Was passiert wenn man eine Wagenladung JDAMs über Tripolis aussem Flugzeug wirft?
Ungefähr sowas:
Darum hat man Airpower - probier so was mal mit einer taktischen Luftflotte. Dafür bräuchtest eine ganze Staffel Striker. But only one B-2. (Harhar... danke an Krüger für diesen Schmäh)
Schön dass sich bei Command auch weiter was tut - als ich die ersten Screens gesehen hab war man bei Build 85, jetzt sinds 144. Damit lebt die Hoffnung weiter dass wir in absehbarer Zeit ganze Herden von sowas mit ganzen Hundertschaften von Bomben gegen irgendwelche Airfields in Rotchina oder der DDR schicken können...
Und natürlich entbehrt es nicht einer gewissen Ironie dass die 17th AF ausgerechnet jenen Laden bombardiert (nicht nur im Video, auch IRL) an dem sie vor Jahren selbst noch das Büro hatte und an dem heute noch die Gedenkplaketten für die abgestürzten USAAF-Kameraden hängt.
22.05.2011
21.05.2011
Snakes as a plane
Ich weiss nicht mehr genau wann es war. Aber ich weiss dass ich mich im derStandard.at-Forum dazumals angemeldet hab um dem ganzen Bullshit Einhalt zu gebieten der im Rahmen der Typhoon-Beschaffung entstanden ist. (Nein, ich hab jetzt nachgeschaut. Es war fast auf den Tag genau vorDa gabs immer einen recht kuriosen User der ständig jede Variante zugunsten von gebrauchten Vipern aus Arizona abgewürgt hat. Ich hätt den Kerl, mit dem ich mir einige Duelle geliefert habe und ich auch Gewalt (wenngleich auf eine humoröse und überzeichnete Variante - ich wollt ihm seine Idee mit einem Hammer aus dem Kopf schlagen - und das Hammer-Thema hab ich in diversen Varianten wochenlang genüsslich wiedergekaut) angedroht habe glatt vergessen.
Wenn der nicht, anlässlich des runnig gags "Baukosten Hinterstoisser Neu", wieder aufgetaucht wäre uns mir weissmachen wollte dass das alles mit gebrauchten Block 15 Vipers nicht passiert wäre.
Wenn ich mir jetzt so die alten Postings durchlese muss ich wiedermal feststellen dass mich die Realität überholt hat. Die Air Force gibt mittlerweile bergeweise F-16 der Blöcke 20 und 30 her. Wer die jedoch abnimmt und für länger als 5 oder 10 Jahre betreiben möchte wird aber einen ganzen Berg reinstecken müssen. Brauchen tät die USAF die Vögel nämlich nach wie vor, nur kann man sich die CCIPs und die UPs und die STARs einfach nicht mehr leisten um die Dinger die noch aus der Werkshalle auf Carswell AFB gerollt sind (von NAS JRB whatever war man damals noch weit entfernt) einsatzfähig zu halten. Abgeflogen zum einen und untauglich etwa die Hälfte des modernen Arsenals zu verwenden zum anderen.
Auf der anderen Seite hauen dir manche Länder mittlerweile ganze Wagenladungen an durchaus brauchbar ge-MLU-ten Vipern nach. Look no further than the Dutch, die seit zwei, drei Jahren einen Ausverkauf ihrer Streitkräfte machen der jeder Beschreibung spottet. Niederländische F-16 und P-3 stehen mittlerweile auf der halben Welt rum, auch deren Leos ereilt seit über 10 Jahren ein ähnliches Schicksal. Auch die Chopper triffts jetzt. (Dafür hält man halt fleissig an der F-35 fest, warum auch immer.)
Also irgenwie wärs mittlerweile tatsächlich eine Alternative. Wenn auch keine Vernünftige. Aber das hält ja manche Leute trotzdem nicht davon selbiges nach wie vor zu propagieren.
Könnt man ja vielleicht auch ein paar gebrauchte Jagdpanzer kaufen?
19.05.2011
Where has all my ammo gone?
Ich find das lustig - da machen sich manche schon Sorgen über die Geheimhaltung weil im RH-Bericht ein bisschen zu detailliert drinsteht wo in Zeltweg die Ammo gelagert wird.Kommts Jungs, hörts auf damit. Militärische Geheimhaltung setzt ein Militär voraus. Sowas haben wir nicht.
