabotiert haben damit die Gripen in Norwegen aus dem Bewerb fällt - hat gewirkt.

Oder wie sich zwischen Madrid und Washington der Kuhhandel entwickelt hat - die einen sollten die CN-235 kaufen damit die anderen die F-35 kaufen. Die einen haben nichts gekauft weswegen auch die anderen nichts gekauft haben...

Etwa so ähnlich versucht man die F-35 in den meisten Ländern anzubringen...

Aber auch nur in Ländern die den Israelis genehm sind. Dort schreibt man nämlich gerne Protestnoten wenn die USA irgendwelchen arabischen Ländern (den Saudis, den Emiraten...) Rüstungsgüter verkaufen. Eh nur downgegradete Exportvarianten (lol, erinnert mich an so manchen Rosboron-Sale der 90er) und obwohl die Länder (im Gegensatz zu den Israelis) auch dafür bezahlen - aber die Zionisten dürfen das. Ulkig eigentlich dass das von selbigen Israelis kommt die gegen genügend Zaster jeden Schmarrn den Russen und den ChiComms verklopfen - jenen Schmarrn den sie zuvor per Mossad bei Raytheon, NG oder Tracor abgegriffen haben.

Denn letztendlich gehts in der ganzen Weltpolitik so zu wie bei Rüstungsgeschäften im mittleren Osten... wie am Bazaar.

07.12.2010

The Simpson

Es ist ein bisschen die Kunst, die Kunst dramatische Nachrichten mit anderen dramatischen Nachrichten zu überdecken.

In dem Falle ist es wohl Assange zu verdanken dass keiner so recht gemerkt hat dass sich die USA auf die grösste militärische Revolution seit Goldwater-Nichols zubewegen. Klar, nachdem was Fox grad in UK aufgeführt hat wirkt sowas aktuell sehr bedrohlich - aber einige der Dinge die man so hört dürften in ihrem Impact wohl noch viel weiter gehen als das blosse zamschneiden das die Herren Gates und Fox bisher so gemacht haben.

Denn das was die Herren Bowles und Simpson da propagieren hat nämlich genug Potential um das US-Militär für alle Zeiten zu ändern. Da wird schon mal der Nutzen des Millionenspielzeuges Osprey hinterfragt, der JSF um lächerliche 1000 Stück gekürzt (plus die komplette Streichung der STOVL-Version) und man wagt sogar den Frevel den Sinn eines eigenen USMC zu bezweifeln (was mich persönlich sehr freut - ich propagier das ja schon seit Jahren und werd im besten Fall belächelt und im schlechtesten zum Idioten erklärt). Und so ganz nebenbei möcht man noch eine Operation REFORUSA starten, also heim mit den Truppen aus Europa und Asien.

Ja, ich glaub nicht wirklich daran dass das auch nur teilweise umgesetzt wird. Aber es zeigt doch dass zumindest einige Leute in den USA den Ernst der Lage mittlerweile erkannt haben und auch sinnvoll was machen wollen anstatt mit Unfähigkeit (und Populismus) nur Eigenfehler zu überdecken.

Es wäre einer der grossen Treppenwitze der Geschichte dass ausgerechnet ein Simpson der Retter der US-Streitkräfte wäre... also so gänzlich Anti-Homer.

02.12.2010

The Land of the Gaga

Theoretisch ist ja das Hauptziel von Wikileaks, zumindest wars das ursprünglich mal, den ganzen Lieblingsdiktaturen auf der Welt, von Putins neuer Sowjetunion über unsere all-time favourites in Asien bis hin zu den ganzen Ölländern am Golf und dem Genocide-Belt in Afrika auf den Pelz zu rücken.

Welches Land jedoch war bis jetzt nahezu exklusives Ziel der Leaks? Richtig, die USA.

Das ist so wie dich Sache mit dem KGB, damals. In einer mehr oder minder freien Gesellschaft finden sich unter Garantie eine handvoll meatheads die, for whatever reason, den Sowjets die Geheimnisse verdrehen. Oder halt jetzt den WikiLeaks.

Nur dass damals halt der KGB mit 10.000 Agenten echte Dinge rausholen konnte (oder reinschleusen konnte) während bei WikiLeaks zum grösstenteils nur "belangloser Tratsch" (copyright by Paul Lendvai) ankommt. Echte Enthüllungen gabs bislang nicht wirklich, sondern nur Zeugs welches man mit ein bisschen Sachverstand eh ahnte.

Und scheinbar hat sich auch in die andere Richtung noch nicht allzuviel geändert. Denn sonst würd der Assange ja was aus seinen eigentlichen Zielländern in der Hand halten. Aber so wie vor 30 Jahren der KGB wacht in diesen Ländern auch heute noch immer eine Sicherheitsbehörde (die halt heutzutag GRU, SVR, FSB oder sonstirgendwie heisst) und knüppelt potentielle Whistleblower tot bevor diese noch ihre Pfeife kaufen konnten.

