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25.05.2011

Gaudi

In ein paar Stunden wird die aktuelle Saison der Fussballbundesliga beendet sein. Und mit ein bisschen Glück gibts heute auch wieder eine ähnliche Gaudi wie vor drei Tagen.

Feind aus Westen

Den meisten Offiziellen - und natürlich auch den ORF-Fritzen - sind die Pappen nach unten geklappt als der harte Kern des Block West, die Ultras, in nur wenigen Sekunden mehr Meter in Richtung Austria-Tor zurückgelegt haben als die Mannschaft des SK Rapid in den 26 Minuten zuvor.
Gut, wen wunderts wenn du den Prolo-Sport schlechthin in dem seit 150 Jahren der Bodensatz der Gesellschaft landet der selbst für Rugby zu dumm ist mit einem Land kombinierst in dem der Bodensatz der Gesellschaft der den Strache zum Kanzler wählen würde fast 3 Millionen Leute ausmacht. Hierzulande sind halt die harten Kerne der Fanvereinigungen die grössten Nazi-Gruppierungen. Und wie anno dazumal die Sturmtruppen über Europa sinds diesmal halt die Ultras die einen Blitzkrieg gleich über die Ebene donnern und am Schluss stellt man entsetzt fest dass jahrelanges Appeasement nur dazu gut war sich gut zu fühlen.

Es geht noch Krüger

Seit jenem denkwürdigen Champions League-Finale wissen wir dass das Spiel erst dann endet wenn der Mann in Schwarz pfeift. (brrr... Fussballweisheiten) Weil das aber, anders als für den SK Rapid der schon mal so lange Nachspielzeit bekommt bis dass das Tor auch fällt, für die Wettmafia ein bisschen riskant ist wartet man meistens nicht solange. Bis zur 85. Minute vielleicht.
Ja, ich bin nicht auf Seite der Krone. Das Rumschleudern von Dreck muss nicht sein.
Aber ich sehs wie in der Rüstungsindustrie: jeder weiss dass geschmiert wird. Aber niemand will jemanden anpatzen - zumindest nicht die mächtigen - und daher versucht mans so gut als möglich unter dem Teppich zu halten. Noch Krüger als das Militär ist in dieser Hinsicht der Sport: überall wird gedopt dass man so manche Athleten nur mehr auf der Sondermülldeponie verscharren dürfte und Spiele werden geschoben wie die Bauern auf einem Schachbrett. Aber es muss unbedingt in dubio pro reo gelten. Ja von wegen. Ich setz auf der anderen Seite an: Ich geh davon aus das etwas nicht korrekt gelaufen ist.
(Und wer ist schon Krüger als Mike wenn nicht Freddy?)

13.10.2010

Expendable

Fussball wurde ja gestern auch noch gespielt. Gut, nicht überall - in Genua zum Beispiel nicht.
Dafür aber in Brüssel.

Es war ja ganz lustig anzuschauen - solange man nicht nachgedacht hat und über die ganzen Fehler entsetzt war.

Irgendwie wars wie im Hollywoodfilm. Auch dort kann man ein paar Stars (soweit man halt einen schrecklichen Chinesen, einen kahlrasierten Abzieh-Bruce-Willis und einen alternden Ex-Pornostar als Stars bezeichnen kann) zusammenpacken und damit was reissen. Davon abgesehen dass das alles ohne Sinn und Plan passiert, aber es fliegen viele Kugeln. Auch in Brüssel hat man ein paar Stars zusammengepackt (soweit man halt einen Kärtner Halbslowenen, einen egomanischen Einwanderer und einen Meidlinger Türken halt Stars nennen kann) und damit was gerissen. Klar, auch das ist ohne Sinn und Plan passiert, aber es sind viele Tore gefallen.

Blöd wirds halt dann wenn wenig Sinn und Plan dafür aber viele Kugeln ausserhalb von Actionfilm oder Fussballspiel passieren. Im Krieg z.B. - auch in Afghanistan sind mittlerweile schon eine Menge Kugeln geflogen, aber weil man auch dort ohne Sinn und Plan unterwegs ist helfen auch die ganzen Stars (soweit... nein, die Leutz von 75th Rangers, den Mountains, den Airbornes, Force Recon und irgendwelchen Detachments sind echte Stars) dort nicht viel.

Denn solange Zsak, Peischl, Constantini und Wohlfahrt jenseits des Atlantiks ihre Gegenstücke in Gates, Obama, Petreaus und Mullen finden wird der Afghanistan-Krieg auch wie ein Hollywood-Film bleiben...

07.09.2010

Plan 9 from Austria

Da hast du die geilste Armee der Welt, ausgestattet mit allem möglichen elektronischen Hokuspokus und Standoff-Geschmeiss, aber du schaffst es nicht gegen einen Haufen Kameltreiber bei denen ein Nokia schon Hochtechnologie ist und Standoff die Reichweite einer erbeuteten SVD bedeutet. Warum ist dem so?

Weil du ohne passenden Plan, Doktrin, Strategie, Taktik eben nix reissen wirst, no matter wie hoch du den enemy auch outgunnedst. So hat der ganze verdammte Vietnam-Krieg funktioniert und so funktioniert im wesentlichen jede Militäroperation der NATO/USA seit Ende des kalten Krieges. Oder funktioniert halt nicht.

Aber das hat man halt davon wenn man einen Verteidigungsminister ernennt der aus dem Stierparadies Texas kommt und als beste Leistung vorher die Verwicklung in die Iran-Contra-Affäre hatte.

So funktioniert auch was anderes. Das ÖFB-Nationalteam nämlich. Das schafft es nämlich, ähnlich wie die Army, auch nicht eine Kameltreibertruppe aus einem Land welches auf Stan endet zu schlagen weil schlicht der Plan, Doktrin, Strategie, Taktik fehlt.

Aber das hat man halt davon wenn man einen Teamchef ernennt der aus dem Kuhparadies Tirol kommt und als beste Leistung vorher die Ausbildung von 8-jährigen Ferienkickern hatte.