Das ist wieder die alte Google-Earth Geschichte. Echte Nachrichtendienste - das sind die die auch echte Mittel haben die über eine 40 Jahr alte Reihenbildkamera in einer PC-6 hinausgeht - können sich ohnehin die Infos beschaffen. Sofern sie Österreich überhaupt für wichtig genug erachten um dort aufzuklären.
Aber wehe man macht solche Dinge der Öffentlichkeit zugänglich - huiuiuiuiui. Mal davon abgesehen dass sich echte Munitionslager, also alles was über einen betonierten Keller mit verstärkter Decke neben einem Hangar hinaus geht eh nicht verstecken lassen (schau dir echte Ammo Dumps von echten Streitkräften an, oder gleich echte Grosslager, NWS Earle z.B. wo die Navy nahezu alles lagert was man von Schiffen der LANTFLT verballern kann) ist es reichlich witzlos solche Dinge vor der eigenen Bevölkerung verstecken zu wollen - vor allem dann wenn man noch die Wehrpflicht hat und damit technisch gesehen eh jeden männlichen Staatsbürger zum Geheimnisträger macht.
Aber bei uns kommt ja noch ein anderer Grund dazu warum das ganze recht lächerlich ist. Man hat ja nichtmal Ammo die man dort einlagern könnt. Unsere paar Bill, Mistral und IRIS-T kann ich an einer Hand abzählen - und sonst kugelt dort überall nur dummes Zeugs für irgendwelch Rohre rum, von der .223er NATO bis hin zu den 120ern für die Leos. Thats all the ammo that this nation got.
18.05.2011
Schaffe, schaffe Airbase baue...
Und weil einmal bekanntlich kein mal ist - und weil sich, wenns der SPÖ passt, manche Dinge einfach nicht mit Gras überwachsen lassen (siehe die Spindelegger-Gschicht...) - kommt jetzt wieder die Zeltweg-Geschichte daher.Ihr wissts schon, die lächerliche 300%ige Überschreitung vom Budget beim Umbau.
Es ist ja eigentlich lustig. Da rauft man jahrelang so irgendwie dahin, mit Schrottflugzeugen die 1963 in Schweden vom Band gelaufen sind und in Hangars rumstehen die der Herr Meier vor über 60 Jahren noch persönlich eröffnet hat. Und dann kauft man auf einmal, in einem Anfall von Vernunft (auch wenn die Vernunft wohl eher von einem Koffer voller Greenbacks getrieben war), ein halbwegs modernes Flugzeug und wundert sich dass man das nicht mehr auf einer Nazi-Airbase betreiben kann.
Dabei ist es ganz klar dass, für den hierzulande vorherrschenden Boulevard zumindest, und 90 % aller Wahlberechtigten, klarerweise der Teurofighter Schuld ist. Ja, natürlich. Die Infrastruktur war ja nichtmal für den Draken ausreichend - und von einer echten Einsatzbasis (Revetments? Dispersals? HAS? Hardened Command Center?) ist man selbst nach 160 Millionen noch so weit entfernt wie die Jungfrau vom Kind.
Selbst die USAF hat über 110 Millionen Dollar in Holloman reingesteckt um dort die F-22 stationieren zu können und Holloman ist sicher eine ganz andere Ausgangssituation als Nazi-Zeltweg. Und dann ist man draufgekommen dass das keine schlaue Idee war, hat das als laufende Kosten abgetan und weitergemacht. Und keine Zeitungsartikel geschrieben.
Auch wenn da wie dort der eigentliche Hintergrund wohl nur Regionalfinanzierung war...
17.05.2011
Its the end of the world (and we know it)
Da findet sich im Online-Standard ein recht netter Bericht über eine russische Panzergarnison kurz vor der Unendlichkeit. Das ist eine recht stimmige Erzählung bei der mich wundert dass die der Kreml überhaupt durchlässt. Wir doch darin deutlich wie weit man am Ende ist.Vom Material her einerseits. Reichlich traurig dass eine Weltmacht noch mit einem Panzer rumfährt dessen Konzeption noch aus den 60ern stammt und der tatsächlich das modernste Material ist. Da braucht man nichts schönreden, der T-90 hätt sich einen Platz im Museum eher verdient als einen auf dem Schlachtfeld.
Aber wen wunderts wenn man noch Riesenstreitkräfte unterhält aber keine Marie dafür hat.
