10.04.2011

Sucker Punch

Ich war also gestern im Kino. Wie eben der Titel schon sagt, Sucker Punch. Snyder, der ja auch für Watchmen und seine Version unserer 157 verantwortlich zeichnet hat hier etwas abgeliefert was... naja, ich weiss nicht. Ich hab mich während dem Outro am Kopf gekratzt. Weder war mir ganz klar was ich gesehen habe noch was er damit bezwecken wollte.

Na wie auch immer. Da ich aber vor kurzem mit meiner M4 (in Sucker Punch hätt ich die Werkzeuge als M1991, HK416, UMP, und MP5K identifiziert - passend dass man die Deutschen mit deutschen Waffen ausgerottet hat) auf einer schneebedeckten Insel rumgestapft bin um Typen aus Deutschland, England und sonstwo daran zu hindern unsere MTVRs zu sprengen sind Snyders Actionsequenzphantasien vielleicht viel mehr als eine schlichte Parabel oder Metaphorik.

Und alle möglichen fiktiven Streitkräfte noch dazu... myohmy. Um Shakespeare ein bisschen durch den Fleischwolf zu drehen, "All the world's a lunatic asylum, and all the men and women merely inmates." Und wenn dir das Leben zu zwider wird denkst dir deine eigene Realität aus.

Und das ist ja letztlich nicht so anders wie in der Verteidigungspolitik. Auch dort denkt sich mancher seinen eigene Realität aus... Und so viel Unterschied zwischen der Rossauer Kaserne und dem Narrenturm ist ja auch nicht. Oder dem Pentagon und dem Parkview. Oder Whitehall und dem Bethlem, for that matter.

09.04.2011

Kommandosache

Es wird den meisten aufgefallen sein (oder eigentlich allen die hier nicht zum ersten Mal landen, sonst würd ich nämlich einen Besuch beim Augenarzt empfehlen) dass das Red Pill-Bild samt Link in der rechten Leiste verschwunden ist und seitdem ein grosses Command-Banner über den Einträgen prangt.

Ja, es gibt mittlerweile einen offiziellen Namen: Command - Modern Air/Naval Operations. Command für kurz, oder gelegentlich auch CMANO. Ja, der Titel gibt das Spiel eigentlich recht genau wieder - aber echte Marketing-Fritzen hätten sich sicherlich was schlagkräftigeres ausgedacht.

Wobei, Command wird ja nach den Johnsonsen Grundsätzen entwickelt. Und da geht halt das Produkt vor und solche Overhead-Spompanadln wie Marketing werden zusammengestrichen. Zumindest solange sich nicht ein echter Publisher das Spiel krallt. Und das ist ja durchaus gut so. Bei Harpoon 4 wurde ja das Spiel aus marketingtechnischer Hinsicht aufgezogen und schlussendlich auch aus marketingtechnischen Gründen wieder abgeschossen. Grad UBI die sich einen Scheiss um die Spieler scheren und Spiele nur des Geldes wegen auf den Markt prügeln hätte eine Nischensimulation rausgebracht...

Leider liegt bei Command noch immer vieles im Dunkeln. "When its done" hat spätestens seit dem Duke diesen Forever-Nachgeschmack - des wird nie fertig. Klar, aktuelle Spiele (um da wieder vor allem in Richtung UBI zu schielen) werden ja am Releasetermin rausgepeitscht auch wenn sichs dabei um lauwarme Betas handelt. Das will hier keiner. Aber wenn man sich nicht einen Termin setzt läuft man Gefahr das selbe zu machen was Broussard mit dem Duke machte: vor lauter tollen Sachen die noch rein müssen nie fertig zu werden. Und so wie man bei Command aktuell auf die Community eingeht (was ja prinzipiell gut ist) hat man schon einen ganzen Berg an Features rumliegen die "unbedingt" noch rein müssen. (Ich denke da nur an die unendliche Geschichte mit dem Faktor Mensch, also irgendeiner Art von Veterancy Levels.)