Einen Plan B, oder nennen wir ihn halt Plan 9, hat man nicht. Keiner von beiden. Weil beide auch eigentlich kein Interesse daran haben irgendwas zu gewinnen. Beide freuen sich über ihre Seilschaften und ihre fürstliche Entlohnung und planen schon auf die Pension zu. Die wollen das gar nicht ändern.

Das traurige ist, während Ed Wood furchtbar baden gegangen ist sind die Herren Gates und Constantini in ihren Sessel festgepickt. Wohl weil deren Vorgesetzte auch keinen Plan B haben. Oder Plan 9...

21.07.2010

Groundhog War

Ziemlich genau ein Jahr ist es her dass ich über die Bohemians aus Saigon geschrieben habe. Und wie wir gestern gesehen haben hat sich die Geschichte doch tatsächlich wiederholt.

Diese Zeitschleifen gibts nicht nur beim Fussball. Ich mein, Afghanistan ist doch eine einzige Zeitschleife. Seit nunmehr acht Jahren quält sich der kleine GI Phil durchs Land (hey, das ist passend - angeblich hat Phil 8 Jahre und 8 Monate in der Schleife verbracht) hat alle möglichen Sachen gelernt und so manchen Suizid vollbracht und beginnt doch immer wieder bei Null.

Warum das so ist lässt sich ganz einfach erklären. Genauso wie sich Phil gegen die Zeitschleife nicht erwehren kann kann das die Army auch nicht mit der Situation in AStan - oder Huub Stevens mit dem Fussball. Man rackert sich ab weil man die Fakten nicht akzeptiert weil sie nicht ins Weltbild passen und man sie ändern möchte. Nur ist die Zeitschleife da, ganz wurscht was Phil macht. Und auch die Taliban sind da, ganz egal wieviel SDBs die B-1 noch abwerfen. Erst als Phil realisiert dass er sich anpassen muss kommt er raus. Auch der Army wird nix anderes übrig bleiben als sich anzupassen. Ditto dem Huub.

Für den Stevens heisst dass das er mit seiner 0815-Gebetsmühlentaktik endlich aufräumen muss - sonst kann er sich die Champions League wieder aufmalen.
Und für die Army heisst dass die muss auch mit ihrer Gebetsmühle (Taliban gesichtet - Bombe drauf) aufhören. Jemand (wars McChrystal?) hat mal gesagt dass man ohne der Air Force ihrer Fliegerei etwa 250,000 Mann für die ISAF benötigen würde. Nachricht fürs Pentagon: Man benötigt sie auf jeden Fall, wahrscheinlich sogar mehr. Die Army hat schon einmal gegen einen Gegner versagt weil sie geglaubt hat ein paar Bomben reichen aus - einzig zu der Zeit als man Airmobile Infantry eingesetzt hat, teilweise mit M1911ern und Bayonetten bewaffnet hat man den Vietcong aufgerieben dass es eine wahre Freude war. Aber da man halt eine Menge eigene Verluste hinnehmen musste hat mans dann wieder gelassen und stattdessen die B-52 auf den Ho Chi Minh-Trail und nach Saigon geschickt.

Denn aktuell tötet man irgendwo mal 50 Taliban und verliert 5 eigene Leute - sinnvoller wärs 1000 Taliban zu töten und 100 eigene Leute zu verlieren. Nur wenn Barack the Builder 100 Tote an einem Tag verkünden müsst, sein Teleprompter würd wohl eingehen. Nein, das will man nicht. Stattdessen groundhogt man auch weiter und steigt Tag für Tag in die selbe Lacke am Randstein. Oder IED, for that matter.

13.07.2010

Funken

Ja, mag sein das einige schon keinen Fussball mehr sehen können. Ich bin, nach 64 Spielen die ich tatsächlich alle gesehen habe, auch ganz froh das jetzt wieder Ruh ist.

Aber einen kurzen Rückblick können wir noch machen. Denn ich möcht die Frage stellen warum das mit manchen Nationen nie funktionieren wird.
Als erstes gilt es mal festzuhalten dass Fussball ein Sport fürs Proletariat ist - "panem et circensis". Aber mal von Golf und Tennis abgesehen gilt das wohl eh für jeden Sport.

Manche Nationen sind in diesem Falle z.B. die USA. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten in dem du mit einer guten Idee Milliardär werden kannst, in dem den Soldaten ein Commanders Intent reicht bringt im einzigen Ballspiel in dem angesichts fehlender Taktikkorsette Ingenuität gefragt ist nix zusammen. Dafür ist man Weltführer in Spielen wie Gridiron oder Baseball in denen selbst hirnlose übergewichtige Hillbillies brillieren können weil die Taktik des Spieles ähnlich rigide ist wie die Marschformation der Roten Armee auf dem Roten Platz.
Und das passt interessanterweise. Denn die Sowjets, bei denen eigenständiges Denken nie belohnt wurde und deren Piloten per GCI bis an den Feind geführt wurden, samt automatischem Lenkwaffenstart, die waren bizarrerweise immer eine Macht im Fussball.

Wie passt denn sowas? Klar, heutzutage steckt soviel Geld dahinter dass Soccer halt nicht mitkann mit Football, in jeder Bedeutung von letzterem Wort. Aber auch in den USA hat Baseball mal klein begonnen.
Der echte Grund dürfte wohl darin liegen dass in den typisch amerikanischen Ballsportarten schon per Regelwerk Punkte garantiert werden während im Fussball selbst zu Zeiten eines WM-Systems kaum mehr als 10 Tore zu sehen waren. Scheinbar zuwenig für die Entertainment-Junkies dort drüben.

Gut, das erklärt dann wohl auch die Aussenpolitik der USA. Do muas es schnölla, do muas es krocha weil sonst ist dem amtierenden Präsidenten wohl fad...

06.06.2010

Unpolitisch

Und wenn wir schon von Fussball sprechen... da beginnt nächste Woche wieder mal die WM.

