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09.12.2010

Bizaar

Eine Menge Leute graben sich seit einigen Tagen durch das ganze Wikileaks-Zeugs. Und wie ich eh schon mal angemerkt habe ist das interessantere Zeugs der ganze nebensächliche Smuts.

Und auch auf militärischem Level, also eher auf rüstungspolitischer Ebene, findet sich einiges von diesem Schmutz. So zum Beispiel wie die Jungs in Foggy Bottom auf Wunsch vom Pentagon Saab sabotiert haben damit die Gripen in Norwegen aus dem Bewerb fällt - hat gewirkt.

Oder wie sich zwischen Madrid und Washington der Kuhhandel entwickelt hat - die einen sollten die CN-235 kaufen damit die anderen die F-35 kaufen. Die einen haben nichts gekauft weswegen auch die anderen nichts gekauft haben...

Etwa so ähnlich versucht man die F-35 in den meisten Ländern anzubringen...

Aber auch nur in Ländern die den Israelis genehm sind. Dort schreibt man nämlich gerne Protestnoten wenn die USA irgendwelchen arabischen Ländern (den Saudis, den Emiraten...) Rüstungsgüter verkaufen. Eh nur downgegradete Exportvarianten (lol, erinnert mich an so manchen Rosboron-Sale der 90er) und obwohl die Länder (im Gegensatz zu den Israelis) auch dafür bezahlen - aber die Zionisten dürfen das. Ulkig eigentlich dass das von selbigen Israelis kommt die gegen genügend Zaster jeden Schmarrn den Russen und den ChiComms verklopfen - jenen Schmarrn den sie zuvor per Mossad bei Raytheon, NG oder Tracor abgegriffen haben.

Denn letztendlich gehts in der ganzen Weltpolitik so zu wie bei Rüstungsgeschäften im mittleren Osten... wie am Bazaar.

06.04.2009

Dancing Stars

Pünktlich als Barack the Builder in Prag von Abrüstung und Co. gesprochen hatte zeigte unser alter Freund Lil' Kim was er von diesen Ideen (und von diesen Ideen!) hält. Nämlich nix. Allem Protest aus DC, Seoul oder Tokyo zum Trotz schiesst der kleine Kim seine Raketen in Richtung Japan um sich damit wieder ein paar Milliarden Dollar zu erpressen. Solange es die Chinesen nicht weiter stört (ja besser noch, nix funktioniert bis jetzt besser um die Japaner und die ROKs niederzuhalten als der verrückte jenseits der DMZ) wird sich daran leider nicht allzuviel ändern.

Das zeigt auch recht gut wie witzlos eben solche Ideen sind, oder Obamas Geschwafel bezüglich dem CTBT (so sehr ich letzteren auch befürworte) solange man mit solchen Ländern zu tun hat. Ländern wie Nordkorea, dem Iran aber auch den Pakis und im weiteren Sinne sogar den Israelis - Ländern die sich in ihren nuklearen Angelegenheiten nicht von aussen rumfuhrwerken lassen. Like the saying goes - a tango takes two.

Bizarrerweise kamen seitdem Jar-Jar den Laden auf der anderen Seite des Potomac übernommen hat - und ganz abgesehen von der Wiedererweckung des SAC, einem Verein dessen einzige Aufgabe das Führen eines nuklearen Konfliktes ist - schon einige "interessante" Meldungen die den Bemühungen des gutgekleideten Herren aus Illinois wohl zuwiderlaufen. Gab zum Beispiel im Herbst einige Ideen bezüglich wieder aufzunehmender Atomtests in Nevada...

Insoferne ist der Obama ein bissel die weltpolitische Entsprechung vom Elmayer: Er kann den anderen beim Tanzen zusehn, und am Schluss von mir aus auch Taferln in die Höh halten. Aber am Schluss ist er auch nicht viel mehr als wir - ein Zuschauer nämlich.

30.01.2009

Meine 10 Cent

Manch einer hat wohl von Peres' und Erdogans "Wortwechsel" gehört. Die Pali-Propaganda hat ja sehr schön dafür gesorgt dass die Israelis jetzt überall als Massenmörder dastehen. Die Tatsache dass die Hamas eine Terroristenorganisation ist und seit Jahre auf Zivilisten zielt wird ja nicht weiter berücksichtig. Aber Kollateralschäden nach israelischen Angriffen machen die "neuen Nazis" aus eben jenen. Das muss ich nicht verstehen - ich verstehs auch nicht.

Während man sich bis jetzt vor allem auf die handvoll von WP-Sprengköpfen versteift hat, scheints als ob die IDF etwas deutlich hochtechnologischeres verwendet hat was zwar legal ist aber dennoch besonders grauslich wirkt.

Das Zeug nennt sich DIME - "Dense Inert Metal Explosive". DIME verwendet Metallstaub im Sprengkopf anstatt traditioneller Schrapnelle. Dadurch wird der Splitterflug deutlich reduziert - die Waffe kann deshalb in urbanem Gelände verwendet werden da weniger Kollateralschäden auftreten.
Nur: näher an der Detonation, wo man früher unter Umständen unversehrt davongekommen ist kann einen das jetzt Kopf und Kragen kosten - und das sogar wörtlich. Diese Mikroschrapnelle bewirken sehr oft Amputationen.