Aber genug der Unkenrufe. Ich warte schon gespannt darauf. Wird Zeit den ganzen Schmarrn über fiktive Streitkräfte mal umzusetzen und meine stolzen Luftstreitkräfte gegen die FA antreten zu lassen...

06.04.2011

Norbert Darabos - Jetzt wirds schmutzig

Wie da in der Trutzburg am Donaukanal gearbeitet wird zeigt sich aktuell wieder ganz gut. Nicht nur an den diversen Scherereien die man aktuell hat, sondern auch an "Operation Smuts Strike". Ja, während man in anderen Verteidigungsministerien Operationen gegen feindliche Länder plant, plant man in der Bürokratenfestung zu Wien eine Operation gegen den einstigen Staabschef.

Und nicht nur dass man dabei tief im Dreck wühlt, man macht auch dass was man in der Beamtenrepublik am besten kann. Sinnloses Nitpicken nämlich. Weil man dem Entacher - auch wenn ich nie ein Fan von ihm werde - nicht allzuviel anhängen kann kramt man Fahrtenbücher irgendwelcher Dienst-Touaregs und irgendwelche Stempelprotokolle von vor tausend Jahren hervor um ihm einen Strick zu drehen.

Toll, die Nuss die mit vollem Vorsatz das Bundesheer zamdreht kriegt ein Ministergehalt und wird Landeshauptmann in der West Bank, aber der Entacher muss sich wegen drei mal zu spät kommen verantworten. In diesem Verein läuft definitiv was falsch.

Irgendwie kommt mir das ganze wie ein gewaltiger Snuff-Porno vor - und zwar schon seitdem der Bertl im Amt ist. Bevor man so was das erste Mal sieht hält mans für eine Legende, wenn mans das erste Mal sieht hält mans nicht für echt, und wenn mans mal glaubt wendet man sich angewidert ab und linst trotzdem ständig hin. Aber ganz im Ernst, dann doch lieber Gina Wild...

05.04.2011

The Mabus Loop

Wer letzten Donnerstag C-SPAN verfolgt hat konnte Zeuge vom Anfang des Ende werden. Mein geliebter Jar-Jar hat sich im Senat selbst demontiert. Warum? Nun, weil er wie immer BS verzapft hat. Aber im Gegensatz zu meistens wo ihm nur die Republikaner den Vogel zeigen zeigen ihm mittlerweile alle Republikaner den Vogel und sogar einige Demokraten.

Das Problem ist ein bisschen bizarr. Gates, der seit Jahren als Einflüsterer für den Builder dient und ihm jeden Schmarrn einredet muss sich jetzt selbst den Schmarrn vom Barack einreden lassen. So muss Gates jetzt die Lybienpolitik (welche im wesentlichen rein militärisch ist) des grindigen Präsidenten mittragen und wird dafür abgeschossen.

Ja, es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Gates wird noch vor Ende des Jahres seinen Stuhl räumen. Und da ist es ganz lustig, wo sein Abgang ohnehin feststeht und man ohne Risiko auf ihn hintreten kann - nun, da ist es ganz lustig eben diese Treterei zu beobachten.

Aber ich frag mich ob man sich nicht in einem Jahr um die Zeit wie in einer Schleife fühlt. Designierter Nachfolger scheint Ray Mabus zu sein. Anwalt, ex-Südstaatengouverneur, Karrierediplomat (vormals Botschafter bei den Saudis), vor Jahren mal enlisted bei der Navy und jetzt Secretary of the Navy.

Ja, wir brauchen mehr Anwälte. Und wir brauchen den nächsten planlosen Gouverneur. Und wir brauchen dringend einen der den dubiosesten politischen Posten der USA ausserhalb der USA bekleidet hat. Und natürlich brauchen wir dringend den Typen der bei der planlosesten Teilstreitkraft der USA dafür gesorgt hat dass alles beim schlechten bleibt. Lieber hat man den Wynne gefeuert.