Und die ist nach-wie-vor, vielleicht mehr noch als es die Eishockey-Variante jemals war, ein Tummelplatz der Nationen die man sonst eher als Achse des Bösen kennt.
Klar, die Russen sind diesmal zwar nicht dabei (weil halt doch ein Unterschied zwischen dem Team und der Liga besteht) und auch Dauergast Iran (des sand de mit de Atomwoffn) glänzt durch Abwesenheit.

Als Stand-Ins fungieren dieses Jahr dafür die Serben (die man vor ein bissel mehr als 10 Jahren noch bombardiert hat) und die Nordkoreaner (des sand de aundan mit de Atomwoffn). Schad eigentlich dass dem Hugo seine Chaostruppe nicht dabei ist...

Mir ist klar dass der offizielle Standpunkt der FIFA, wie auch von IOC und den meisten anderen Verbänden, der ist dass man die Politik und den Sport gefälligst zu trennen hat (andererseits, frag nach bei den Dänen - deren 92er Titel war letztendlich reine Politik).
Ich werd mich dem beugen.

Daher gibts ab morgen keinen AAFN mehr. Der wird das Zepter an seinen unpolitischen Kollegen (read: alter ego), den Angry Soccer World Cup Nerd, abgeben. Der wird, fernab von UN, Militär und Terroristen in den nächsten Wochen das geschehen in Südafrika kommentieren.

06.03.2010

Dänischer Auslandseinsatz

Fussball gespielt wurde diese Woche ja auch noch... Und auch dafür zeichnet der Bertl, weil ja mittlerweile das S nach dem BMLV steht, verantwortlich.

Und irgendwie passt das ja. Ählich wie das ÖBH ist auch die ÖFB-Auswahl in einer Krise. Und ähnlich wie beim ÖBH die Krise zu einem guten Teil von oben ausgeht - also vom Bundesminister - ist das auch beim Team so. Da ist zwar nicht der Bertl dafür verantwortlich (obwohl...) aber viele Dinge drumherum sind so erstaunlich gleich dass man fast glauben muss hier ein Muster gefunden zu haben wie in Österreich Posten besetzt werden.

Und fachliche Qualifikation ist dabei kein Kriterium.

Das Problem dass sich hierbei (in beiden Dingen) stellt ist dass man sich Siege an die Kappe heftet aber bei Niederlagen immer die anderen Schuld waren. Ja, man hat gegen Dänemark 2:1 gewonnen. Gegen einen Gegner der sich fürs Ergebnis nicht interessiert hat und zuweilen schon grenzdebil vorgegangen ist. Kann aber damit denn Druck von den handelnden Personen (also diesen Constantinis, Peischls und Zacks...) nehmen weil so schlecht kann ja alles nicht sein wenn man gewinnt...

Wie beim Bundesheer. Wann immer der Verein und vor allem der Bertl in die Gefahr kommt unter die Räder zu kommen zieht man die Auslandseinsätze aus dem Hut. So schlecht kann ja alles nicht sein wenn das Bundesheer als gerne gesehener Partner seit Dekaden bei Auslandseinsätzen dabei ist. Eh... nur gehen die Gegner dabei genauso grenzdebil wie die Dänen vor, wenns denn überhaupt Gegner gibt. In all den Jahren Auslandseinsätzen war das ÖBH noch nie in Konflikthandlungen verwickelt die über eine durchschnittliche Hooligan-Schlägerei im England der 70er Jahre hinausgegangen wären. Wie man also ernsthaft dieses Analogon zum Dänemark-Länderspiel für irgendwas heranziehen kann (weil letzendlich der einzige Unterschied zwischen der Kaserne in Götzendorf und dem Camp in Suva Reka das Payment ist) ist mir schleierhaft.

Aber scheinbar ist beim ÖBH der Auslandseinsatz das Dänemark-Länderspiel...

11.02.2010

Österreichischer Schneeball Bund

Ein paar Wochen ist es her dass die Biathleten im Stadion des FC Schalke 04 ihre Runden gedreht und auf Scheiben geballert haben. Verrückte Deutsche, die machen doch tatsächlich Wintersport in ihren Fussballstadien (und Stock Car Challenges...)

Aber hey, was die Piefkes können, des kinnan mir scho laung. Blöd nur dass unsere Gegenveranstaltung nicht durch den ÖSV organisiert wird, sondern durch den ÖFB. Geschehen gestern, im Schwarzenegger-Stadion, Verzeihung in der Kommunikationsdienstleister-Arena zu Graz. Da sind doch tatsächlich 22 Athleten durchs Stadion gelaufen und haben gelegentlich auf 18m² grosse Scheiben geballert. Skier hatten die keine unter den Füssen, und für eine Wintersportart waren die auch erstaunlich leicht bekleidet.

Aber in Österreich da ist es kein Problem Fussball zu spielen bei Bedingungen bei denen selbst der grönländische Landesverband die Spieler in die Sauna schickt. Dass dabei, trotz zuweilen heftiger Szenen, nur Schildenfeld frühzeitig w/o geben musste gehört noch zu den Positiva des gestrigen Spieles. Na, stimmt net ganz. Auch der Huub hielt nicht durch - der liess seinem Unmut über die Bedingungen am Feld und die Schiedrichterleistungen die ähnlich bescheiden waren wie diese nämlich freien Lauf.

Klar, ein Stevens der lange Jahre in der DBL verbracht hat muss sich hierzulande ja vorkommen wie in einem schlechten Witz. Bei uns ist ja sogar in der Politik alles andere wichtiger als Kompetenz (wie sonst können Leute wie der Bertl und die Mitzi Minister werden?), warum solls da bei einem der provinziellsten organisierten Fussballverbände Europas anders sein. Wenn da Leute wie Windtner und der blade Ludwig am Ruder sitzen darfs keinen Wundern dass Cupspiele ausgetragen werden zu einem Zeitpunkt an dem selbst die Strassenmeisterei mit der Schneeräumung nicht mehr nachkommt. Und der SK Sturm das wohl einzigartige Kunststück in der Geschichte des Erstligafussballes geschafft hat, bei einem Heimspiel noch Verlust zu machen.