Klar, in den "zivilisierten" Teilen der Welt geht das natürlich nicht. Aber über OpSec sollt man sich doch ein paar Gedanken machen. Wie kann es sein dass ein Manning eimerweise Zeugs vom Army-Laptop zieht, auf eine CD brennt und Lady Gaga draufschreibt? Während man in Meade ein eigenens MAJCOM stehen hat dass genau sowas verhindert - oder zumindest sollte.

Aber was beschwer ich mich - an meinem Arbeitsrechner zieht der Virenscanner ein halbes Dutzend mal pro Tag die Würmer vom System weil es die 10 Mann starke IT-Abteilung nicht schafft die kaum upgedateten XP-Arbeitplatzrechner zu erneuern...

01.12.2010

Lies, damned lies and the US

So schreibt die Washington Times also unlängst dass unsere beiden Lieblingsminister, Ms. Bill Clinton und Mr. Jar-Jar Gates, nachweisbar vor dem Kongress gelogen hätten.

Na Überaschung...

Was habts glaubt? Dass auf einmal keiner mehr lügt? Bei meiner Ehr? Dafür steh ich mit meinem Namen? Würd empfehlen weniger fernzusehen.

Und wenn die Secretaries of State und Defense, und damit gewissermassen die zwei mächtigsten Männer (ahem...) der Welt hinter dem POTUS höchst selbst, bei so was nebensächlichen wie strategischer Abrüstung mal fröhlich flunkernd am Capitol Hill sitzen kann man sich zum einen ausmalen welche Gschichtln sie bei weniger wichtigen Dingen wie Beschaffungen irgendwelcher Flugzeuge erzählen werden. Und zum anderen welche Märchen ihr Herrchen, also der POTUS, so erzählt.

Denn nach unten hin, also unterhalb des paygrade eines secretaries, werden ohnehin fröhlich Dinge erzählt deren Wahrheitsgehalt ähnlich hoch sind wie die Märchen der Brothers Grimm. Oder wie Galrahn zynisch anmerkt, bei der Navy wirst du befördert wenn du den Kongress anlügst.

Hmm.. da stellt sich dann die Frage ob Gates' Beförderung vom DCI zum SecDef (mit dem Umweg "Exil in Texas") etwas damit zu tun das er während der Iran-Contra-Geschichte dem Kongress auch Dinge erzählt hat die so nicht stimmen...

27.11.2010

Minima

Was ist die minimale Anzahl an Flugzeugen die man braucht um ein Muster wirtschaftlich betreiben zu können?

Nun, für uns hierzulande gelten da natürlich eigene Massstäbe. Für uns ist es kein Problem Kampfflugzeuge in einer Anzahl zu betreiben die niedriger ist als die PAA im durchschnittlichen Fighter Squadron der Air Force. Und selbst drei Hercules oder zwei S-65 sind für uns kein Problem.

Aber wie sieht die Sache bei der grössten Luftstreitmacht der Welt, eben jener erwähnten Air Force, aus?

Nun, da liegt man mit 21 Stück (oder jetzt nur mehr 20...) B-2 eh schon am unteren Rande dessen was es sein sollte. Hier kann man sich aber ausreden, auf den hohen Preis, und dass man alle Frames am selben Ort zusammengezogen hat.

Wenn aber die Air Force eine kaum höhere Zahl an Flugzeugen eines Types auf 9 (in Worten: neun) Standorte aufteilt, für jeden dieser Standorte aber nachwievor die volle Infrastruktur eines doppelt so grossen Airlift Squadron (vormals Herk) erhält, inklusive übergeordneter OG und WG-Struktur (jep, wir sprechen von der Guard) dann drängt sich ganz stark der Verdacht auf dass da was schiefgelaufen ist.

Ah ja, das JCA. Jene aus den schon damals kaum zu rechtfertigen Chryslerschen Alenia-Fliegern outgegrowten und in einem Fiebertraum einiger Army-Typen um Key West zu umkurven entstandenen Minitransporter haben auf vielfache und beeindruckende Weise gezeigt wie man dort drüben arbeitet.

Und jetzt, wo die ersten der Dinger zulaufen, teilt man 38 Flugzeuge deren Mission man nicht mal rechtfertigen kann auf 9 Guard-Standorte in der Pampa von sonstwo auf. Und noch bevor die erste Einheit offizielles IOC hat schickt man sie schon in den Einsatz, nur um zu beweissen das man das Ding doch zu irgendwas braucht...

Wer hät gegen so einen Schmarrn Einspruch einlegen können? Na wie wärs mit einem Verteidigungsminister?

Welche Anzahl an Verteidigungsministern braucht man eigentlich um das Ministerium "wirtschaftlich" betreiben zu können? Na einer tät schon reichen... wenns denn der richtige wäre...