Von der Ausbildung und Moral her andererseits. Klar, wenn ich mit altem Material am Ende der Welt rumwerke, es zapfenkalt ist und sich die Leute überall um den Verstand saufen kann nix gescheites dabei rauskommen. Die Bezahlung ist schlecht, die Selbstmordrate hoch und die Offiziere stolz auf ihre rumhüpfenden Panzer - von hull down hat man dafür noch nie was gehört.
Von der Lokalität natürlich - seit Ewigkeiten glauben ja die Russen/Sowjets sie müssen irgendwelche Schneehügel verteidigen weil die ja zur Rodina gehören. Darum glaubt man sich auch heut noch Unmengen an Foxhounds leisten zu müssen die auf den Angriff warten der nie kommt. Oder Unmengen an Panzergarnisonen im hintersten Sibirien die auf denAngriff des SZO-Partners China warten...
16.05.2011
State of the Union
Am Samstag war wieder dieser unsägliche Song Contest. Gut, ich muss zugeben ihn gesehen zu haben weil er doch recht unterhaltsam ist. Fast so wie eine Episode Two and a half men...Gewonnen haben am Schluss die Azerbaijanis... aber so sehr ich meinen Globus auch rolle, Azerbaijan ist am Ende der Welt, irgendwo zwischen "die-Russen-rollen-ein" Ossetien und "Allah-baut-die-Bombe" Iran.
Aber für manche Vereine, allen voran jene bei denens nur um den Schotter geht, ist das wurscht. Die EBU und die UEFA haben sich schon vor Ewigkeiten in Länder des nahen Ostens und der ehemaligen Sowjetunion ausgedehnt, wurscht wo die liegen. Darum geht an manchen Tagen des Jahres Europa bis ans kaspische Meer.
Das ist ja auch das wo die NATO und die EU gerne hinmöchten. Wobei es bei den Vereinen halt um ein bisschen mehr geht als um ein paar Milliarden Euro zum Abstauben. Wie aussen- und verteidigungspolitisch "relevante" und "mächtige" Organisationen, westliche noch dazu, sich bis an die Grenzen der Erzfeinde ausdehnen möcht ich sehen.
Die EU verbrennt sich ja schon an der Türkei-Erweiterung die Finger, und die Türken sind noch dreimal so europäisch wie die Kaukasier - und die Georgien-Geschichten der NATO sind schon lange nur peinlich.
Und das Problem ist dann, wie meistens in der Politik, dass die Fringes alles bestimmen. Plötzlich dreht sich alles nur mehr um diese Länder da weit draussen die man verteidigen, sanieren oder sonst was muss. Und Azerbaijan gewinnt den Song Contest...
12.05.2011
Raumverteidigung
Unser Bertl sagt, wies beim Standard heisst, der Rüstungsindustrie den Kampf an.Wie hiess das beim Spannocchi? Schlacht ohne Kampf? Ja genau. So ungefähr.
Bitte welche Rüstungsindustrie? Spätestens seit der Eurofighter-Geschichte geht uns eh jeder aus dem Weg. Und die meisten der grossen Unternehmen geben jedes Jahr mehr für Lobbying, ja sogar mehr für Werbung aus als das durchschnittliche Vertragsvolumen bei uns wäre... Alleine der Overhead den die für eine Antwort auf ein RFI hätten würd ihren Gewinn kaputtmachen. Die tun sich das nicht mehr an.
Gut, bei dem Budget wird eh nix mehr ausgeschrieben. Da sind die besten Kunden des ÖBH die Baufirmen damit die maroden Buden zusammengehalten werden. Irgendwas zu ersetzen ist da nicht drin.
Dabei kann man an manchen Ländern ganz gut sehen was entstehen hätte können wenn man (auch wenns zuweile nach Protektionismus stinkt) eine eigene Rüstungsindustrie forciert hätt. Wie die Schweizer das durchaus brauchbar gemacht haben (RUAG anyone?) - und natürlich die Israelis die quasi von Null weg zum Giganten wurden.
Dann hätt der Bertl eine Rüstungsindustrie mit der er tatsächlich kämpfen könnte. Aber im Moment wär das eher ein Rückzugsgefecht. Und das einzige das er dabei verteidigen müsste wäre der leere Raum in den Kasernengaragen, weil er ja nix beschaffen kann.
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