20.11.2009

Kings of the Stone Age

Da spielt man also gegen Spanien (das sind immerhin jene die unlängst mit den Argentiniern Suchs-Balli gespielt haben) und wird naturgemäss abgefertigt. Dass der B-Elf der Spanier dabei eine 60 %-Leistung reicht um das Team in die höchste Heimniederlage seit 15 Jahren (ebenfalls ein 1:5, damals gegen Deutschland) reinzudrängen erwähnen wir lieber nicht.

Das was sich dann aber nach dem Spiel abgespielt hat war aber noch kurioser. Haben vor dem Anpfiff einige gerätselt was in den Teamchef gefahren war dass er tatsächlich mit zwei AVs aufmarschiert ist wurde nach dem Spiel deutlich dass selbige Aktion nur darauf abgezielt hat den AVs die Niederlage anzukreiden und, wie auch medienwirksam verkündet, wieder auf eine Viererkette mit 4 Innenverteidigern zu wechseln (und wenn dann der Paulee oder der Franky noch vor der Abwehr spielt hat er fast das halbe Blankett mit IVs befüllt).

Das ist natürlich eine Devolution (kann man das so sagen?) in die Fussball-Steinzeit (und auch deshalb ulkig weil bei den Spaniern Sergio Ramos, RAV, einer der Aktivposten war). Aber in Österreich scheinbar machbar ohne dass man ins Exil gejagt wird.

Es gibt auch im militärischen einige Beispiele für eine Rückkehr in längst vergangen geglaubte Zeiten. Flugzeuge mit Leistungsparametern einer P-47 etwa weil man glaubt damit Kriege führen zu können (die heissen halt Drohnen). Oder Befestigungsanlagen wie zu Zeiten der Türkenkriege weil ja der Feind auch mit Infanterie und Pferdefuhrwerken angerückt wäre (die nannte man dan FAn).

Eigentlich interessant wie manche immer wieder versuchen den Lauf der Geschichte umzukehren...

07.11.2009

Fallen from grace

Nach der gestrigen Kaderbekanntgabe welche zum Fiasko ausartete schiesst sich die heimische Presse auf den Constantini ein. Auch diverse Trainer in der Bundesliga (wie z.B. des Pedas schon legendärer Arschwackel-Sager) kritisieren den obersten Tiroler des Landes.

Und einige meinen schon das Ende der Ära Constantini zu sehen.

Dabei hat die öffentliche Meinung noch in den seltensten Fällen dazu geführt dass jemand fallen from grace ist. Typen wie Jar-Jar Gates oder unser Bundes-Bertl sitzen nach wie vor fest im Sattel, allen Verfehlungen zum Trotz. Und deren Amtszeit ist um ein vielfaches länger als die vom DiCo.

Denn für jeden der halbwegs Ahnung hat und die Situation untragbar findet findet sich einer der mit dieser ganz gut leben kann - nicht dass dieser auch Ahnung hätte, aber seit wann haben Entscheidungsträger in Sport und Politik diese schon. Oder das Stimmvieh. Hierzulande wird sowohl Fussball als auch Verteidigungspolitik auf einem recht ähnlichem Niveau diskutiert (Stammtisch-Niveau nämlich) dass die Situationen vergleichbar sind.

Die öffentliche Meinung kann nur etwas ändern wenn diese direkt Dinge bewirken kann. Und das kann nicht mal Popmusik.

Dabei könnt man schon was bewegen. Ein Australier hat über Online-Foren zu einer Spendenaktion aufgerufen um die beiden Valve-CEOs von Seattle runterfliegen zu lassen damit die seine Fan-Kampagne für Left 4 Dead in Augenschein nehmen konnten. Innerhalb von TAGEN hatte er über 6000 $ beieinander und so der Herren von Valve ihrer Ausrede beraubt.
Wenn also 6000 Leute ein bisschen was tun lässt sich was bewegen.

Könnt man sich ein Beispiel nehmen.

25.10.2009

Evolution

Bei mir ist gestern ein neues Zeitalter angebrochen. Von der Bronze- zur Eisenzeit, gewissermassen.

Gestern hab ich PES 2010 installiert. Und nach jahrelangem FIFA-spielen war das sowas wie ein evolutionärer Schritt. Beschlossen hab ichs nachdem ich vor vier Wochen mit Chelsea im Be a Star-Modus zweimal hintereinander hoch verloren hab, weil die KI und die Spielmechanik halt gar so super sind.

Und es war fast schon revolutionär. Von der Optik mal ganz abgesehen - in FIFA sehen die Stadien ja noch immer so aus wie 2001 (ist wohl ein Ziffernsturz) - ist das Spiel deutlicher näher an der Realität als die Arcadewüste von EA.

Das gröbere Problem bei PES ist natürlich die Sache mit den Lizenzen. Während im neuen FIFA ja mittlerweile halb Europa integriert ist (und noch einige mehr), teilweise runter bis zu den dritten Ligen, ist bei PES halt mit vier Ligen Schluss. Gut, die Premier League ist im wesentlichen auch vorhanden - mit ein paar Minuten Aufwand wird aus Man Blue City und aus West Midlands Aston Villa - aber ansonsten gibt das nicht viel her.

Klar, bei der Marktmacht von EA. Die können aus der Portokasse mehr Geld für die Lizenzen rausnehmen als Konami überhaupt budgetieren kann. Da ist es dann ein leichtes die jeweiligen Verbände mit Geld zuzuschütten und im Gegenzug langfristige Exklusivlizenzen zu bekommen und Konami auszusperren. Denn ohne diese Lizenzen würd für viele ein gewichtiger Kaufgrund wegfallen und die Sales der FIFA-Reihe (übrigens EAs bestlaufendes Franchise ausserhalb der USA - kein anderes Spiel, auch kein Battlefield oder Sims oder sonstwas, spült soviel Geld in die Kassen wie die jährliche FIFA-Inkarnation) würden runterfallen wie die Eckstossflanke vom Acimovic.

Denn angesichts des heutigen Live-Spiels der Bundesliga würd ich mir zuweilen eh wünschen der Fussball wäre mehr wie das PC-Spiel: hochauflösend und actionreich. Und nicht PAL-komprimiert und langweilig.