Dies bedeutet dass eine Waffe die eigentlich konzipiert wurde um Kollateralschäden zu verringern eben genau diese verursacht und dies auf einem Level das irgendwelche Anschuldigungen über Kriegsverbrechen gar nicht mehr so absurd erscheinen lässt.

Nur: die Waffe wurde ursprünglich verwendet um Kollateralschäden zu verringern - etwas wofür die IDF enorme Summen für aufwendet. Während die Hamas auf der anderen Seit so etwas wie Kollateralschäden gar nicht kennt, den jeder tote Israeli ist ein guter Israeli - wurscht ob Soldat oder Kleinkind.

02.01.2009

We will, we will rock(et) you!

Ein Präventivschlag ist nie besonders toll. Im besten Falle stützt man sich auf solide Information und muss nur durch den politischen Sturm durch. Im Normalfall hat man ein paar halbseidene Informationen und stützt sich auf das Bauchgefühl eines Beraters. Im schlimmsten Fall wurden einem falsche Infos zugespielt und man bombt ein Krankenhaus weg.

Das beste - der ultimative moralische Sieg - ist aber wenn die Dinger wegen denen man überhaupt das ganze Spektakel veranstaltet dann sogar noch während des Feuerwerkes verwendet werden. Quasi so als wären der US Army 2002 die Chemieraketen die Saddam noch rechtzeitig nach Syrien geschafft hat tatsächlich beim Einmarsch auf die Köpfe gefallen.

Etwas vergleichbares spielt sich aktuell im Gaza-Streifen ab. Dort bombt man die Palästinenser in Grund und Boden "weil es dort an allem mangelt, nur nicht an Raketen". Und prompt, kaum hat die Kampagne begonnen beginnen die Palis den Einsatz zu rechtfertigen - indem sie die Langstreckenraketen aus der Fabriksfertigung aus dem Keller holen und gen Tel Aviv schicken.

Interessanterweise hat diese Fabriksfertigung in China stattgefunden - und bei allem was man den ChiChomms nachsagen kann, sie verkaufen zwar Waffen an jeden Westentaschendiktator zwischen hier und Kapstadt, aber nicht an irgendwelche dahergelaufenen Kameltreiber die die Ware mit Säcken bezahlen auf denen ein Dollarzeichen aufgedruckt ist. Wie die Raketen dann nach Palästina gekommen sind ist wohl leicht erklärt - ein mit "I" beginnendes Land am Golf welches noch nicht von den USA besetzt ist hat da seine Finger im Spiel.

Und bei solchen Aktionen (in erinnere nur an die Antischiffswaffen der Hezbollah während des Libanon-Feldzuges - die sind auch via Iran aus China gekommen) ist der Iran laufend damit beschäftigt einem zukünftigen Präsidenten Obama tatsächlich Gründe zu liefern ein paar iranische Städte in Schutt und Asche zu legen...

Ich möcht mir nämlich lieber nicht ausmalen was die Iraner mit irgendwelchem nuklearen Zeugs machen würde - das findet sich dann womöglich auch in einem Keller in Gaza. Und kurz danach in der Vorstadt von Tel Aviv.
Müsste man den Queen Song dann umschreiben... we will, we will nuke you...

30.12.2008

We didn't start the fireworks

Während man sich hierzulande auf den bevorstehenden Jahreswechsel vorbereitet, ist man andernorts mit Planungen für ein ganz anderes Ereignis beschäftigt.

Dem israelischen Einmarsch im Gaza-Streifen.

Gut, solange dieses Rattenloch nicht ausgeräuchert wird, wird da unten nie Ruhe sein. Aber bei der wunderbaren Performance die die IDF vor gar nicht allzulanger Zeit im Libanon gezeigt hat - mit einem ähnlichen Ziel wie jetzt - kann man schon darauf wetten dass man am Schluss zwar Gaza zu Schlacke gebombt aber kaum was erreicht hat.

Klar. Die IDF ist die wohl hochgezüchtetste Streitmacht auf diesem Planeten und hat schon mehrmals bewiesen das sie einen haushoch überlegenen Feind einäschern kann. Ihre Luftwaffe steht der US Air Force um nichts nach, und ihre Bodenstreitkräfte haben schon unzählige echte, blutige Schlachten geführt. Aber um die aktuelle Mission zu bewältigen, ein paar bärtige Araber mit RPGs und Ks zu verjagen, ist die IDF denkbar schlecht gerüstet. Ähnlich wie die NATO in Afghanistan oder die Army im Irak steht die IDF vor einer unlösbaren Aufgabe, nicht zuletzt auch weil sich Streitkräfte (selbst die israelischen) an solche Dinge wie die Haager Landkriegskonvention zu halten haben. Demgegenüber scheren sich die Terroristen (Verzeihung, Freiheitskämpfer) einen Dreck um irgendwelche Regeln und verbarrikadieren sich zwischen Schulen und Krankenhäusern während sie auf Wohnblöcke und Einkaufszentren Raketen feuern.

Mit normalem Armee-Denken wirds das eben nicht spielen. Und ich bin auch der letzte der von einer Armee verlangt sich in eine paramilitärische Truppe zu verwandeln um Terroristen zu jagen. Aber vielleicht könnte man ja mal probieren die Dinge nicht immer nur mit Panzern und Flugzeugen zu lösen...

Wie dem auch sei, es scheint als würden die Feuerwerke dieses Mal etwas länger andauern, zumindest rund um Gaza...