Ganz recht, das Risiko ist gross dass sich nichts ändert. Dass wir in einer Art Möbius, äh, Mabus-Schleife stecken werden...

04.04.2011

Verfügbarkeiten

Hab am Wochenende eine nette kleine Geschichte über die Marine Nationale gelesen, im speziellen über die Aeronavale und die CDG.

Ihr wissts schon, eines jener Status Symbole.

Und in der Geschichte kommt auch recht schön rüber wie toll so ein einzelner Token-Träger (noch besser natürlich in der Nussschalen-Version) denn nicht ist. Ich mein, klar, mit der echten Wahrheit geht die Marine Nationale nicht hausieren, aber wer ein bisschen mitdenkt kriegt recht schnelle eine Idee was so ein Kahn bringt. Nämlich nix.

Wenn du nämlich (frag nach in Saki) nur einen Träger hast geht wenn der nicht zur Verfügung steht (wie eben die CDG die eine halbe Ewigkeit im Dock in Toulon gelegen ist) die proficiency der driver in den Keller - teilweise soweit dass du selbst die SEM (Hah! Nachdem man eine Ewigkeit lang die schrottigen Crusaders betrieben hat fuhrwerkt man jetzt mit den schrecklichen SEMs rum) und Rafale-Jockeys komplett neu anlernen musst. Und dann gibts natürlich die diversen CTFEXes und andere Dinge die man dann braucht um aus einem Haufen Schiffen und einer fahrbaren Sportflugbahn etwas militärisch sinnvolles zu machen. Alles in allem brauchst da ein gutes halbes Jahr um was zu machen.

Blöd ist es wenn während der Zeit in der dein einziger Träger im Dock liegt der Krieg ausbricht. Oder wenn während der Zeit in der die CVBG nur ein gun fodder ist der Krieg ausbricht. Aber zum Glück für die Franzmänner ist der Krieg in Lybien erst dann ausgebrochen als die CDG zum Strandurlaub in Toulon weilte und man innerhalb von Stunden auslaufen konnte. Machte sich sowohl für die Welt als auch für die Franzmänner ganz gut wenn CNN von der CDG startende Rafales zeigen konnte.

Täuscht aber dann darüber hinweg dass die Verfügbarkeit von solchen Dingern, realistisch betrachtet, gegen Null geht. Ebenso wie die schrottige alte Hermes, die jetzt in Indien fährt, ein Jahr später schon in Teilen am Quay in Rosythe gelegen wär - wären dann die Argies eingerückt, die Falklands würden heut noch Malvinas heissen.

Vielleicht sollt man das auf den Militärakademien der Welt mal lehren - plane deine Feldzüge nach den System-Verfügbarkeiten beim Feind. Flugzeugträger im Dock, groundings bei den Luftstreitkräften, Sex-Affären im Generalstab - führe deine Kriege wenn der Feind ausser Betrieb ist.

03.04.2011

Akimbo

Als "ernsthafter" (for whatever that means) PC-Spieler belächelt man die Kollegen an den Konsolen ja grundsätzlich. Mangels hardwaretechnischer Ausstattung wird selbst ein FPS mit dem Controller gespielt (ich hab dafür die schweineteuere Lasermaus rumliegen) oder sogar eine Flugsimulation (ahem...) - Cougar, anyone? Da wird dann eben ein Spiel gedowndumbed damit man das überhaupt noch machen kann (das führt dann zu den ganzen unsäglichen Deckungssystemen und dem blinden rausballern weils in der den Konsolen eigenen 3rd Person Ansicht möglich ist). Ha, ich hab GTA 4 ohne Deckungssystem gespielt - dank jahrelangem Training in den namhaften Taktikshootern bin ich wie ein SWAT-Mensch durchs feindliche Actionfilm-Sperrfeuer gezischt und hab Kopfschüsse verteilt.