16.10.2009

Doktern statt Doktrin

Das C-Team der Franzosen vermag mit 30 Minuten Fussballspiel das ÖFB-Team in die sichere Niederlage zu schicken.

Und das obwohl österreichische Fussballer in der Deutschen BL, der Premier League, der Serie A, der russischen Premier League und der Süper Lig spielen. Und das obwohl vier österreichische Teams in der Europa League spielen.

Warum kann man das nicht aufs Team übertragen?

Nun, zum einen liegts an der bizarren Einberufungspolitik. Leute wie Manninger (die ICBM), Ibertsberger oder Garics haben vor lauter Bankdrücken schon um ihre Nichtberücksichtigung gebeten, andere werden schlicht nicht berücksichtigt (Dag; der in Bälde in die erste Kategorie wandern könnte wenn ihn der DiCo nur einberuft aber nie aufstellt), manche sind einfach die Pfuigacks des Trainers (Leitgeb oder Ivanschitz etwa, aber letzlich auch Stranzl und Pogerl), dafür schaffens andere mit ein, zwei guten Spielen ins Team (Trimmel; und auch Patocka, aber im Gegensatz zu Trimmel hat der etwa 60 scheussliche Auftritte in der Soll-Spalte). Dass bei so einem Haufen dann letztendlich der Paule grössenwahnsinnig wird und ZDM/IV/AV spielt und gleich auch Kapitän ist überrascht dann niemanden.

Zum anderen liegts daran dass man schlicht keinen Plan hat. Aufstellungsvarianten mit sagenhaften 5 IVs hat uns der Didi auch schon geboten, und rechts hab ich seit gefühlten 10 Spielen keinen AV mehr gesehen. Vorne gibts zwei Stürmer obwohl wir nichtmal einen versorgen können (und die halbe Zeit spielt auch noch Stefan M. einen dieser Stürmer) während wir im Mittelfeld unserer für den Spielaufbau untauglichen 6er (die Langhaar-Boys; zumindest bis sich der Heikinnen-Azubi seine hat abrasieren lassen - der Vorisek-Azubi wird auch noch drankommen) sei Dank ein Loch so gross wie das Burgenland haben. Letzlich ist fast alles was im Team in den letzten paar Spielen positives passiert ist am Mist von Janscher, der Firma Janko und dem einen oder anderen Anderem gewachsen.

Aber das wundert auch nicht wenn man ohne Plan herangeht. Ohne Doktrin, ohne Strategie - ohne definiertes Ziel und zumindest umrissenen Weg wie man das zu erreichen gedenkt (das heisst ja nicht umsonst Roadmap) wirds eben nix werden. Kurzfristig mal Erfolg, vielleicht. Mittelfristiger Fortschritt, njet.

Und das hat das ÖFB-Team mit vielen Militärs auf dieser Welt gemeinsam - vor allem natürlich mit dem hiesigen. Wo keine Vorgaben, sei es von der zivilen oder der militärischen Spitze, kommen wurschtelt man sich so ein bisschen durch. Stattdessen wird eben ein bisschen herumgedoktert damit es zumindest den Anschein von Fortkommen, von Bewegung hat. Letztendlich ist eine Sache aber auch in Bewegung während sie auf den Grund einer Schlucht zusteuert.
Dass dann in so einer Umgebung auch die Aufstellung zur Farce wird versteht sich von selbst. Da wird dann die F-16 auch zum Innenverteidiger weil man die Aussenverteidiger-MechInf aushungert und spielt mit der HIMARS-Doppel-6 anstatt endlich ein AGS als Spielmacher hinter den Spitzen anzuschaffen.

Und wenn sie so weitermachen wird das doktern auch tatsächlich notwendig. Dann braucht man nämlich einen Arzt um das ganze noch zu retten.

11.10.2009

Intercontinental Ballistic Manninger

Mit der denkbar schlechtestmöglichen Leistung haben wir uns also gestern gegen die Balten zu Sieg gezittert. Fast so wie einige Stunden zuvor unsere deutschen Nachbarn gegen die Russen - wenn gleich auf natürlich gänzlich anderem Niveau.

Dass wir vom Spielermaterial her deutlich höher einschätzen wären hilft alles nix solange Leut vom Schlag eines Constantini fürs Team verantwortlich sind. Beim zuvor erwähnten Deutschland-Spiel hat Co Flick seinen Einwechselspielern anhand eines Taktikheftes, dessen Umfang so manchen NFL-Offensive Coordinator beeindruckt hätte, ihre Position und Aufgabe erklärt. Bei uns zweifle ich jedoch ernsthaft daran dass so ein Heft überhaupt existiert. Da der DiCo ja was gegen Computer hat und Zsak/Peischl vermutlich eh noch nie eine Maus in der Hand hatten gibts keinen der so was machen könnte. Was aber eh egal ist da man das gar nicht füllen könnte. Spütseichaspü, wie das der Blumenau gerne nennt.

Das manifestiert sich auch in dubiosen Personalentscheidungen. Weil DiCo am liebsten ohne Aussenverteidiger spielt spielen also auf diesen Positionen keine echten Aussenverteidiger (zufälligerweise Legionäre) sondern einheimische Holzfuss-IVs die in der Liga jeden Spieltag wieder beweissen wie wenig sie vom Spielaufbau verstehen.

Noch so eine Personalentscheidung ist die ewige Torwart-Sache. Nachdem dauernd irgendwelche vereinslosen Machos, bei no-name-Vereinen spielenden Steirer, fliegenfangene Immigrantenkinder oder überforderten Rekordmeistergoalies im Tor gestanden sind hat derjenige der als einziger Tormann seit Schicklgruber über CL-Erfahrung verfügt, in der Serie A spielt, und nur deshalb nicht Nr 1 ist weil er hinter dem FUCKING BEST GOALKEEPER IN THE WORLD spielt die Konsequenz gezogen und seinen Abschied vom Team bekanntgegeben.

Klar, er hat sicher besseres zu tun als ständig als Nr 2 auf der Bank zu sitzen weil ihm irgendwelche Witzfiguren vorgezogen werden.

Auch beim Militär gibts seit über 50 Jahren einen Spieler der zu jedem Nationalspiel einberufen wird, letzendlich aber nur die Bank wärmt.
Strategische Kernwaffen. Auch diese Personalentscheidung ist mittlerweile ein Kennzeichen von falscher Taktik (oder Strategie, for that very matter), es sieht aber nicht so aus als ob sich in absehbarer Zeit was daran ändern würde. Auch die nächsten Jahrzehnte werden die sich den Hintern auf der Bank abfrieren anstatt dass man einen flinken Aussenverteidiger (eine zusätzliche Carrier Battle Garics, sozusagen) einberuft.

Nur werden diese ICBMs nicht von selbst abtreten. Das macht nur der Manninger.

02.10.2009

Krisenlegenheit

Das war schon was, gestern. Vier Spiele in der Europa League, und keine Niederlage. Für ein Land welches fussballtechnisch seit Jahren auf dem Zahnfleisch geht, mit dem peinlichen Ausscheiden der Kollegen aus Penzing gegen eine cypriotische Würschteltruppe letztes Jahr als Höhepunkt, ist das schon mehr als beachtlich. In Istanbul und Glasgow haben schliesslich schon ganz andere verloren.

Wahrscheinlich ists aber nicht ganz zufällig passiert. In den 90ern stand Rapid (das war diese Geschichte mit der AG) schon kurz vorm Konkurs - selbst die MaierHoffer-Millionen dieses Sommers wurden noch zur Abdeckung von Verbindlichkeiten von damals gesteckt (wiewohl natürlich angenommen werden kann dass die SPÖ/Edlinger dabei mitgeholfen hat die Rapid, vielleicht auch mit Steuergeldern, am Leben zu erhalten). Dann gabs vor ein paar Jahren die Abstürze von Sturm, dem GAK und Tirol, immerhin drei Vereine die zwischen 1997 und 2004 zusammen 6 von 7 sieben möglichen Meistertiteln errungen haben. Auch Salzburg stand damals knapp vorm Umfallen und bei der Austria regierten einige Lobotomie-Opfer.

Das führte halt dazu das Vereine wie Ried und Pasching dann im Europacup spielten und die 5-Jahreswertung abstürzte.

Doch einem Phönix gleich haben sich die Vereine (sieht man mal vom Ligakrösus Salzburg ab) aus ihrer eigenen Asche/Konkursmasse erhoben. Weil man aus dem Absturz gelernt hat; gelernt dass man in Österreich anders arbeiten muss um Erfolg zu haben.

Warum ist das für uns interessant? Weil auch Russland in einer ähnlichen Lage ist auch dort steht man - klar wird das so nicht über RIAN kommuniziert - vor einem militärischen Trümmerhaufen und könnte, frei von allen alten Zöpfen, endlich neu beginnen; ja müsste fast. Denn auch in Russland müsste man anders arbeiten um Erfolg zu haben. Die Supermacht als die man sich sieht und die man mit eher peinlichen Aktionen versucht wieder zu werden spielts einfach nicht. Um eine USA oder eine NATO zu ärgern muss man anders arbeiten. Und wann sollte man damit anfangen wenn nicht jetzt wo man ohnehin vom Fundament weg aufbauen muss?

Es ist, wie Homer so schön sagen würde, eine Krisenlegenheit

10.09.2009

Constarabos

Das österreichische Nationalteam (Fussball, was sonst) passt sich in seinen Auftritten der Berichterstattung durch den ORF an - anders ist es nicht zu erklären wie man trotz nicht vorhandener Offensive, ja einer Unfähigkeit überhaupt Spielzüge aufzubauen wie der SV Mattersburg in seinen "Glanzzeiten", gegen die Rumänen zu einem 1:1 schwindeln konnte.

Die Berichterstattung des ORF hat es geschafft Constantinis holpriges 4-2-3-1 vor dem Spiel als 4-4-2 darzustellen. Wenn das Staatsfernsehen es nicht mal in seinem hochbudgetierten Kerngeschäft (und wenn der ORF nicht sportzentriert ist möcht ich Meier heissen) schafft Berichterstattung zu bieten die über das Niveau einer Stammtisch-Nationalteams-Diskussion hinausgeht kann man auch nicht erwarten dass er dies in anderen Dingen fertigbringt.

Verteidigungspolitik, unter anderem. Wer erwartet schon von einem ORF der Didis-Juchhe-Taktik, nämlich keine, auch noch in den Himmel lobt dass dieser weit staatstragendere Themen sinnvoll behandel? Eh keiner. Staatdessen wird der Bertl, der sich ob der ihm über den Kopf wachsenden Probleme in der Rossau zunehmend in seine Tätigkeit als Sportminister flüchtet - weil man dort, im Lande des ÖFB/ÖOC/ÖSV-Unfähigkeitspopulismus, nur genügend blenden braucht und so Dekaden lang Unfähigkeit tarnen kann - auch noch unterstützt. Das Niveau der Eurofighter-Berichterstattung des ORF der letzten Jahre bewegt sich nämlich auf ähnlichem Niveau wie Berichterstattungskompetenz der Herren Polzer, Jirka und Pariasek. Nur die rosa Hose fehlt noch.

Man könnte wohl den Constantini auf den Ministersessel und den Bertl auf die Ersatzbank stecken und kein Mensch würd den Unterschied bemerken. Wer weiss, vielleicht sind die zwei ja eh die selbe Person?

(PS: Ich wollt eigentlich eine Bertl/Didi-Montage als Bild machen. Ich hab aber nicht Lust das Web nach zwei passenden Bildern abzugrasen. Nach zwei Versuchen hab ichs gelassen.)

30.08.2009

Nachtrag

Ein kleiner Nachtrag zum Freitagseintrag:

Austria Wien spielt in der Gruppenphase gegen die europäische Nr. 9 (Werder), Nr. 92 (Bilbao) und Nr. 168 (Nacional); Schnitt 89,7.