Nur manchmal, da ist man den Konsolenmenschen tatsächlich was neidig. Klar, wenn du ein paar Leute zusammenhasst kann so eine Bewegungssteuerung schon ziemlichen Spass machen. Aber für den "ernsthaften" Gamer sind Dinge a la Wii Sport halt alleine ähnlich unterhaltsam wie Minesweeper.

Na, aufgrund der Erfahrungen im Verwandten- und Freundeskreis steht bei meinen Eltern seit Weihnachten auch so ein Wii-Teil rum. Und weil ich, wenn ich bei ihnen in der Pampa bin, da öfters mal gelangweilt bin (so wie jetzt auch, meiner Mutter Netbook taugt wohl zum Bloggen aber kaum zum Gamen) wollt ich gestern auch die Wii starten und bin bei der Suche nach den Controllern über eine komplette Zapper-Assembly und den aktuellen Teil der House of the Dead-Reihe gestolpert (Segas legendäre Railshooter-Serie, wers kennt). Courtesy meines Bruders... (in Deutschland, wenn wunderts, natürlich indiziert - ohnehin verwunderlich dass sich sowas auf die Wii verirrt)

Sodenn hab ich den Rest des Tages damit verbracht (nachdem ich herausgefunden habe wie man den schrecklich unergonomischen Zapper am besten verwendet - kein Wunder dass andere Buden komplette Fake-Pistolen und Gewehre für den Wii anbieten) Mutanten (weil das Z-Wort mögen die nicht, Shaun anyone?) erschossen. Furchtbar gewalttätig, furchtbar grauslich und furchtbar platt.

Hat aber furchbar viel Spass gemacht. Und gezeigt dass, obwohl die reichlich unpräzise Wii-Steuerung so was eben nur in QCB zulässt, das eine viel intuitivere Variante des erschiessen ist als all das point-n-click mit besagter Lasermaus in ArmA2 etwa. Mangels echter fühlbarer Verbindung mit der Waffe ist es in ernsthaften Spielen kaum jemals möglich brauchbar von der Hip oder über den Lauf zu schiessen, also mit Fast Aim ohne echte Verwendung der Sights oder des Scopes.

Aber daheim, auf der alten Nintendo-Konsole am Samsung-LCD da geht sowas.

Freunde, ich bin echt am überlegen mir eine PS oder XBOX zu besorgen, nur um damit genau sowas zu machen. Und House of the Dead kann man mit zwei Remotes sogar Akimbo spielen... How cool is that?

02.04.2011

Der Zonk des Monats

März 2011

geht an

Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland

für

die Stimmenthaltung bei der UNSC-Resolution 1973

Stunts solcher Art waren wir bis jetzt eher von semi-demokratischen Länder vom Schlage Chinas, der Türkei oder Brasilien gewohnt. Gut, jetzt auch von unseren Lieblingsnachbarn. Ich mein, ist nich weiter verwunderlich. Ein Kohl würd wohl im Grabe rotieren (wenn er denn tot wäre und die Würmer schon einen grossen Teil von ihm gefressen hätte damit die Trägheit nicht mehr so hoch) angesichts von dem was die unerträgliche Merkel aus dem Land macht - dabei war sie verglichen mit dem Ede Stäuber sich die bessere Wahl.
Und dass der schwule Pseudoliberale als Aussenminister eine komplette Fehlbesetzung ist hat man auch in der FDP selbst schon mitgeschnitten. Und so agiert man halt jetzt auch. Wieder mal ist die Innenpolitik wichtiger gewesen als die Welt. Gut, gebracht hats dem Mappus auch nichts...
Den permanenten Sitz kann man sich jetzt natürlich aufmalen. Aber das ist vielleicht eh ganz gut - der UNSC würd sonst zum kompletten Zirkus verkommen. So dies bei einer UN-Teilorganisation überhaupt noch mehr möglich ist.