Rapid Wien spielt in der Gruppenphase gegen die europäische Nr. 21 (HSV), Nr. 48 (Celtic) und Nr. 102 (Tel Aviv); Schnitt 57.

Red Bull Salzburg spielt in der Gruppenphase gegen die europäische Nr. 12 (Villareal), Nr. 74 (Lazio) und Nr. 89 (Sofia); Schnitt 58,3.

Sturm Graz spielt in der Gruppenphase gegen die europäische Nr. 27 (Panathinaikos), Nr. 60 (Galatasaray) und Nr. 81 (Bukarest); Schnitt 56.

Das heisst rein nach den Platzierungen sind alle unsere Vereine bis auf die Austria Aussenseiter; die anderen drei Gruppen sind erstaunlich gleich. Interessanterweise haben unsere Vereine mit Werder und Villareal die zwei besten Mannschaften der EL erwischt, normalerweise spielt man in diesen Ränge-Gefilden schon CL.

28.08.2009

Lucky Punch

Wer sich das gestern gegeben hat wird sich wahrscheinlich auch noch in Jahren daran erinnern können. Unser eigenes 911 gewissermassen, 827 wenn ihr so wollt.
Als eine von nur 4 Nationen in Europa hat Österreich alle seine im Europacup (ich red von Fussball) startberechtigten Mannschaften in eine Gruppenphase gebracht, neben Spanien, Italien und Deutschland. (England hat, eh klar warum, das nicht geschafft.)

Das kann ohne Zweifel als der grösste Erfolg des österreichischen Klubfussballes seit dem Champions League-Gruppensieg Sturms im Jahre Schnee gelten (sorry liebe Austria-Fans).

Austria Wien, aktuell Nr. 68 der UEFA-Rangliste, hat die europäische Nr. 139 (Donetsk) und Nr. 203 (Novi Sad) aus dem Bewerb geworfen.

Rapid Wien, aktuell Nr. 156 der UEFA-Rangliste, hat die europäische Nr. 91 (Aston Villa), Nr. 208 (Kinyras) und Nr. 275 (Shkoder) aus dem Bewerb geworfen.

Red Bull Salzburg, aktuell Nr. 173 der UEFA-Rangliste, hat die europäische Nr. 106 (Zagreb) und Nr. 234 (Dublin) aus dem Bewerb geworfen. Bei Nr. 105 (Haifa) war dann Endstation.

Sturm Graz, aktuell Nr. 201 der UEFA-Rangliste, hat die europäische Nr. 87 (Kharkiv), Nr. 303 (Petrovac) und Nr. 245 (Brijeg) aus dem Bewerb geworfen.

(Lol, anhand dieser Zahlen sieht man wieder mal die Wertlosigkeit der gängigen UEFA und FIFA-Statistiken...)

In gewisser Hinsicht (um da wieder die Kehrtwendung zum militärischen hin zu schaffen) war diese Qualifikation, von österreichischer Seite zumindest, die wirkungsvolle Antithese zu Dingen die hierzulande vom Spannocchi propagiert wurden. Diejenigen die sich geweigert zu haben das Spiel mitzuspielen (den Krieg zu führen) und stattdessen auf eine Mauertaktik (Panzer in der Pampa einmauern) gesetzt haben sind untergegangen (hallo liebe Salzburger). Diejenigen die, ihrer limitierten Mittel zum Trotz, aber versucht haben mitzuhalten, auch wenns teilweise ziemlich holprig war, haben am Schluss gesiegt (alle anderen nämlich). Denn dieses grausige Catenaccio welches Chelsea fast wieder populär gemacht hätte dient nur dem Feind/Gegner - wer nur verteidigt und nicht angreift kann das Unvermeidliche nur hinauszögern aber nicht verhindern. Wer hingegen auch angreift wird schnell feststellen dass auch Premier-Ligisten und UEFA-Cup-Achtelfinalisten nur mit Wasser kochen und kann so möglicherweise auch den crippling blow landen.

Und selbst wenns ein lucky punch wird - danach fragt nach Jahren keiner mehr. Egal ob im Krieg oder im Spiel.

21.08.2009

Österreichisches Bundeshöplöpöp

Es fällt augenblicklich schon schwer sich dem österreichischen Fussball zu entziehen. Daran ist auch Red Bull Washington mit ihrem Feldherrn, dem General Stevens, nicht ganz unschuld.

Eben jener Stevens hat mit seinem Sager in dem er Haifa mit dem "FC Höplöpöp" verglichen, oder vielmehr nicht verglichen hat für einen Kalauer gesagt der dem legendären "Flasche leer" Trapps bei den Bayern (der passenderweise dann ja auch noch Salzburg-Trainer war) um nichts nachsteht. Und vor allem seit dem 1:0 Sieg Rapids machen sich die Jungs von der Westtribüne einen Spass damit den Stevens damit durch den Dreck zu ziehen.

Stevens "Höplöpöp"-Aussage ist so erstaunlich falsch - aber so erstaunlich zu Österreich passend, obwohl der gute Huub natürlich kein Österreicher ist.

Rapid hat ja gezeigt wie man trotz diverser Limitierungen mit genügend Einsatz etwas brauchbares zustandebringen kann. Wie das ÖBH. Dort bringt man auch trotz diverser (na, vielmehr vieler) Limitierungen permanent Höchstleistungen die dem Ausland Respekt abnötigen (zumindest in manchen Teilbereichen). Und natürlich war Haifa, verglichen mit Salzburg, auch der FC Höplöpöp.

Es hat hierzulande einfach tradition immer nur auf die Vorraussetzungen zu zeigen und sagen "Des get net. Die aundan san bessa." anstatt sich reinzuknien. Darum hat Salzburg gegen einen FC Höplöpöp Haifa verloren, weil man sich nicht reingekniet hat - eben weil man davon ausging dass das eh eine gmahte Wiesn wird.

Das Bundesheer, das schon immer war und immer sein wird, jener FC Höplöpöp der europäischen Streitkräfte nämlich, versteht es dabei ganz gut, trotz jahrzehntelangem "Wir können eh nix machen."-Denken in der österreichischen Verteidigungspolitik (bis hin zu jenen traurigen 5-Schuss-Aussagen) immer wieder was brauchbares zu bringen und zumindest gelegentlich vergessen zu machen wie traurig es in diesem Entwicklungsland, militärisch und fussballerisch, aussieht - auch wenn sie dabei für alle Zeiten der FC Höplöpöp bleiben werden.

13.08.2009

Das Jaguar-Stadion

Gestern Abend gabs also von den Kamerunern wie eh vorherzusehen war eine aufs Maul. Traurigerweise hat das ÖFB-Team nicht mal ansatzweise so was wie Gegenwehr zusammengebracht. Passenderweise ist der Teamchef schwer damit beschäftigt dem Scharner Paule wegen dem Elfer die Niederlage in die Schuh zu schieben...

Ausgetragen wurde das Spiele im Wörtherseestadion im Westen Klagenfurts, einem Stadion das für einige Monate als das schönste Stadion Österreichs bezeichnet wurde. No longer - denn im Operettenstaat Österreich reisst man die Hälfte wieder ab.

Sinnbildlich für vieles was hierzulande geschieht, auch am militärischen Sektor... Jahrelang kennt man die Problematik: Keine anständigen Stadien. Mitte der 90er wars am trostlosesten, da war das Liebenauer Stadion am zerbröseln, im Horr musstest Angst haben nicht von Teilen der Dachkonstruktion erschlagen zu werden und von solchen "Löchern" wie der Gruabn oder der Südstadt gar nicht zu sprechen. Und selbst die modernsten Stadien (Hütteldorf, Lehen) gingen auf den 30er zu und waren eher trostlose stinkige Buden.

Doch dann kam auf einmal die EM und das Füllhorn (des Steuergeldes) wurde geöffnet. Aber anstatt sich eine Lösung für Linz (Gugl-Meeting, Konzerte...) oder Graz (Ausbau Liebenau) zu überlegen hat man, die Herren van Staa und Haider lassen grüssen, in Klagenfurt und Innsbruck neue Arenen aus dem Boden gestampft obwohl sowohl der FC Kärnten als auch die aktuelle Inkarnation des Innsbrucker Fussballes im Koma lagen.

Und jetzt, nach der EM, kommt man auf einmal drauf dass man für die Kästen gar keine Verwendung hat und verwendet sogar noch Geld dafür die Stadien zur Hälfte abzureissen...

Hey, Fasslabend lässt grüssen. (Um die Kehrtwende zurück zum Militärischen zu schaffen.) Man kannte die Problematik in den 80ern - keine brauchbare Panzerabwehrfähigkeit. Dann kam irgendwann die EM, in Form eines Mech-Paketes welches wohl vorrangig wegen der Okkasions-Verfügbarkeit der Fahrzeuge zustandekam obwohl der Bedarf kaum rechtzufertigen war. Und dann, Jahre nach dem Kauf stellt man fest dass man sowieso keine Verwendung für all die Dinger hat und muss noch Geld fürs verschrotten bezahlen.

Nur ums mal gegenüberzustellen... 90 JPz Jaguar: 73 Millionen Euro, Wörtherseestadion: 66 Millionen Euro... Aber wenn man die Panzer einschmilzt wittern alle einen Skandal...

23.07.2009

Red Bull Washington vs. Bohemians Saigon


Klar. Das Hirn sagt Salzburg muss aufsteigen damit wir für die 5-Jahres-Wertung Punkte machen. Aber das Herz hat dann, irgendwo ab Minute 60, gehofft die Salzburger würden untergehen. Zu grausig war deren Vorstellung.

Dabei schmeissen die mit einem Budget rum von dem die Iren (und natürlich sämtliche Ligakonkurrenten hierzulande) nur träumen können. Geld spielt nicht Fussball, Geld schiesst keine Tore, Geld gewinnt keine Spiele. Da haben wir sie wieder, die alte Weisheit.

Dabei ist die natürlich grundfalsch - natürlich schiesst Geld Tore und gewinnt Spiele. Sonst wär nicht die Premier League seit Jahren eine gmahte Wiese für die grossen vier. Sonst würd nicht die Champions League seit 15 Jahren über das selbe knappe dutzend Vereine laufen (Arsenal, Liverpool, United, Chelsea, Juve, Inter, dem AC, Barca, Real, Porto, Bayern). Klar gibts mal Aussetzer - niemand ist eine Maschine.

Wenns hingegen, wie bei RBS schon fast traditionell, trotz des ganzen Aufwandes nicht reicht liegts meistens an etwas anderem: dem Management dass es nicht schafft aus all dem teuren Material etwas brauchbares zu zimmern.

Warum ist das interessant?

Weil sich das 1:1 aufs Militär, auf die Führung eines Krieges, umlegen lässt. Natürlich gewinnt Geld Kriege. Geld verliert vielleicht mal ne Schlacht, aber nie einen Krieg. Einen Krieg verliert nur das Management - das ist in diesem Fall kein Trainer, Manager oder Sportdirektor. Das ist der Berater für nationale Sicherheit, der Verteidigungsminister, der Präsident.

Viele Kriege - an erste Stelle natürlich Nam - hätten recht schnell recht deutlich entschieden sein müssen. Aber man hat sie an oberster Stelle recht beeindruckend vercoacht.

Nur, wie eh generell üblich, Fehler in den unteren Rängen werden bestraft; Fehler im Management werden institutionalisiert. Nur damit ist es zu erklären warum im einen Feld die Hochhausers, Zsaks und Hickersbergers und im anderen die McNamaras, Johnsons und Gates weiterhin rumpfuschen dürfen obwohl man sie schon hätte entsorgen müssen.

Denn wenn man das ganze Geld welches in Spieler, Stadien, Merchandising (oder Flugzeuge, Lenkwaffen und Kampfführungssysteme) fliesst zu Abwechslung mal dazu verwenden würde Profis an der Spitze zu engagieren hätte das unter Umständen deutlich mehr Wirkung. Aber das werden die Ja-Sager, Arschkriecher und Goderkrauler vom Schlage eines Hochhauser und Gates zu verhindern wissen...